Stromlinien: Elektroauto-Förderung rollt an

Die Nachfrage nach dem BMW i3, derzeit in Österreich bei E-Autos die Nummer zwei am Markt, könnte kräftig steigen.

Die Nachfrage nach dem BMW i3, derzeit in Österreich bei E-Autos die Nummer zwei am Markt, könnte kräftig steigen.

Mit März startet die Förderaktion für Elektroautos. Betriebe, Vereine und Gemeinden können dann 3.000 Euro, Privatpersonen 4.000 Euro Förderung für seit dem 1. Jänner 2017 angeschaffte Fahrzeuge beantragen. Die wichtigsten Details zur Förderaktion.

Im Jahr 2017 soll die Nachfrage nach Elektroautos auf breiter Ebene anspringen. Um dieses erklärte Ziel zu erreichen wurden Fördermittel von 72 Millionen Euro bereitgestellt. Das Verkehrsministerium (BMVIT) und das Umweltministerium (BMLFUW) haben dazu im November 2016 gemeinsam mit Automobilimporteuren das "E-Mobilitätspaket" angekündigt. Alle drei Projektpartner haben jeweils 24 Millionen Euro beigesteuert.

In der Kommissionssitzung der Umweltförderung wurden nun die Details zur Förderungsaktion für Elektromobilität in Österreich beschlossen. „Wir werden mit diesem Paket bis zu 16.000 neue Elektrofahrzeuge auf Österreichs Straßen bringen", erklärten Umweltminister Andrä Rupprechter und Verkehrsminister Jörg Leichtfried. Zusätzlich soll die Infrastruktur von E-Ladestationen ausgebaut werden. Auch eine eigene Nummerntafel für E-Autos soll es geben. Die wird als Zusatz einen Stromstecker mit Kabel zeigen.

Start im März

Mit dem 1. März 2017 starten insgesamt vier Förderungsaktionen für Betriebe, Vereine und Gemeinden. Sowohl der Ankauf von Elektrofahrzeugen als auch die Errichtung von Ladeinfrastruktur werde finanziell unterstützt.

Die vier Programme, die nun anlaufen, sind die „Förderungsaktion Elektro-PKW für Betriebe“, die „Förderungsaktion für Elektro-Leichtfahrzeuge, Elektro-Kleinbusse und leichte Elektro-Nutzfahrzeuge für Betriebe“, die „Förderungsaktion Elektro Zweiräder für Betriebe“ und die Förderungsaktion „E-Ladeinfrastruktur“.

Umweltminister Rupprechter und Verkehrsminister Leichtfried hoffen auch, dass sie mit den Maßnahmen der Umsetzung des Pariser Weltklimaabkommens eine wichtigen Schritt näher kommen.

3.000 Euro für Unternehmen, 4.000 Euro für Private

Die Neuanschaffung von In Unternehmen und Gebietskörperschaften eingesetzten Elektroautos wird mit jeweils 3.000 Euro unterstützt, Plug-In-Hybrid-Fahrzeuge mit 1.500 Euro. Privatpersonen erhalten 4000 Euro für vollelektrische PKW oder Autos mit Brennstoffzelle. Inklusive der steuerlichen Vorteile soll die Gesamtförderung 4.300 Euro betragen. Für die Anschaffung von Plug-In-Hybrid-Modellen erhalten Privatpersonen ebenfalls 1.500 Euro Förderung.

Um Förderungen für entsprechende Fahrzeuge kann ab 1. März bei der zuständigen Abwicklungsstelle, der Kommunalkredit Public Consulting (KPC) angesucht werden. Die Förderung kann über die Website der KPC (www.umweltfoerderung.at) online beantragt werden.

Gefördert werden Neuwagen, die in der Basisversion nicht mehr als 50.000 Euro kosten und mindestens 40 Kilometer rein elektrische Reichweite aufweisen Eine weitere Voraussetzung für den Bezug der Förderung ist, dass die Fahrzeuge ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Energieträgern betrieben werden. Dies wird anhand der Stromlieferverträge oder Verbrauchsabrechnungen, einer Bestätigung des Elektrizitätsversorgers oder durch den Nachweis der Anschaffung einer eigenen Stromerzeugungsanlage überprüft. So sollen die CO2 -Effizienz und die positiven Umwelteffekte sichergestellt werden.

Gebrauchtfahrzeuge sind von den Förderungsaktionen ausgenommen, da die begrenzten Förderungsmittel ausschließlich für das Inverkehrbringen von neuen Elektrofahrzeugen aufgewendet werden sollen.

Weitere Förderungen

Der Kauf eines neuen E-Motorrads oder E-Mopeds wird mit 375 Euro Prämie unterstützt. Für Fahrzeuge der Klassen M2 (das sind Kleinbusse mehr als 8 Sitze plus Fahrersitz und höchstzulässiges Gesamtgewicht unter fünf Tonnen) oder N1 (das sind Fahrzeuge zur Güterbeförderung mit einem Gewicht bis zu 3,5 Tonnen) erhalten Unternehmen, Gebietskörperschaften oder Vereine bis zu 20.000 Euro.

Der Kauf von E-Bussen wird mit bis zu 60.000 Euro Förderung unterstützt. Auch bei diesen Fahrzeugen muss der Strom aus erneuerbaren Energieträgern stammen.

Bei der Ladeinfrastruktur werden sowohl private als auch öffentliche Installationen gefördert. Für private Ladestationen, sogenannte Wallboxes mit bis zu 22 kW Leistung, werden jeweils 200 Euro bereitgestellt. Im öffentlichen Bereich setzt man auf den Ausbau des Schnelllade-Netzes mit 43 kW bzw. 50 kW Leistung. Bis Ende 2018 soll es österreichweit eine flächendeckende Ladeinfrastruktur geben. Mit getragen wird der Plan von ASFINAG und ÖBB.

Neben dem E-Mobilitätspaket wurden in der Kommissionssitzung der Umweltförderung weitere 441 Umweltprojekte mit einem kumulierten Investitionsvolumen von rund 85 Millionen Euro genehmigt. Durch die genehmigten Projekte sollen in Summe jährlich rund 132.000 Tonnen CO2 eingespart werden.

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