Sachbezug: Diese Luxuslimousinen unterbieten sich beim C02-Ausstoß

Sachbezug: Diese Luxuslimousinen unterbieten sich beim C02-Ausstoß

Der Kampf um die Business-Kunden in Punkto C02-Ausstoß wird härter. BMW kommt nun einem besonders sparsamen Motoren auf den Markt - made in Austria.

Hersteller von Oberklassen-Modellen bringen neue Modelle mit immer niedrigeren C02-Werten heraus. trend.at hat verglichen, welche Business-Limousinen und -Kombis besonders wenig C02 ausstoßen und deshalb als Firmenautos mit vergünstigtem Sachbezug besonders interessant sind.

Der Kampf um Firmenwagen-Käufer, die Limousinen oder Kombis mit niedrigem C02-Ausstoß suchen, wird auch bei Oberklassenmodellen härter. So achten auch Top-Manager, denen ein Firmenauto zusteht, vielfach genau auf die Höhe des C02-Ausstoßes ihres Firmenwagens. Der Grund: Der C02-Grenzwerte, die für einen begünstigten Sachbezug gelten, sinken Jahr für Jahr. Damit müssen auch Vorstände, Geschäftsführer und andere Topmanager für ihre luxuriösen und vor allem ps-starken Firmenautos, auch privat tief in die Tasche greifen, wenn sie den Grenzwert für den begünstigten Sachbezug überschreiten. Die monatlichen Steuern, die dadurch anfallen, bemessen am Kaufpreis, sind nicht ohne und können bis zu 960 Euro ausmachen. Die Höhe des Sachbezugs hängt vom offiziell ermittelten C02-Ausstoß pro gefahrenem Kilometer ab. Der so entstehende Zuschlag zur Lohnsteuerbemessungsgrundlage gilt ab dem Jahr der Anschaffung für die gesamte Dauer der Nutzung.

Heuer gilt ein begünstigter Sachbezug von 1,5 Prozent für Modelle, die nicht mehr als 124 g/km C02 ausstoßen. Ab 1. Jänner 2019 sinkt die Grenze bereits auf 121 Gramm pro Kilometer. 2020 wird der Grenzwert dann mit nur 118 g/km angesetzt. All jene, die ein Auto anschaffen, das über dem jeweiligen Grenzwert liegt, müssen einen Zuschlag in zweiprozentiger Höhe zahlen. Vorausgesetzt das Firmenauto wird auch privat genutzt.

Volvo S90 mit 300 PS im Bestfalleinen C02-Ausstoß von 46 g/km

Die Krönung der C02-armen Business-Limousinen ist der Volvo S90 T8 Twin Engine. Der Benzin-Hybrid, ausgestattet mit fürstlichen 303 PS, weist einen C02-Ausstoß von nur 46 Gramm pro Kilometer aus. Das Fahrzeug ist sogar von der Normverbrauchsabgabe (NoVA) befreit. Beim reinen Dieselmodell mit dem geringsten Ausstoß, dem S90 D3, liegt der C02-Wert bei 122 Gramm und schafft heuer noch die 124 Gramm-Marke für die vergünstigten Sachbezug von 1,5 Prozent. Nächstes Jahr geht es sich aber bereits mit dem neuen Grenzwert von 121 Gramm nicht mehr aus. Wer heuer noch zuschlagen will, sollte für den verbrauchsärmsten Diesel zumindest 46.761 Euro einkalkulieren. Der Hybrid ist allerdings erst ab 70.700 Euro zu haben.

Lexus GS 300h liefert mit nur 104 Gramm C02-Ausstoß einen Spitzenwert bei Business-Limousinen

Zu den Luxuslimousinen mit extrem niedrigem Kohlendioxid-Emissionen zählt auch der Lexus GS 300h. Der Benziner mit Hybridantrieb mit einem 2,5-Liter-Motor unter der Haube braucht nur 104 Gramm C02 pro Kilometer. Beim Verbrauch erzielt der Wagen mit 4,4 Liter/100 Kilometer ebenfalls einen Spitzenwert. Allerdings zählt das Luxusgefährt wie der Volvo S90 Hybrid zu den teuersten seiner Kategorie. Der Basispreis beträgt 58.300 Euro. Dafür kommt die Limousine, zusammen mit der E-Maschine, auf eine Systemleistung von 218 PS.

VW Arteon mit 150 PS: 109 g/km C02

Bestwerte liefert auch die Neuschöpfung aus dem Hause VW. Der Arteon, eine 150 PS-Limousine, ab einem Preis von 41.460 Euro erhältlich, ist nicht nur vergleichsweise billig, diese stößt nur 109 g/km C02 aus. Die NoVA kann sich mit vier Prozent auf den Kaufpreis ebenfalls sehen lassen. Selbst wenn man dem 190 PS-Modell den Vorzug gibt, liegt man mit 121 g/km C02 noch immer unter der aktuellen Sachbezugsgrenze.

Neuer 5er BMW mit 150 PS mit nur 116 Gramm C02

Jetzt legt auch BMW noch einmal nach und präsentiert eine besonders sparsames Luxusmodell. So bietet die Bayern nun einen neuen, besonders sparsamen 2-Liter-Dieselmotor an. Die Limousine, der BMW 518d, ist mit nur 116g CO2/km unterwegs und leistet 150 PS. Offizieller Verbrauch: 4,5 Liter/100 km. Produziert im oberösterreichischen Motorenwerk in Steyr.

5er BMW Kombi: 123 g C02/km

Auch der BMW 518d Touring arbeitet mit 123g CO2/km äußerst effizient. So sollen neben verbesserter Dynamik, Abgasreinigung und ein kombiniertes Abgasnachbehandlungssystem mit SCR- und NOx- Speicherkatalysator für geringe Emissionen in realen Fahrsituationen sorgen. Zudem wurde der Einspritzdruck auf 2.200 bar deutlich erhöht. Die Technologie ermöglicht es, die Einspritzdauer ist auf wenige millionstel Sekunden zu senken. Der Verbrauch liegt durch diese Maßnahmen laut Hersteller bei 4,8 Liter/100 Kilometer. Durch den geringen CO2-Ausstoß wird lediglich eine NoVA-Abgabe von fünf Prozent für die Limousine und sieben Prozent für den Touring fällig. Der Einstiegspreis für die neue 5er Diesellimousine von BMW liegt bei 48.900 Euro, der Kombi kostet mindestens 52.450 Euro.

Audi A6 (150 PS) mit 117 g/C02 hinter BMW, beim Kombi aber klar in der C02-Führung

Ein harter Konkurrent auf dem C02-Feld ist auch Audi. Die neue 6er Limousine verbraucht in der niedrigsten Kategorie mit 117 g/C02 nur um ein Gramm weniger als BMW mit seinem neuen Spitzen-C02-Modell in dieser Klasse. Beim Kombi, dem Audi A6 Avant, haben die Ingolstädter mit 114 Gramm C02-Werten gegenüber BMW sogar klar die Nase vorn. Beim BMW Touring sind es schließlich 123 Gramm.

Mercedes E-Klassen-Limousine mit 150 PS: Ab 127 g/km C02

Etwas hinterher fährt Mercedes beim C02-Wettbewerb. Die Mercedes E-Klassen-Limousine verursacht bei seinen C02-optimiertesten Modellen, auch hier ist es ein Diesel, einen C02-Ausstoß von 127 g/km. Die Limousine ist wie der 5er BMW mit 150 PS ausgestattet. Das Fahrzeug kostet im günstigsten Fall 48.790 Euro. Das T-Modell, der Kombi in der E-Klasse, wird ab 51.930 Euro veranschlagt, weist im C02-schonestem Fall aber schon 135 Gramm pro Kilometer aus. Der offizielle Verbrauch liegt mit 4,9 Liter/100 Kilometer aber fast gleich auf mit dem neuen BMW Touring. Den begünstigten Sachbezug von 1,5 Prozent können Liebhaber dieser Premiummodelle aus Stuttgart in beiden Fällen deshalb nicht lukrieren.

Jaguar XE ab 163 PS stößt 126 g/km C02 aus

Für Fahrer der Oberklassen-Limousine Jaguar XE geht sich der begünstigte Sachbezug ebenfalls schon 2018 nicht aus. Stößt das Modell doch mit 126 g/km um zwei Gramm zu viel aus, als dass der 1,5 prozentige Sachbezug gewährt werden würde. Der offizielle Mindestverbrauch ist aber mit 4,8 Liter/100 Kilometer recht gut. Auch der Preis ist mit 40.600 Euro ist für die 163-PS-Limousine durchaus passabel.

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