So viel kostet Autofahren im Monat

So viel kostet Autofahren im Monat

Die Fixkosten für ein Auto pro Monate sind hoch, selbst für einen Kleinwagen. Welchen Einfluss die Wahl Benzin oder Diesel auf die monatlichen Gesamtkosten hat und bei welchen Autokosten Österreich Spitzenreiter ist.

Selbst ein Auto zu besitzen, lassen sich die Österreicher einiges kosten. Viele glauben, dass zumindest mit der Anschaffung eines Kleinwagens die monatlichen Kosten gering sind. Doch das erweist sich letztlich als Trugschluss. Das zeigt der Autokosten-Index des Fuhrparkmanagers LeasePlan. Denn individuelle Mobilität lassen sich Unternehmen und Privathaushalte einiges kosten: Im Schnitt geben Besitzer eines Autos der Klein- oder Mittelklasse 540 Euro im Monat für ihr Fahrzeug aus. Das ergibt der Car Cost Index des Fuhrparkmanagement-Spezialisten LeasePlan.

Rund 85 Prozent sind Fixkosten

Anschaffung, Wertverlust, Reparaturen und Instandhaltung, Versicherung, Steuern sowie Sprit sind monatliche Ausgaben, die das Portemonnaie jedes Autobesitzers belasten. „Bei den Kosten lässt sich aber nur an wenigen Stellschrauben drehen, denn rund 84 Prozent der monatlichen Ausgaben sind Fixkosten. Auf diese haben weder Private noch Firmen großen Einfluss“, erklärt Nigel Storny, Geschäftsführer von LeasePlan Österreich.

Auch die Entscheidung "Benzin oder Diesel?" hat kaum Auswirkung auf die laufenden Kfz-Kosten. "Da sich in den vergangenen Jahren die Spritpreise zunehmend angenähert haben, wird die kleine Ersparnis, die ein Diesel an der Zapfsäule bringt, von der höheren Steuer oft wieder aufgefressen", erläutert Storny.

Autos in Nordeuropa fast doppelt so teuer

Doch selbst wenn sich die Österreicher mit 540 Euro im Monat ihr Auto einiges kosten lassen, im Europavergleich sind die Ausgaben moderat. Allerdings darf man nicht außer acht lassen, dass dort auch Lohn- und Preisniveau wesentlich höher ist als in Österreich.

Richtig tief in die Tasche müssen laut dem Car Cost Index vor allem Auto-Besitzer in Dänemark, Norwegen und überraschenderweise Italien greifen. Durchschnittlich 708 Euro im Monat fallen in Norwegen für einen Klein- oder Mittelklasse-Wagen an, etwa für die Modelle Renault Clio, Opel Corsa, VW Golf oder Ford Focus. „Die zusätzlichen Mehrkosten lassen sich durch eine höhere Kfz-Steuer erklären. In Ländern wie Norwegen, in denen nachhaltige Mobilität im Fokus steht und Elektro- und Hybridantriebe stark subventioniert werden, sind die Kosten für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren dementsprechend höher“, erklärt Storny.

Wesentlich günstiger kommen Autofahrer in Osteuropa weg. In Ungarn, der Tschechischen Republik und Rumänien sind die Kosten für Diesel oder Benziner signifikant geringer und starten bei 369 Euro im Monat. Dort verdienen die Besitzer der Autos jedoch auch im Schnitt deutlich weniger als in Österreich.

Versicherung in Österreich besonders teuer

Neben der Schweiz und Italien gehört Österreich im Ländervergleich zu den Spitzenreitern in Sachen Versicherungskosten. Privatpersonen empfiehlt Storny, sich Zeit zu nehmen, die unterschiedlichen Anbieter und Leistungen genau zu vergleichen. Unternehmen, die die Kosten ganzer Flotten tragen müssen, können mit einem Spezialisten an der Seite ihre Ausgaben drosseln: „Professionelle Fuhrparkmanager kennen den Markt wie ihre Westentasche und können die Unternehmensflotte ganz auf die Bedürfnisse und Anforderungen ihrer Kunden ausrichten. So lassen sich nicht nur bares Geld sparen, sondern auch viel Zeit und Nerven“, so Storny.

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