Tesla ringt um E-Auto-Prämie für "Model S"

Tesla-CEO Elon Musk bei der Präsentation des Model S im Jahr 2009

Streitfrage: Ist der Kauf eines Tesla Model S förderungswürdig? (Im Bild CEO Elon Musk bei der Präsentation des Model S im Jahr 2009)

In Deutschland werden wie auch in Österreich E-Autos mit einer Prämie von 4.000 Euro gefördert. Nun soll es die Prämie für den Tesla "Model S" nicht mehr geben. Tesla legt Protest ein.

Der Kauf von E-Autos wird in Deutschland wie auch in Österreich mit einer Prämie von 4.000 Euro gefördert. Doch soll auch der Kauf eines Tesla Model S derart subventioniert werden? Deutschland hat beschlossen, die Prämie für das Fahrzeug nicht mehr auszuschütten. Das zuständige Bundesamt für Ausfuhrkontrolle (Bafa) hat das Fahrzeug von der Liste der förderfähigen Modelle gestrichen.

Die Entscheidung wurde damit begründet, dass das Auto nur mit einem zusätzlichen Komfortpaket zu kaufen sei. Damit werde aber die Höchstgrenze von 60.000 Euro, bis zu der eine Förderung möglich sei, überschritten, sagte ein Sprecher des Bafa, das seit Juli geprüft habe. Es werde nun untersucht, ob der Staatsanteil an den bereits ausgezahlten Prämien zurückgefordert werde. Die Förderung von 4.000 Euro wird je zur Hälfte vom Hersteller und vom Steuerzahler getragen.

"Völlig falscher Vorwurf"

Tesla sieht das anders. Ein Unternehmenssprecher betont: "Das ist ein völlig falscher Vorwurf. Jeder kann in Deutschland einen Tesla Model S in der Basisausstattung ohne Komfortpaket bestellen, und wir haben solche Fahrzeuge auch an Kunden ausgeliefert.

Der Tesla-Sprecher hält weiters fest, dass die Höchstgrenze für die Förderung von der deutschen Regierung absichtlich so festgesetzt wurde, um zu verhindern, dass diese auch für Tesla-Autos gilt. Tesla hatte zunächst beabsichtigt, dagegen eine Beschwerde wegen des Verstoßes gegen EU-Regeln bei der EU-Handelskommission einzubringen. Stattdessem hatten Tesla und die deutsche Bundesregierung jedoch einen Kompromiss erzielt, demzufolge es Tesla möglich ist, Basismodelle zu einem Preis zu verkaufen, der den Förder-Richtlinien entspricht und demzufolge es den Kunden möglich ist, ihre Autos in der Folge aufzurüsten.

Das sei, so der Tesla-Sprecher weiter, auch exakt was das Unternehmen getan habe. Jeder Tesla-Kunde könne sein Auto online bestellen und dabei die Optionen frei auswählen. Auf der Bestell-Seite sei deutlich ersichtlich, dass ein Model S ohne das Komfort-Paket bestellt werden kann. "Falls ein Verkäufer einem Kunden erklärt hat, er könne den Model S nicht in der Basisversion ohne das Komfortpaket kaufen, dass ist das nicht korrekt. Das widerspricht ganz klar unerer Firmenpolitik und unseren Methoden. Wir werden die Angelegenheit untersuchen und falls erforderlich die entsprechenden Schritte einleiten."

Seit Start der Kaufprämie hat es laut Bafa 1.274 Anträge für Tesla-Fahrzeuge auf Auszahlung gegeben. Davon wurden 834 bewilligt und 648 ausgezahlt worden. Insgesamt gab es in Deutschland bisher rund 42.250 Anträge auf Förderung von E-Autos und Hybridfahrzeugen.

In Österreich ist der Model S der Tesla-Website zufolge aktuell in ab einem Basispreis von 85.200 Euro (Modell 75D) erhältlich.

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