Magna Steyr stellt 3.000 neue Mitarbeiter ein

Mercedes lässt sein Erfolgsmodell, die G-Klasse, weiter bei Magna Steyr in Graz bauen.

Von der Nische zum Verkaufshit: Statt ein paar tausend Stück, soll die Mercedes G-Klasse, ab 2018 in großer Stückzahl vom Band laufen.

Magna Steyr in Graz plant seine Produktion massiv auszuweiten. Vor allem Mercedes will seine Produktion bei Magna steigern. Auch BMW und Rover sorgen Dank neuer Aufträge für hohe Investitionen in Graz.

Die Mercedes G-Klasse sorgt bei Magna Steyr in Graz wieder für Aufregung. Diesmal wird nicht wie etwa 2008 oder 2012 das Ende der Produktion befürchtet, sondern der massive Ausbau der G-Klassen-Produktion nun in konkrete Zahlen gegossen. So sollen ab 2018 ganze 200.000 Einheiten vom Band laufen. Zum Vergleich: 2011 verließen erst rund 7.200 Stück davon das Werk.

Zwei weitere wichtige Magna Steyr Kunden, BMW und Jaguar Land Rover, wollen ab 2017 richtig Gas geben. Sie haben von den beiden Herstellern neue Aufträge an Land gezogen und investieren auch deshalb in die Erweiterungen der Produktionsanlagen.

Bis Juli sollen zwei Hallen, in denen bisher die auslaufende Mini-Produktion erfolgte, erweitert werden. Zudem entstehe ein Verbindungstunnel. Bis Oktober soll ein deutlicher Zubau beim Karossenhaus abgeschlossen sein. Eine neue Lehrwerkstatt sowie der Betriebskindergarten wurden bereits im Vorjahr fertiggestellt.

Neben den baulichen Maßnahmen - sie sollen eine halbe Milliarde Euro ausmachen, Magna selbst spricht von einem "ordentlichen dreistelligen Millionenbetrag" - sucht der Autobauer weiter nach Mitarbeitern: Rund 3.000 neue Arbeitskräfte werden in den kommenden beiden Jahren benötigt. Laut Magna-Europa-Präsident Günther Apfalter ist die Produktion über Jahre hinaus mit "guter Auslastung" gesichert.

Kommt auch noch das Google-Auto aus Graz?

Die Expansionspläne könnten noch nicht das Ende der Fahnenstange bedeuten. Gerüchten zufolge soll Google sein iCar bei Magna in Graz bauen wollen. Eine vom US-Konzern installierte Konzeptgruppe soll in einem ersten Schritt mit rund 20 Experten soll bereits daran tüfteln.

Schon vor einem Jahr, im Februar 2015, hatte es in Medien geheißen, dass Apple-Manager in Graz gewesen seien, um mit Magna über die Fertigung eines Elektro-Autos zu sprechen. Damals wie heute gab es von Apple dazu keinen Kommentar. Magna hat Gespräche bisher nicht dementiert.

Baut Magna ab 2019 das iCar?

Laut "FAZ" soll das iCar 2019 oder 2020 als Kleinwagen auf den Markt kommen und zum Carsharing angeboten werden.

Deutschen Datenspezialist zugekauft


Ein weiterer Expansionsschritt wurde bereits getätigt. So soll die deutsche Firma Telemotive AG, nach der kürzlich erfolgten Übernahme durch Magna Steyr, in das Unternehmen integriert werden. Die Wettbewerbsbehörden müssen dem Kauf noch zustimmen, bis Mitte Mai soll alles unter Dach und Fach sein.

Die deutsche Telemotive ist auch Elektronik für Autos spezialisiert und stellt etwa sogenannte Datenlogger zum Speichern bestimmter Daten her. Das Unternehmen, das rund 600 Mitarbeiter beschäftigt, setzte vergangenes Jahr etwas mehr als 40 Millionen Euro um. Das Unternehmen ist in Besitz mehrere Anteilseigner, die alle ihre Aktien an Magna abgeben. Die fünf Standorte in Deutschland sollen erhalten bleiben.


Von Assistenzsystemen bis hin zum autonomen Fahren, die Komplexität der Fahrzeugelektronik nehme stetig zu, sagte ein Sprecher von Magna Deutschland.

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