Sachbezug: Das soll sich bei der Berechnung ändern

Sachbezug: Das soll sich bei der Berechnung ändern

Ende September sol die neue Sachbezugsregelung beschlossen werden.

Das neue CO2-Messverfahren WLTP wirbelt auch die Besteuerung von Dienstfahrzeugen durcheinander. Was sich für die Berechnung des Sachbezugs in diesem Bereich, aber auch für Vorführwagen und die Besteuerung vom Dienstgeber zur Verfügung gestellter Zweiräder ändern soll.

Der Entwurf für die neue Besteuerung von Dienstautos, die privat genutzt werden, liegt seit Mai 2019 vor. Der Beschluss dieser Steuerreform dürfte Ende September erfolgen. Sofern die Politik die Verordnung nicht adaptiert stehen einige Änderungen bevor.

Zweiräder sollen ebenfalls besteuert werden
Künftig sollen demnach nicht nur Autos, sondern auch Zweiräder - Motorräder, Mopeds, Mofas oder Roller, die vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellt werden und von den Mitarbeitern privat genutzt werden - besteuert werden. Für emissionsfreie Fahrzeuge soll dabei nach wie vor kein Sachbezug anfallen.

Vorführwagen neuen steuerlichen Regeln unterworfen
Änderungen soll es auch bei der Besteuerung von Vorführwagen geben. Erstmals sollen Umsatzsteuer und die Autoneukaufsteuer NoVA zu den Anschaffungskosten des Auto-Händlers hinzugerechnet werden. Im Gegenzug dazu soll laut den Steuerexperten der BDO der Erhöhungszuschlag von bisher 20 Prozent auf 15 Prozent reduziert werden.

Kostenbeiträge des Arbeitnehmers sollen abgezogen werden
Im Zuge dieser Änderungen sollen auch einmaligen Kostenbeiträgen des Arbeitnehmers von den tatsächlichen Anschaffungskosten abgezogen werden. Von den verbleibenden Anschaffungskosten soll dann der Sachbezugswert ermittelt werden.

Neue Sachbezugsgrenzwerte nach WLTP ab 2020
Ab 1. Jänner 2020 gelten für die Berechnung des Sachbezugs nur noch die neuen CO2 -Werte nach dem neuen strengeren Messverfahren WLTP und nicht mehr die bisher angewendeten nach NEFZ.

Mitarbeiter, die ab diesem Zeitpunkt einen neuen Dienstwagen als Erstzulassung erhalten, zahlen im Jahr 2020, dann bis zu einer CO2 -Grenze von 141 g/km nach WLTP 1,5 Prozent Sachbezug der Bemessungsgrundlage. Die neuen CO2 -Grenzwerte gelten für alle Autos, die ab diesem Zeitpunkt zugelassen werden und bereits mit dem neuen Verfahren bewertet werden. Die für den reduzierten Sachbezug geltenden Grenzwerte werden jährlich um 3 g/km gesenkt (siehe Tabelle).

Die neuen Sachbezugs-Steuersätze nach dem neuen Emissionsmessverfahren WLTP, voraussichtlich gültig ab 2020.

Generell richtet sich die Höhe des Sachbezugs nach den Anschaffungskosten des Autos und dem CO2 -Emissionswert. Übersteigt dieser aktuell für alle neu zugelassenen Firmenwagen, die 2019 angeschafft werden, die CO2 -Werte 121 g/km nicht, beträgt der Sachbezugswert 1,5 Prozent der tatsächlichen Anschaffungskosten. Ansonsten zwei Prozent.

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