So hoch sind die Kosten für Autoreparaturen

Die Kosten für Autoreparaturen steigen und steigen. Die meisten Probleme treten schon nach kurzer Zeit und bei Kraftstoffanlagen auf. Schäden bei Elektroantrieben und Hybridsystemen gibt es dagegen kaum.

So hoch sind die Kosten für Autoreparaturen

Wenn der Motor repariert werden muss, ist das häufig die teuerste Reperatur am Auto.

CarGarantie analysiert jedes Jahr die Schäden von rund einer Million Neu- und Gebrauchtwagen aus seinem Portfolio als Spezialversicherer. Diese Auswertung umschließt sämtliche Marken und Modelle mit einem Alter von bis zu 36 Monaten. Seit Jahren zeigt die Analyse einen kontinuierlichen Anstieg der Reparaturkosten.

Im Jahr 2019 mussten noch durchschnittlich 551 Euro für eine Reparatur aufgewendet werden, erhöhte sich dieser Betrag 2020 auf mehr als 572 Euro. Der Sprung liegt damit auf einem ähnlichen Niveau wie zwischen den Jahren 2018 und 2019. Insgesamt haben sich die durchschnittlichen Kosten seit 2016 um über 70 Euro erhöht. Es ist möglich, dass sich diese Tendenz weiter fortsetzt und ein Anstieg der Kosten auch in den nächsten Jahren zu beobachten sein wird.

„In den letzten fünf Jahren haben sich die Reparaturkosten im Schnitt um 15 Prozent erhöht. Ein solcher Anstieg sollte für Fahrzeugbesitzer wie für den Handel ein deutliches Signal sein, dass es sich lohnt, sich gegen derartige Kosten abzusichern“, meint Marcus Söldner, Vorstandsvorsitzender CarGarantie.

Teure und häufige Reparaturen

Bei der Schadenregulierungssumme zeigt sich jedes Jahr meist ein ähnliches Bild. Bei den Gebrauchtwagen steht auf Platz 1 der teuersten Schäden mit rund 24 Prozent der Motor mit einem deutlichen Vorsprung vor der Kraftstoffanlage inklusive Turbolader mit rund 19 Prozent und dem Getriebe mit rund 12 Prozent. Dahinter folgen mit ebenfalls nahezu unveränderten Werten die elektrische Anlage auf Platz 4 und die Klimaanlage auf Platz 5 (siehe Grafik). Schäden bei Elektroantrieben und Hybridsystemen sind dagegen minimal. Ähnlich sieht es bei Neuwagen aus.

Die Allianz-Versicherung hat allerdings erhoben, dass die Reparaturkosten reiner Elektroautos nach Kollisionen im Schnitt um 30 Prozent teurer sind als bei Autos mit Verbrennungsmotoren. Die Unfall- und Sicherheitsforscher des Allianz Zentrums für Technik haben für ihre Untersuchung Schadendaten aus den Jahren 2018 bis 2020 ausgewertet. Eine für Feuerwehr, Polizei und Helfer bei Unfällen wichtige Frage ist, ob Elektroautos brandgefährlicher sind als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Hier zeigt die Auswertung der Allianz, dass das Brandrisiko bei E-Autos nicht ist höher als bei einem Verbrenner. Allerdings dauert das Löschen im Falle eines Fahrzeugbrands bei einem E-Auto länger und der Löschmittelbedarf ist in der Regel höher.

29 Prozent der Schäden bei Gebrauchtwagen traten im Vorjahr innerhalb der ersten 5.000 Kilometer auf, 19 Prozent nach mehr als 25.000 Kilometern. Knapp 23 Prozent der Schäden traten erst nach über 360 Tagen auf.

Wenn der Motor oder die Spritanlage kaputt sind, wird es besonders teuer, wie ein aktuelle Auswertung des Versicherers CarGarantie zeigt.

Am häufigsten defekt ist bei Gebrauchten die Kraftstoffanlage, auf den Plätzen zwei und drei folgen die elektrische Anlage und der Motor. Anders als bei den Gebrauchtwagen folgt wie im Jahr 2019 bei den Neuwagen auf Platz 3 nicht der Motor, sondern die Elektrik, die den Komfort erhöhen.

Weitaus am häufigsten (knapp 20 Prozent) macht das Spritsystem Probleme. Es stellt die Verbindung zwischen Tank und Motor her. Fast ebenso anfällig ist die Elektronik. Danach kommt lange nichts. Der Motor ist nur in zehn Prozent der Fälle der Grund für einen Schaden.

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