Neue Berechnungsmethode: So zahlen Sie weniger Sachbezug

Privat genutzte Dienstwagen können den Nutzern teuer kommen. Doch nun ermöglicht eine neue Verordnung den Sachbezug in bestimmten Fällen zu senken. Auch beim Sachbezug für Vorführwagen kommt man den Dienstnehmern entgegen, zumindest bei einer Branche.

Neue Berechnungsmethode: So zahlen Sie weniger Sachbezug

Die monatlichen Steuern, also der Sachbezug, auf privat genutzte Dienstwagen, sind mitunter so hoch, dass es sich fast schon lohnt selbst ein Auto auf Raten zu kaufen, statt das Geld dem Staat zu schenken. Nun zeigt sich der Fiskus in zwei Bereichen jedoch milde.

Finanziellen Beiträge des Dienstnehmers fließen nun in die Berechnung mit ein
Für all jene, deren Dienstwagen in der Anschaffung mehr als 48.000 Euro kostet, und laufende Kostenbeiträge aus ihrer eigenen Tasche leisten, kommt die Finanz nun entgegen. Laut einer geänderten Verordnung für den Sachbezugswert müssen nun sehr wohl die monatlichen Kostenbeiträge des Arbeitnehmers für die Berechnung des Sachbezugs berücksichtigt werden. Erst von dieser reduzierten Basis ist dann der Sachbezug zu berechnen. Gegen die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtshof wurde allerdings Revision eingebracht.

Bisheriges Vorgehen war falsch
Die bisherige Praxis, das bei Anschaffungskosten höher als 48.000 Euro, dass selbst dann der höchstmögliche Sachbezug abzuziehen ist, wenn Kostenbeiträge geleistet werden, hat das Bundesfinanzgericht als falsch eingestuft. So haben Kostenbeiträge durch den Arbeitnehmern bei teuren Firmenautos bisher den Sachbezug nicht oder nur teilweise reduziert.

Berechnungsbeispiele alt und neu ab Anschaffungskosten über 48.000 Euro
Bisherige Berechnung des Sachbezug:
55.000 Euro x 2% = 1.100 Euro abzüglich eines Kostenbeitrag 150 Euro. Ergibt einen Sachbezug von 950 Euro.

Neue Berechnung des Sachbezug:
55.000 Euro x 2% = 1.100 Euro, bei einem maximalen Sachbezugswert 960 Euro abzgl. Kostenbeitrag 150 Euro, ergibt einen Sachbezug von 810 Euro.


Einmalige Kostenbeiträge werden wie bisher zuerst von den tatsächlichen Anschaffungskosten abgezogen, davon wird der Sachbezugswert berechnet (1,5% oder 2%). Erst im Anschluss wird der Maximalbetrag berücksichtigt.

Damit reagiert die Finanzverwaltung auf eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtshofs, dass laufende Kostenbeiträge des Dienstnehmers auch dann, wenn die Anschaffungskosten eines Autos 48.000 Euro übersteigen, erst vom höchstmöglichen Sachbezugswert abzuziehen sind.

Einmalige oder laufende Kostenbeiträge
Grundsätzlich gilt: Die Höhe des Sachbezugs kann durch den Arbeitnehmer beeinflusst werden, entweder in dem ein einmaliger Kostenbeitrag oder laufende Kosten getätigt werden. Laufende Kostenbeiträge werden vom monatlichen Sachbezug abgezogen, Spritkosten sind davon jedoch ausgenommen. Bei einmaligen Kostenbeiträgen zu den Anschaffungskosten des Fahrzeuges können Dienstnehmer mit Firmenwagen wählen, ob der Kostenbeitrag auf acht Jahre verteilt bei der laufenden Sachbezugsbewertung abgezogen oder ob der Sachbezugswert von vornherein von den gekürzten Anschaffungskosten berechnet wird. Als Sachbezug kann der Wert nach der günstigeren Variante angesetzt werden.

Berechnungsgrundlage für Vorführwagen von Autohausmitarbeitern werden gesenkt
Der Fiskus zeigt sich auch noch in einem anderen Bereich, auf das der Sachbezug angewendet wird, nachsichtig. Nämlich bei Vorführkraftfahrzeugen, die Autohändler ihren Mitarbeitern zur privaten Verwendung überlässt. Seit dem 1. Jänner 2020 sind nur noch die um 15 Prozent erhöhten tatsächlichen Anschaffungskosten zuzüglich Umsatzsteuer und Normverbrauchsabgabe für die Berechnung des Sachbezugswertes anzusetzen. Bisher musste ein höherer Wert von 20 Prozent angenommen werden.

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