Škoda setzt den Octavia unter Strom

Der Škoda Octavia, eines der beliebtesten Firmenautos und Herzstück der Marke, erhält drei neue sparsame Antriebe: Einen Plug-In-Hybrid, einen Mild-Hybrid und ein neues Modell mit Erdgas-Antrieb.

Škoda setzt den Octavia unter Strom

Der Škoda Octavia ist nun erstmals auch als Plug-In- und Mild-Hybrid erhältlich.

Der Škoda Octavia, das Herz der Marke, ist ab sofort auch elektrifiziert erhältlich. Zwar ist mit dem Kleinwagen Citigo iV bereits sei dem Vorjahr bereits ein strombetriebener Skoda auf den Straßen unterwegs, aber um die vorgeschriebenen C02-Ziele zu erreichen, braucht es ein Modell, das höhere Stückzahlen mit keinem oder minimalem klimaschädlichen Ausstoß verkauft. Da ist die Ausgangslage für den beliebten Octavia, der für ein Drittel aller Zulassungen der Marke verantwortlich ist, wie geschaffen. Seit seinem Debüt 1996 sind mehr als sieben Millionen Octavia vom Band gelaufen.

Nachdem VW, vor wenigen Wochen mit dem ersten der sogenannten I.D.-Modell, den Startschuss für eine neue Generation an Elektroautos gegeben hat, legt nun mit Skoda die zweite Konzerntochter von VW beim Elektroantrieb kräftig nach. Vorerst mit drei alternativen Antriebsvarianten für den Octavia: als Plug-in-Hybrid (iV), Mild-Hybrid (e-TEC) und mit Erdgas (G-TEC).

Plug-In mit bis zu 60 Kilometer Reichweite
Der Plug-in-Hybridantrieb des Octavia verfügt über eine elektrische Reichweite von bis zu 60 Kilometer. Neu bei Škoda ist die Bezeichnung e-TEC für die erstmals eingesetzte Mild-Hybrid-Technologie. Dabei werden TSI-Benzinmotoren mit einem 48V-Startergenerator und einer 48V-Lithium-Ionen-Batterie elektrifiziert. Der G-TEC nutzt Erdgas (CNG), durch dessen Verbrennung die CO2-Emissionen gegenüber dem Benzinbetrieb um rund 25 Prozent geringer sind.

Sport-Plug-In beschleunigt schneller als der Benziner
Im sportlichen Octavia RSiV stehen eine Systemleistung von 180kW (245 PS) und ein maximales Drehmoment von 400 Newtonmeter bereit, um ordentlich auf die Tube zu drücken. Im Sport-Modus beschleunigt der RS iV in 7,3 Sekunden von 0 auf 100km/h und schafft es bis zu 225 km/h durch die Landschaft zu donnern. Beim Spurt von 80 auf 120 km/h ist das sportliche Plug-In-Modell um 2,2 Sekunden schneller als das gleichwertige Benzinzmodell. Für Dynamik beim RS-Modell sorgen Progressivlenkung und Sportfahrwerk.

Nur 30 g/km C02-Ausstoß - in knapp vier Stunden 80 Prozent geladen
Die CO2-Emissionen der beiden Plug-In-Hybrid-Varianten liegen bei rund 30g/km, womit auch die künftige Abgasnorm Euro 6d erfüllt ist. Der Akku lässt sich an einer haushaltsüblichen Steckdose oder einer Wallbox aufladen. An der 230V-Steckdose lädt der Akku innerhalb von 3.45 Stunden von 0 auf 80 Prozent auf und bereits nach 5:00 Stunden liegt der Ladestand des Akkus wieder bei 100 Prozent.

Bis zu 140km/h nur im E-Modus
Im E-Modus sind die beiden Plug-In-Hybrid-Modelle iV und der RSiV rein elektrisch unterwegs und können eine Leistung von 85kW (115 PS) abrufen und in diesem Modus bis zu 140 km/h. fahren. Ansonsten steht im Hybrid-Modus permanent eine Leistung von 110kW (150PS) zur Verfügung. Die maximale Systemleistung von 150kW (204PS) im iV und 180kW (245PS) im RS iV wird abgerufen, wenn das Gaspedal komplett durchgedrückt wird (Kickdown) oder das Fahrprofil Sport ausgewählt ist.

Mild-Hybrid bringt elektrischen Boost
Die beiden e-TEC-Modelle setzen als erste Modelle der Marke auf eine Mild-Hybrid-Technologie. Diese steckt in einem TSI Dreizylindermotor mit 81kW (110PS) und einem TSI-Vierzylinder mit 110kW (150PS), beide ausgestattet mit einem 7-Gang-Automatikgetriebe und eine 48V Lithium-Ionen-Batterie. Der Akku wird ausschließlich über die Rückgewinnung von Bremsenergie geladen. Die Mild-Hybrid-Technologie dient dazu, den Motor bei Bedarf mit einem elektrischen Boost von bis zu 50 Newtonmeter zu versorgen und den e-TEC-Modellen das „Segeln“ mit komplett abgeschaltetem Motor zu ermöglichen. Auf diese Weise werden auf 100 Kilometer bis zu 0,4 Liter Kraftstoff eingespart.

Neu aufgelegter Octavia mit Erdgas
Wie bereits die Vorgängergeneration ist auch der neue Octavia in einer G-TEC-Version mit Erdgas (CNG) erhältlich. Der 1,5-TSI-Motor leistet dieser 96kW (131PS) und ist mit Turbolader ausgestattet. Die Verbrennung von Erdgas ist um rund 25 Prozent umweltfreundlicher als bei einem Benziner. Im CNG-Modus verbraucht der Tscheche kombinierten 3,6 - 4,5kg/100km Erdgas. Im Tank haben 17,33 kg Platz und ermöglicht so eine Reichweite von bis zu 500 Kilometer. Ein Benzintank mit einem Volumen von neun Litern und einer zusätzlichen Reichweite von 190 Kilometer soll davor schützen auch ohne eine Tankstelle in der Nähe nicht auf der Strecke zu bleiben.

2021 kommt ein komplett neu entwickeltes E-Modell
Im kommenden Jahr soll die Elektro-Zukunft von Škoda mit dem Enyaq, ein von Grund auf neu konstruiertes Elektromodell, so richtig an Fahrt gewinnen. Das Modell, eine Mischung aus Kombi und SUV, soll in fünf Versionen mit Reichweiten zwischen 340 und 460 Kilometer, ausgestattet mit Elektromotoren ab 109 kW(150 PS) bis 225 kW (300 PS) erhältlich sein. Das Top-Modell, ein RS, dreht bis zu Tempo 180 km/h hoch. Das Einstiegsmodell soll unter 40.000 Euro kosten. Zu den Händlern soll das Modell ab Sommer nächsten Jahres rollen.

Wiener Fahrrad-Abo-Anbieter EDDI Bike expandiert

Ein Bike monatlich abonnieren, statt zu kaufen, ist der neue …

Tesla-Chef Elon Musk besucht die neue Fabrik in Berlin

Elon Musk eröffnet Tesla-Fabrik in Deutschland

Nach gut zwei Jahren Bauzeit hat der E-Auto-Hersteller Tesla seine erste …

Spritpreise: Teurer Treibstoff für Auto-Gesamtkosten wenig relevant

Treibstoff, Benzin oder Diesel, ist aktuell etwa doppelt so teuer wie …

Fahrzeugmontage bei der Volkswagen Group RUS in Kaluga

Ukraine-Krieg setzt Europas Autohersteller unter Druck

Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine und die Wirtschaftssanktionen …