Das 911er Quiz: Hätten Sie es gewusst?

Ein Ur-911er (Baujahr 1964) und die aktuelle Generation: Die klassische Form blieb über die Jahrzehnte erhalten.

Ein Ur-911er (Baujahr 1964) und die aktuelle Generation: Die klassische Form blieb über die Jahrzehnte erhalten.

Porsche 911 - die Legende in Anekdoten

I.

Warum heißt der 911er 911?

Bei der Präsentation des ersten Prototypen auf der Automobilausstellung IAA in Frankfurt 1963 prangte am Heck noch das Schriftzeichen 901. Wenige Woche später schickte Peugeot einen Brief nach Stuttgart, wonach die Zahlenkombination 901 ihnen gehöre. Was tun? Ganz einfach: Die sparsamen Schwaben, die schon viele Plättchen mit den Zahlen 9, 0 und 1 gedruckt hatten, schmissen einfach die Null raus und montierten nach der 9 zwei Einser: 911.

II.

Warum ist das Zündschloss im 911er links?

Das Zündschloss links gehört zum Kult um den 911er. Aber warum ist es dort platziert? Es gibt drei Erklärungen.

  1. Die (falsche) für Machos: Echte Porschefahrer würden den Schlüssel links in der Hosentasche tragen.
  2. Die für Rennfahrer: Beim Le-Mans-Start mussten die Fahrer früher zu ihren Autos laufen, die Wagen starten und dann losfahren. Das geht schneller, wenn das Zünschloss links ist und man gleichzeitig mit der rechten Hand den Gang einlegen kann.
  3. Die technische. Schmucklos, aber auch richtig: Die Verbindung zur Batterie ist kürzer.

III.

Warum heißt der Targa nicht „Flori“?

Der erste offene 911er war ein fauler Kompromiss. Für das sonnige Kalifornien sollte ein Cabrio angeboten werden. Wegen Diskussionen über neue Sicherheitsstandards entwarfen die Porsche-Designer 1965 einen 20 Zentimeter breiten Überrollbügel mit abnehmbaren Dach und Plastikfenster im Heck, das per Reißverschluss entfernt werden kann. Eine unelegante Lösung, mit der keiner zufrieden war und die 1970 durch Einbau einer Glasscheibe bereinigt wurde.

Bei der Diskussion über die Namensgebnung dieses - wie man heute sagen würde - Hybridprodukts aus Coupé und Cabrio war rasch klar, dass das offene Gefährt nach einer Rennstrecke heißen sollte. Le Mans und Monza waren vergeben, blieb die Targa Florio. Ein Vorschlag lautete, ihn „Flori“ zu nennen. Abgelehnt. Der damalige Porsche-Inlandsverkaufschef sagte so nebenbei: „Warum nicht nur Targa?“ Das war’s.


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