Mazda CX-3-Test: Hoch zu Ross im Kleinformat

Mazda CX-3-Test: Hoch zu Ross im Kleinformat

Der Mazda CX-3 ist nach dem klassichen Mazda 3 das meistverkaufte Modell von Mazda in Österreich. Trend.at hat getestet, was an dem Kompakt-SUV dran ist.

Im Kampf um das Boom-Segment Mini-SUV schenken sich die Hersteller nichts. Die wollen vor allem mit niedrigen Preisen die Kundschaft für sich erwärmen, die anderen mit Designelementen und höheren Qualitätsansprüchen. Für letzteres sollte man bereit sein rund 1.000 bis 1.500 Euro mehr zu zahlen – mindestens. Zu letzterer Gruppe zählt Madza mit dem CX-3, der bei 18.490 Euro startet.

Nichts wackelt, nichts scheppert

Doch ist der Preis gerechtfertigt? Der Japaner unterscheidet sich bei Material und Designdetails wohltuend von den vielen Billig-SUVs, die sich am Markt tummeln. Nichts wackelt, nichts scheppert, kein billig blinkendes Plastik stört den Blick. Im Gegenteil, die Testvariante weist klare Insignien eines Premium-Modells auf. Die Cockpit-Verkleidung aus feinstem Leder, mit derzeit hochmodisch abgesteppter Naht versehen, alles im trendigen Bicolour. Die Sitze, ebenfalls zweifarbig in Leder gehalten, tadellos verarbeitet, erweisen sich selbst nach stundenlanger Fahrt als wohltuende Begleiter. Die Griffe an der Innentür, bei günstigen Modellen, immer wieder eine Beleidigung für das Auge, sind beim Mazda ein Genuss anzuschauen. Mattes Chrom, edel geschwungen – ein lebhaftes Zeugnis für die Liebe zum Detail.

Außen hui, innen ebenso.

Kleiner Wagen auch für große geeignet

Innen hat man in der ersten Reihe mehr Platz als man glaubt. Wenn zwei Kraftlackel aber schon schnell einmal Schulter an Schulter im Wagen sitzen, aber selbst Menschen mit Gardemaßen müssen sich sowohl bei Kopf als auch bei Kniefreiheit nicht eingeschränkt fühlen. Wer sich hinterm Volant allerdings richtig ausbreiten will, dem sei die nächste Größe, der CX-5, ans Herz gelegt. Doch wer weder über das nötige Budget verfügt, noch das Bedürfnis hat, sich groß bequem zu machen, fährt mit der Kleinvariante durchaus gut. Am hinteren Rang zwingt die flotte Coupé-Linie größere allerdings zum Kopfeinziehen.

Schwächen des Head-Up-Displays

Eine Schwachstelle ist das Head-Up-Display. Das liegt daran, dass die Daten nur auf ein kleines Täfelchen eingespiegelt werden und direkt auf dem Cockpit aufsetzten und nicht wie bei vielen Premiummodellen leicht sichtbar direkt auf die Scheibe projieziert werden. Dafür kostet der Mazda aber auch deutlich weniger. Mit der Technik hinter dem Sieben-Zoll-Touchscreen ist die Anbindung an das Smartphone ein Kinderspiel. Bluetooth, CD-Spieler, SD-Kartenslot, USB-Anschluss, Digitalradio – alles da.


Echtes SUV-Gefühl kommt beim Mazda CX-3 zwar keines auf, aber mal ehrlich, damit rechnet ohnehin niemand. Man sitzt höher und sieht dabei auch noch sportlich aus. Zweck erfüllt. Allrad gibt es optional, doch für den Hausgebrauch reicht der zweirädrige Vorderantrieb völlig.

Praktische Bedingung des Multi-Media-Systems

Wichtiger Hinweis, ob ein Auto etwas taugt und zu den optischen Bringern zählt, ist heutzutage nicht nur die Form des geschwungenen Blechs und die Verarbeitung von Steuerknüppel und Sitzen, sondern Qualität und Optik des Multi-Media-Bildschirms. Ist der popelig und klein, ahnt selbst der unbedarfteste Mitreisende, dass wohl auch unter der Haube nicht viel los ist. Die ie Übung ist gelungen. Bluetooth, CD-Spieler, SD-Kartenslot, USB-Anschluss, Digitalradio – alles da. Wie etwa bei BMW ist man nicht auf den Touchscreen angewiesen, sondern kann nahe dem Schaltknüppel während der Fahrt ohne Blick nach unten zwischen den verschiedenen Einstellungen wechseln.

Motor und Getriebe in Harmonie

Doch kann der Mazda CX-3 mehr als nur gut aussehen? Überholmanöver schafft der CX-3 locker. Selbst wenn es einen Lkw zu putzen gilt, geht dem Japaner nicht so schnell die Luft aus. Die Beschleunigung von 80 auf 120 km/h schafft er in 10,8 Sekunden. Ähnlich lange dauert es von Null auf 100. Andere Kompakt-SUV brauchen dafür nicht selten eine Spur länger. Der Motor ist drehfreudig und die Gänge kurz und knackig zu schalten. Der Komfort bei Federung und Dämpfung auf holprigen Straßen ist zwar ausbaufähig, dafür nimmt der Kleine lange Wellen souverän auf. Eine Sportskanone sollte man aber trotzdem nicht erwarten, auch wenn die Anordnung der Messinstrumente im Cockpit genau das vermitteln will. So ist der Drehzahlmesser deutlich größer als der Geschwindigkeitsmesser. Doch eine entspannt-zurückhaltende Form der Fortbewegung, bei dem Motor und Getriebe harmonisch zusammenspielen, ist für viele ohnehin ausreichend.

Sparen oder Luxus?

Zuviel Lametta sollte man sich zur Grundausstattung allerdings nicht bestellen, sonst wird auch ein kleiner SUV zum teuren Spaß. Die Basisversion ist ab knapp 18.500 Euro zu haben, für den trend.at-Testwagen muss man allerdings schon 30.390 Euro auf den Tisch legen. Schon alleine das schicke Mazda-Rot kostet 600 Euro. Auch andere nützliche Helferleins Einparkhilfe, adaptives Kurvenlicht, 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, Head-Up-Display, Bremsassistent und beheizbare Vorsitze läppern sich.

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