Test Drive: Citroen C3 Aircross - Witzig und praktisch veranlagt

Citroen hat seinen Mini-Van entsorgt und mit dem C3 Aircross ein komplett neues Modell erschaffen. Der Kompakt-SUV stellt sich beim Test von trend.at als flotter Begleiter heraus, dessen verspieltes Design einem, wenn man es nicht ohnehin ist, gleich um Jahre jünger macht. Die Assistenten sind mal wirklich nützlich. Die Sitzbänke so leicht verschiebbar, wie nur das Sofa zu hause.

Test Drive: Citroen C3 Aircross - Witzig und praktisch veranlagt

Die Neuschöpfung von Citroen: Der C3 Aircross. Ein Auto wie ein Familienmitglied, schnuckelig und praktisch.

Kompakt-SUVs gibt es wie Sand am Meer, doch der ist besonders schnuckelig – und auffällig. Der Testkandidat, so knallorange, dass einem an der Ampel selbst der prozigste Asphalthengst nicht übersieht. Dazu die Dachreling und Außenspiegel in strahlendem Weiß. Das Lenkrad ist natürlich auch zweifarbig und noch dazu besonders schmal. Das bedeutet: Freie Sicht auf die Anzeige im Cockpit! Längst keine Selbstverständlichkeit mehr, bei all den Schaltknöpfen, die heutzutage auf so einem Lenkrad oft hineingepackt werden.

Der Steuerknüppel, einer der auffälligsten im gesamten Modelluniversum, könnte von der Größe des Schaltkaufs her auch in ein doppelt so großes Auto passen. Klingt komisch, ist aber stimmig designt und trifft wohl mitten ins Herz junger Fahrer. Die Sitze so groß und breit, wie eine Strandliege. Fehlt nur noch der Strand und Sonnencreme.

Es werde Licht!

An dem Auto ist wirklich alles knuffig: Selbst die Motorhaube. Kurz und hoch schauen einem, unterhalb einer schmalen Lichtsilhouette, zwei rundlichen Lichtkegel, natürlich ebenfalls orange umrandet, mit großen Augen an. Oben das LED-Tagfahrlicht, darunter die Scheinwerfer. Doch der Kleine kann auch sportlich: Schwarzer Unterbodenschutz und bulliger Kotflügelschutz verleihen dem eingemotteten Mini-Van, wiederauferstanden als C3 Aircross, eine sportliche Note. Die schmale Bereifung drunter, soll beim Spritsparen helfen. Der Verbrauch, im Schnitt 6,2 Liter auf 100 Kilometer, ist ok.

Teilbare Rücksitzbank und bis zu 2,40 Meter Ladelänge

Und da es heutzutage fast gar nichts mehr ohne so etwas geht, gibt es die Kleinausführung eines SUVs auch mit Panoramaschiebedach. Das bringt ordentlich Licht in die Bude. Damit es am Ende nicht zu viel wird, helfen Verdunkelungsrollen die Helligkeit zu regulieren.
Als einer der wenigen Modelle in dieser Klasse hat der Aircross Rücksitze, die sich teilen und somit verschieben lassen. So kann man es sich richten, ob man gerade im Fonds mehr Platz braucht oder im Kofferraum. Citroen, ein Profi unter den Familienkutschen-Bauern, kennt eben die Platzbedürfnisse von Mamas und Papas, wenn´s mit dem Kinderwagen oder den Skiern der Nachwuchshoffnung beim Transport zwickt und klemmt. Und wenn mal ein Kästchen von Ikea nach Hause transportiert werden muss, kann auch der Beifahrersitz umgeklappt werden. So entsteht eine Ladelänge von 2,40 Meter.

Stauassi schlägt alternative Routen vor

Im Kampf gegen den Verkehr, Wind und Wetter bietet der Aircross ebenfalls einen nützlichen Beistand. Das Navi erhält Verkehrshinweise in Echtzeit und schlägt immer wieder Alternativ-Routen vor. In einer Mercedes S-Klasse funktioniert dieses Navi-Service auch nicht viel anders. Dazu wird ein aktueller Wetterbericht geliefert, und nächstgelegen Tankstellen und Parkhäuser angezeigt. Sogar Informationen über die dort verlangten Spritpreise und Parkhausgebühren werden angezeigt. Chapeau für ein Modell zum Einstiegspreis von 14.990 Euro.
Kabelloses Laden des Handys zählt zu den vielen praktischen Details. Man legt es auf die Ablage vor dem Schalthebel und das Smartphone lädt sich von selbst.

Traktionskontrolle statt teurem Allrad

Statt teurem Allradantrieb setzen die Franzosen auf eine „Grip Control“, eine Traktionskontrolle für den Untergrund auf Sand, Gelände, Schnee. Ein Hill Assist ist beim Bergabfahren behilflich. Wenn es hart auf hart kommt, ist man nicht komplett aufgeschmissen. Gegen Aufpreis gibt es Kollisionswarner, automatisches Fernlicht und einen elektronischen Assi, der Alarm schlägt, wenn die Aufmerksamkeit nachlässt. Gut gerüstet fürs Einparken ist man mit einer Rückfahrkamera, die, wenn es eng wird, einen Blick aus der Vogelperspektive bietet.

Beschleunigung: Um zurecht zum Date zu kommen, reicht es

Der knuffige Begleiter durchs Leben ist mit seinen Dreizylinder-Motoren zwar kein Kraftpaket, aber man kommt gut voran, auch für die Autobahn reicht das Schmalz. Aber so ein Schmuse-SUV ist ohnehin nicht Dahinbolzen geboren. Den Citroen volle Tube in 9,3 Sekunden auf 100 beschleunigen, wird man, bei einem Modell, das so entspannt daherkommt, sowieso nur, wenn die Kinder auf den letzten Drücker in den Kindergarten gebracht werden oder das Date wartet. Man muss auch gar nicht immer der schnellste sein, schon gar nicht wenn es darum geht Eindruck zu schinden. Den verschafft sicher der C3 ohnehin durch seine Optik.

Citroën C3 AIRCROSS

Preis: ab 14.990 Euro

Testauto:
SHINE BlueHDI 120 6-Gang manuell 27.475 Euro
CO2 in g/km 107
NOx in g/km 0,0491
Leistung: 120 PS
Hubraum: 1560 ccm
Max. Drehmoment: 300 Newtonmeter
Antrieb: Turbodiesel

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