Mit dem Opel Astra Sports Tourer durch die Südsteiermark

Mit dem Opel Astra Sports Tourer durch die Südsteiermark

Der neue Opel Astra Sports Tourer ist ab sofort im Handel erhältlich.

Mit dem neuen Opel Astra an der südsteirischen Weinstraße: Einspritzer, einmal anders.

Opel will beeindrucken. Das merkt man beim neuen Modell, dem Astra Sports Tourer, mit jeder Faser. Zu viel steht für den noch vor acht Jahren dem Tode geweihten deutschen Autohersteller auf dem Spiel. Die Hersteller wollen nach unzähligen Jahren in denen sie Verluste schreiben, noch heuer in die Gewinnzone fahren. Und der Astra Sports Tourer soll es richten. Ist der Astra-Kombi mit einem Anteil von 23 Prozent am Gesamtabsatz doch das wichtigste Modell der Marke.

Dass die Rüsselsheimer das Verlierer-Image abschütteln können, haben sie bereits beim Kleinwagen Adam und dem Kompakt-SUV Mokka bewiesen. Nur beim klobigen Insignia gelang die Image-Wende bisher nicht.

Jetzt steht also der Astra Sports Tourer am Start. Er will seinen schweren Vorgänger und geringem Platzangebot vergessen lassen. Was dank neuer Architektur definitiv schon mal gelungen ist. Der Tourer ist um rund 130 Kilo leichter und bietet deutlich mehr Platz als der Vorgänger.

Das Ladevolumen des Vorgängers mit 500 bis 1.550 Liter war für die Fahrzeuglänge nicht gerade üppig. Jetzt fasst das Gepäckteil immerhin 540. 1.630 Liter und somit 80 Liter mehr als früher, wenn die Lehnen per Fernentriegelung zur (fast) ebenen Ladefläche einklappen.

Premiumsitze mit Massagefunktion

Nicht nur zum Laden ist genug Platz, auch zum Sitzen. Sowohl in der ersten als auch in der zweiten Reihe können sich Erwachsene bequem ausbreiten. Gegen Aufpreis gibt es zertifizierte ergonomische Sitze. Das erfordert allerdings eine Investition in Höhe von zusätzlichen 480 Euro. Ausgaben bei den man nicht sparen sollte, denn die Sitze sind wirklich gut. Überhaupt bietet der Kombi für jedermann einiges mit dem man sich verwöhnen lassen kann und bei anderen Massenherstellern vielfach gar nicht angeboten werden. Dazu zählen etwa Sitze mit Massagefunktion. Die gibt es im Paket mit den ergonomischen Sitzen gleich dazu.

Leichtfüßig und effizent

Der neue Astra wurde völlig neu und in Leichtbauweise konstruriert. Das Gewicht von Karosserie und Chassis ist um 135 Kilo gesunken. Nach der Abspeckkur fährt sich der Kombi auch deutlich agiler. Bremsen und Lenken ist so auch leichter als beim Vorgänger. Das geringere Gewicht wirkt sich auch auf den Verbrauch aus: Bei der Testfahrt waren es nur 6,1 Liter auf 100 km/h.

Auto des Jahres

Der neue Opel Astra Sports Tourer geht mit viel Vorschußlorbeeren an den Start: Aufgrund seiner zahlreichen Technikneuheiten wurde es zum Auto des Jahres gekürt, der wichtige deutsche Preis, das Goldene Lenkrad und der Marcus-Preis ging ebenfalls an den neuen Lademeister.

Powerkombi mit BiTurbo

Der neue Sports Tourer will vor allem mit Technikdetails Eindruck machen. Das fängt schon bei der neuen Diesel-Motorengeneration an. Die Motoren sind kleiner, kompakter und leichter: Zugleich sind sie kräftiger und sparsamer: So wurde der 1.6 BiTurbo CDTI mit 160 PS ausgestattet. Dazu kommen neue Turbos. Das so entstandene Kraftpaket beschleunigt von Tempo 80 auf 120 laut Hersteller um bis zu 28 Prozent schneller als zuvor.

Normalerweise findet man BiTurbo-Motoren, also zwei Turbos, in PS-starken Karossen wie dem Audi Avant RS mit 400 PS. Der Extra-Turbo ist allerdings in diesem Fall dem Downsizing geschuldet. Denn erstmals ist der Kombi mit nur 3-Zylinder erhältlich. Und mit einem Zylinder weniger und nur einem Turbo wäre eine gleichmäßig kraftvolle Beschleunigung wohl eine schwierige Übung. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 220 PS.

Komfortables Fahrwerk, direkte Lenkung auf Knopfdruck

Opel soll, so predigt es die Führungsriege, in erster Linie Fahrspaß vermitteln. Optisch sichtbar wird das am besten durch den Sport-Knopf. Der ist nicht nur reine Makulatur. Ein Knopfdruck und schon wird die Lenkung direkter, die Gasannahme spontaner. Am Fahrwerk ändert sich damit aber nichts. Das ist auch gut so, denn das ist ohnehin gut austariert. Eine unnötig harte Federung bleiben einem so erspart.

Adaptive LED-Matrix-Licht: Ein Highlight

Eines der neuen Wunderwerk der Technik in der Branche ist Matrix-Licht. Nicht viele Modelle verfügen bereits darüber. Nun zieht Opel nach dem Astra mit dem Astra Sports Tourer nach. Das Speziallicht bietet je nach Umgebung ein eigenes Licht für die Stadt, die Autobahn, die Landstraße sowie statisches Kurvenlicht, ein eigenes Licht fürs Abbiegen, beim Parken und berücksichtigt beim Fahren vorausfahrende und entgegenkommende Verkehrsteilnehmer. Das Opel-Matrix-Licht leuchtet die Straßen um 40 Meter weiter aus als die bisherige Technik. Die Gesamtreichweite: 350 Meter. Der kleine Minicomputer, der das Licht steuert kostet für den Sports Tourer 1.150 Euro.

Überhaupt investieren Astra-Käufer gerne und greifen laut Opel-Österreich-Chef Alexander Struckl großteils zu den höheren Ausstattungslinien, die unter anderem auch den Telematikdienst "OnStar", Nebelscheinwerfern sowie Rückfahr- und Frontkamera aufwarten. Verkehrschilderkennung, Spurhaltehelfer oder den Parkassistent betreffen.

Der Opel Astra Sports Tourer ist ab sofort im Handel erhältlich. Der Einstiegspreis beträgt 17.090 Euro. Der getestete 1.6 BiTurbo CDTI Ecotec mit 6-Gang-Getriebe und 160 PS startet bei 27.290 Euro.

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