So will Ford die Paktzustellung in Städten verbessern

So will Ford die Paktzustellung in Städten verbessern

Die MoDe:Link Software von Ford vernetzt Transporter, Fahrradkuriere und Boten, die Pakete zu Fuß zustellen.

Ford hat eine Lösung zur Optimierung der Paketzustellung in Städten entwickelt. Dabei sollen fünf Lieferwagen durch einen, und ein Team von vier Kurieren ersetzt werden. Erste Tests wurden in London gestartet.

Ford hat eine Lösung entwickelt um die Paketzustellung in größeren Städten effizienter und billiger machen. Das Kernstück daran ist die cloudbasierte Routing- und Logistiksoftware MoDe:Link, die Lieferketten vom Depot bis zur Haustür steuert und dafür dynamisch Teams organisiert. Fords großes Versprechen: MoDe:Link soll ganze Logistik-Ketten optimieren, die Auslastung von Transportfahrzeugen erhöhen, den städtischen Straßenverkehr entlasten, Emissionen reduzieren und Lieferzeiten verbessern.

Mit Hilfe der Software wird zunächst die Anzahl der Pakete und die Orte an die diese Orte ausgeliefert werden sollen analysiert. Dann werden entsprechend dafür bestimmte Punkte im Stadtgebiet errechnet, an denen sich Fahrer von Transportern und Teams von Fahrradkurieren mit E-Cargo-Bikes und Paketzustellern, die zu Fuß unterwegs sind, treffen, um von dort aus die letzten Meter der Zustellung möglichst rasch bewältigen zu können.

Die Orte, an denen sich Transporter und Kuriere treffen sind dabei flexibel und ändern sich je nach Verkehrslage über den Tag. Auch die Zusammensetzung der Teams ist flexibel.

Zukunftsvision von Ford: So könnte die Paketzustellung in Städten künftig ablaufen.

E-Bikes und Kuriere statt Lieferwägen

Das Einsparpotential ist hoch. Ford schätzt, dass ein Lieferwagen und ein vernetztes Team von vier Kurieren, zu Fuß oder mit dem Fahrrad, die gleiche Anzahl von Paketen bewältigen können wie aktuell fünf einzelne Lieferwägen. Somit könnte der Verkehr in den Städten deutlich reduziert werden.

Die Transportfahrzeuge stellen in dem Konzept mobile Lieferknotenpunkte dar. Sie holen Pakete von einem Depot ab und steuern dann strategische Standorte an, wo sie nur kurz anhalten und Pakete an die E-Bike-Kuriere und Zusteller übergeben. Ein Positiver Nebeneffekt ist, dass dadurch auch die Zahl der während Liefertätigkeiten in Haltezonen abgestellten Zustellfahrzeuge deutlich reduziert wird.

„Für die letzte Meile der Zustellung, die aufgrund von Staus und Parkplatzmangel mitunter eine echte Herausforderung ist, ist es sinnvoll, Lieferungen auf flexiblere, effizientere und kostengünstigere Verkehrsmittel zu verlagern“, betont Tom Thompson, Projeketleiter Ford Mobility.

Ein erstes Pilotprojekt dazu gibt es bereits. Unter dem Titel „Warenhaus auf Rädern“ hat Ford eine Kooperation mit dem Londoner Paketservice Gnewt gestartet.

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