Alkotest: So beeinträchtigen 0,5 und 0,8 Promille die Fahrtüchtigkeit

Alkotest: So beeinträchtigen 0,5 und 0,8 Promille die Fahrtüchtigkeit

0,5 Promille Alkohol im Blut und wirklich schon Probleme beim Fahren? Der ÖAMTC ist der Sache auf den Grund gegangen.

Wenn die weihnachtliche Punschzeit beginnt, neigt so mancher dazu, trotz Alkoholkonsum, noch mit dem Auto zu fahren. Der ÖAMTC hat nun die Auswirkungen auf die Fahrtüchtigkeit bei relativ geringen Mengen Alkohol getestet. Die Ergebnisse erstaunen.

"Ich fahre auch nach Alkoholkonsum noch sehr gut" – dieser Satz wird auch heuer wieder von einigen Christkindlmarkt-Besuchern zu hören sein. Um herauszufinden, wie es tatsächlich um Fahrsicherheit und Selbsteinschätzung nach Alkoholkonsum steht, hat der ÖAMTC im Fahrtechnikzentrum Teesdorf einen Auto-, Rad- und E-Tretroller-Fahrtest mit 16 Teilnehmern organisiert.

So wurde getestet
Zu Beginn des Alkohol-Fahrtests machten sich alle 16 Teilnehmer (acht Frauen und acht Männer) mit dem Auto, dem Fahrrad sowie dem E-Tretroller vertraut und drehten ihre ersten nüchternen Runden auf dem jeweiligen Parcours. Alle drei Fortbewegungsmittel waren mit Sicherheitstelematik-Geräten verkabelt, um sämtliche Daten wie Beschleunigung, Verzögerung, Seitenkräfte oder Fahrtdauer zu messen. Im ersten Durchlauf unter Alkoholeinfluss hatten die Teilnehmer durchschnittlich 0,43 Promille, im zweiten 0,8. Zur Selbsteinschätzung mussten die Teilnehmer Fragebögen beantworten. Polizisten sowie der Chefarzt der Landespolizeidirektion Wien führten die Alkoholtests mit geeichten Messgeräten durch.


Schon bei 0,5 Promille wurden mehr Fehler als bei der nüchternen Fahrt gemessen, aber viel deutlicher ist der Sprung zu 0,8 Promille

Dann mussten sie im alkoholisierten Zustand mit jeweils 0,5 und 0,8 Promille den Parcours bewältigen. Dann jedoch nur noch mit Rad und E-Tretroller. "Schon bei 0,5 Promille wurden mehr Fehler als bei der nüchternen Fahrt gemessen, aber viel deutlicher ist der Sprung zu 0,8 Promille", berichtet Seidenberger. Reaktionssicherheit, Genauigkeit, Gleichgewichtssinn sowie Feingefühl lassen eindeutig nach und vor allem das Bremsen bereitet den beeinträchtigten Lenkern Probleme. "Die Ergebnisse zeigen, dass Rad und E-Tretroller keine Alternativen zum Auto sind, wenn man bereits betrunken ist. Das Eigen- und Fremdverletzungsrisiko steigt mit zunehmendem Beeinträchtigungsgrad. Das wichtigste Fahrmanöver – Bremsen – findet schwach und verspätet statt", so die ÖAMTC-Verkehrspsychologin.

Für das Fahren von E-Tretrollern und Fahrrädern gilt die 0,8 Promille-Grenze
Juristisch gesehen fallen E-Tretroller unter die Kategorie Fahrrad. Damit gilt für sie die 0,8 Promille-Grenze und man muss auf der Fahrbahn oder auf dem Radweg fahren. In manchen Bundesländern werden diese Vorschriften mitunter nicht für anwendbar gehalten. "Dennoch empfehlen wir jedenfalls sowohl aus Sicherheitsgründen als auch wegen möglicher straf- und zivilrechtlicher Haftung, die für Radfahrer geltende Grenze von 0,8 Promille keinesfalls zu überschreiten", so Seidenberger.

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