Staureport: In diesen Metropolen verliert man besonders viel Zeit

Staureport: In diesen Metropolen verliert man besonders viel Zeit

In Wien stehen Autofahrer pro Jahr im Schnitt pro Jahr über 100 Stunden im Stau. In Graz sind es nicht viel weniger.

Stau kostet viel Zeit und verursacht hohe direkte und indirekte Kosten. Big Data Spezialisten haben nun die Zeit, die die Menschen in mehr als 200 Städten der Welt im Stau stecken, eruiert. Wien und Graz sind zwar keine Stau-Hot-Spots, viel Zeit verbringt aber auch da mit Warten. In welchen Städten Europas und im Rest der Welt man besonders viel unnötige Zeit im Verkehr steck.

In den Metropolen der Welt braucht man viel Zeit, wenn man mit dem Auto unterwegs ist. Die Stauhauptstadt Europas ist Rom. Dort verbringen Pendler in den Zentren und auf den Wegen in die Stadt hinein und heraus, sowohl wochentags als auch unter der Woche, laut Berechnungen des Inrix Global Traffic Scorecard, basierend auf Big Data Informationen, 254 Stunden, im Stau. Und es wird nicht besser. Im Vorjahr ist die Zeit, die man so im Auto verplempert, gegenüber 2017 um 16 Prozent gestiegen. Inrix hat für den Staureport Daten von Straßensonsoren und Fahrzeugen analysiert.

Paris: Für Autofahrer keine Sünde wert
Viel Zeit raubt auch der Straßenverkehr in Paris. Dort müssen Vielfahrer im Jahr 237 Extra-Stunden fürs Autofahren einkalkulieren. Tendenz steigend. Für London ergaben Inrix-Berechnungen im Vorjahr 227 Staustunden. Wer in Mailand zu tun hat, sollte ebenfalls einen ordentlichen Zeitpuffer einplanen. Der durchschnittliche Pendler steht dort 226 Stunden pro Jahr nicht am Gaspedal, sondern auf der Bremse.

Moskau: Stau geht zurück
Es staut sich auch in Moskau. Dort sitzt man im Schnitt 210 Extrastunden im Jahr im Auto, um sein Ziel zu erreichen. Aber immerhin im Vergleich zu 2017 ist das ein Minus von zwölf Prozent. In Brüssel sind es 195 Stunden. In Budapest verbringt man im Schnitt 164 Stunden im Auto mit Warten, dass etwas weiter geht.

Wien: Der Stau geht zurück
In Wien geht es dagegen fast gemächlich zu. Die Stunden, die man ohne nennenswert vorwärts zu kommen im Auto verbringt, werden laut Studie mit 109 beziffert. Dieser hat gegenüber 2017 sogar um elf Prozent abgenommen. Durchschnittliche Geschwindigkeit in der Innenstadt: 18 km/h. In Rom schafft man in der Innenstadt im Schnitt nur 13 Kilometer pro Stunde.

Graz: 100 Stunden fürs Warten
In Graz muss man pro Jahr 100 Extrastunden einberechnen, um Tag aus. Tag ein von A nach B zu kommen. Was einer Verbesserung von vier Prozent gegenüber 2017 gleich kommt. Durch die Innenstadt geht es im Schnitt mit Tempo 20 voran.

In Budapest staut es sich deutlich mehr als in Wien
In Brüssel sind es 195 Stunden. In Budapest verbringt man im Schnitt 164 Stunden im Auto mit Warten, dass etwas weiter geht.

Berlin: Stauhauptstadt Deutschlands
In Deutschland ist die Stauhauptstadt Berlin mit 154 Stunden. Es folgt Hamburg mit 139 Staustunden und München mit 140 Stunden. In Frankfurt sind die Extrastunden, die man im Stau verbringt, mit 107 Stunden fast moderat. Die Kosten für den Verkehrsstau betragen laut Inrix für das vergangene Jahr in Deutschland rund 5,1 Milliarde Euro.

Berlin, Hamburg und München sind die Stau-Hotspots Deutschlands.

USA: Weniger Stau als in Europas Großstädten
In den USA steht man in den großen Metropolen im Schnitt weniger im Stau als in Europa. In New York ist der Stau sogar um einiges geringer wie etwa in den Europa-Stau-Metropole Rom oder London. In San Francisco verbring man als Autofahrer auch nicht viel mehr Zeit als in Wien in überfüllten Straßen.

USA: Im Vergleich zu Europa ist der Stau dort in den großen Städten geringer.

Bogota: Mehr Stau als dort gibt es nirgends
Weltweit am härtesten im Nehmen müssen Autofahrer aber in Bogota sein. In der kolumbianischen Hauptstadt mit seinen acht Millionen Einwohnern verloren die Fahrer im Vorjahr im Schnitt 272 Stunden durch Verkehrsstaus. In der Innenstadt am wenigsten weiter geht etwas in Dublin. Dort liegt die Durchschnittsgeschwindigkeit bei 3,1 km/h.

Bis zu fast 2.300 Dollar indirekte und direkte Kosten pro Fahrer
Die Kosten die Staus weltweit verursachen sind erheblich. Die höchsten Staukosten pro Fahrer wurden für Boston in den USA ermittelt. Diese betrugen im Vorjahr laut Inrix-Studie 2.291 Dollar. Die direkten Kosten beziehen sich auf den Kraftstoffverbrauch und die Zeit, die verschwendet werden, und die indirekten Kosten beziehen sich auf Fracht- und Geschäftsgebühren von im Leerlauf befindlichen Dienstfahrzeugen, die über höhere Preise an die Haushalte weitergegeben werden.
Generell sind die in den USA die Kosten für Staus am höchsten. In Europa verursachen die Kosten dafür, direkt und indirekt, 1.340 Euro. Das sind die höchsten Kosten in Europa.

In Moskau und in Istanbul ist die Verkehrsbelastung, inklusive Kosten und Fahrzeit in Innenstädten, laut Berechnungen von Inrix am höchsten.

Die Details zur Studie finden Sie hier.

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