Spektakuläre neue ÖAMTC-Zentrale fertig

Die neue ÖAMTC-Zentrale in Wien-Erdberg

Die neue ÖAMTC-Zentrale in Wien-Erdberg

Die Architekten und Baumeister haben mit der neuen ÖAMT-Zentrale in Wien Erdberg einen Prachtbau für Mitarbeiter und Kunden aus dem Boden gezaubert. Ende November ziehen die ersten Mitarbeiter ein. Was der Glaspalast alles zu bieten hat.

Des einen Freud, des anderen Leid. Während beim Autofahrerclub ARBÖ die Mitgliederanzahl sinkt, baut Konkurrenzclub ÖAMTC seine dominante Marktstellung weiter aus. Das manifestiert sich auch in der neuen Zentrale in der Baumgasse in Wien Erdberg, nahe der Tangente. In drei Wochen startet der große Umzug. Acht Standorte in denen die Verwaltung des ÖAMTC bisher verteilt war, werden so auf einen zusammen gezogen.

Knapp 77 Millionen Euro für neuen Glaspalast

„Das neue Bürogebäude erfüllt alle unsere Erwartungen: Es erfüllt unsere Ansprüche, es wurde planmäßig fertig und die Kosten liegen im budgetären Rahmen“, so ÖAMTC-Boss Oliver Schmerold bei der Präsentation der neuen Zentrale in einer exklusiven kleinen Runde. Kostenpunkt des optisch eindrucksvollen Flaggschiffs: 76,8 Millionen Euro. Finanziert wird das Gebäude je zur Hälfte durch die Verwertung der nun nicht mehr benötigten Immobilien, die andere Hälfte durch Fremdmittel. „Die Sanierung und die nötige Kapazitätsausweitung hätte genauso viel gekostet, wie der Bau des neuen Gebäudes, nur ohne die nun möglichen Synergien, die ein Standort mit sich bringt“, erklärt Schmerold.

Riesiges Atrium bietet Platz für Mitarbeiter und Kunden

Am Monatsende werden insgesamt 750 Mitarbeiter in den 25.000 Quadratmeter großen Standort in der Baumgasse 129 im 3. Bezirk übersiedeln. Das Gebäude ist jedoch nicht als reines Bürogebäude konzipiert, sondern auch für Kunden und Passanten. „Es werden dort auch Service-Leistungen für Mitglieder erbracht werden“, so Schmerold. So eröffnet dort Anfang Dezember ein Kundenservice-Center, womit in Erdberg der siebente ÖAMTC-Stützpunkt in Wien sein wird. ÖAMTC-Boss Schmerold: "Damit schließen wir auch geographisch eine Lücke." Für Kunden und Mitarbeiter wird eine Cafeteria bereitstehen. Die Kantine, die zum Start nur den Mitarbeitern zur Verfügung steht, könnte später auch Mitarbeitern umliegender Firmen zugänglich gemacht werden. Passanten können das Gebäude queren, wenn sie von der Baumgasse zum Konzert-Veranstaltungen in die naheliegende Arena wollen. Da das von der U-Bahn kommend der kürzeste Weg ist. „Einer der Ziele bei der Planung war es, dass unsere Verwaltungsmitarbeiter auch mit Kunden in Kontakt kommen, was bisher vielfach nicht der Fall war“, so Schmerold. Das neue Gebäude wurde deshalb auch so konzipiert, dass sich auch im großzügigen Atrium Mitarbeiter und Kunden aufhalten können. Von diesem Atrium mit imposantem Lift breiten sich die Büros der Mitarbeiter wie Finger einer Hand aus.

Schadensbegutachter, Nothilfe-Zentrale, Reisebüro in einem Haus

Für Kundenfrequenz dürften auch das Reisebüro des ÖAMTC in der neuen Zentrale sorgen sowie zwei Kfz-Schadensbegutachter von Versicherungen. Ein völlig neues Arbeitsgefühl sollen auch die 180 Mitarbeiter der Nothilfe-Zentrale bekommen, die bisher unter einer Dachschräge auf zwei Stocke verteilt ihr 24-Stunden-Dienstrad leisten mussten. „Mitarbeiter, die Menschen in Not am Telefon beruhigen sollen und seelischen beistehen leisten, sollen sich auch selbst in seiner Arbeitsumgebung wohl fühlen“, argumentiert Schmerold. Diese sollen nun in einem der Stockwerk zusammengefasst werden und bei optimalen Licht- und Platzverhältnissen arbeiten.

Hubschrauberlandeplatz übersiedelt von Aspern nach Erdberg

Das Gebäude wird gleichzeitig auch der neue Stützpunkt für die ÖAMTC-Hubschrauber, die vom bisherigen Stützpunkt Wien Aspern nach Erdberg übersiedeln. Im Schnitt hebt von dort sechs bis acht Mal am Tag ein Rettungshubschrauber ab. Zusätzliche Lärmbelästigung durch den neuen Landeplatz müssen Anrainer laut Schmerold nicht befürchten. "Die Lärmbelästigung steigt maxiaml um ein Dezibel", erklärt Schmerold. Zudem sei genau festgelegt, welche Strecken die Hubschrauber fliegen dürfen. Da diese am Dach und nicht am Boden landen, dringe der Schall so vor allem nach oben. Außerdem würden die Helikopter des Typis Airbus 135 zu den modernsten und damit lärmärmsten ihrer Kategorie zählen. Die geringe Lärmbelastung würde auch ein Gutachten untermauern.

Kundencenter am Schubertring bleibt erhalten

An der bisherigen Unternehmenszentrale am Schubertring soll das Kundenzentrum erhalten bleiben. Für die restliche im Besitz befindlichen Räumlichkeiten wird derzeit ein oder mehrere Mieter gesucht. Die Kundenzentrale am Ring soll modernisiert werden. „2017 soll dort ein City-Flagshipstore des ÖAMTC eröffnet werden“, so Schmerold.

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