ÖBB investieren heuer 603 Mio. Euro in die Ostregion

ÖBB investieren heuer 603 Mio. Euro in die Ostregion

Die ÖBB investieren heuer 603 Mio. Euro in Bauarbeiten an Strecken und Bahnhöfen in der Ostregion. Aufgrund von Umbauten müssen sich Fahrgäste auf einige Sperren einstellen. Bis 2021 sollen rund 3,7 Mrd. Euro in Vorhaben in Niederösterreich, Wien und im Burgenland fließen, kündigte Franz Bauer, Vorstandsdirektor der ÖBB-Infrastruktur AG, bei einer Pressekonferenz in St. Pölten an.

Einen Schwerpunkt legen die ÖBB auf die Modernisierung von Bahnhöfen, 2016 werden etwa jene in Hollabrunn und Wien-Penzing fertiggestellt. Außerdem starten die Bauarbeiten in Tulln. Seit 2010 wurden laut Bauer österreichweit 170 Bahnhöfe modernisiert, davon 70 in der Ostregion - darunter St. Pölten, Melk und Marchegg. Bis 2025 sollen weitere 100 österreichweit umgebaut werden, davon ein Großteil im Osten.

Außerdem seien heuer 1.500 weitere Park & Ride-Stellplätze für Pkw und 700 für Fahrräder in der Ostregion geplant, sagte Bauer. Allein am Parkdeck Baden sollen 560 Auto- und 300 Fahrradplätze dazukommen, auch in Bruck an der Leitha wird die Anlage fertiggestellt. Derzeit gebe es 32.500 Park & Ride-Stellplätze für Autos in Niederösterreich, Wien und im Burgenland.

Auf der Weststrecke sei der viergleisige Ausbau abgeschlossen, sagte Bauer. Die Güterzugumfahrung St. Pölten soll Ende 2017 in Betrieb genommen werden und die bestehende Strecke entlasten. Um die Umfahrung an die Neubautrasse zwischen Wien und St. Pölten anzudocken, werde die Hochleistungsstrecke im November für fünf Tage gesperrt, kündigte der Vorstand an. Auf der Weststrecke im Wienerwald werde es im Sommer zu Einschränkungen kommen, weil zwei Tunnel saniert werden müssten. In den Sommerferien sei zudem mit Sperren entlang der Schnellbahnlinien S2 und S7 zu rechnen.

Auf der Südbahn wird die Semmering-Bestandsstrecke aufgrund von Sanierungsarbeiten von Ende März bis 21. April gesperrt. Zudem erfolgt er Startschuss auf der Pottendorfer Linie - der viergleisige Ausbau zwischen Wiener Neustadt und Wien soll die Südstrecke entlasten. Die Fertigstellung wird für Ende 2022 angepeilt.

Beim Projekt Semmering-Basistunnel machen die ÖBB von ihrem Fortbetriebsrecht Gebrauch, sagte Bauer: "Wir können die Arbeiten ohne Unterbrechung weiterführen." Das Verwaltungsgerichtshof (VwGH) hatte die Bewilligung nach dem niederösterreichischen Naturschutzgesetz im Dezember aufgehoben. Nun ist wieder das Bundesverwaltungsgericht am Zug, das das Verfahren zur Bewilligung fortzuführen hat. "Wir gehen davon aus, dass das im Frühjahr abgewickelt ist", sagte der Vorstand.

Auf der Oststrecke wird heuer der Ausbau Wien - Bratislava über Marchegg gestartet, für den 500 Mio. Euro vorgesehen sind. Bis 2018 sollen der zweigleisige Ausbau und die Elektrifizierung beendet sein. Auf der Nordstrecke sollen alle Bahnhöfe modernisiert und frequentierte Eisenbahnkreuzungen durch Unterführungen ersetzt werden, kündigte Bauer an.

Das neue Güterzentrum Wien-Süd soll im Herbst in Teilbetrieb gehen. Für den Güterhauptbahnhof mit Anbindung an Südstrecke und Schnellstraße S1 sind Investitionen von insgesamt 300 Mio. Euro vorgesehen.

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