Mazda: Die Wachstumspläne für Österreich

Österreichstart für den Mazda MX-5 RF

Der Österreich-Start für das neuen Hardtop-Roadster-Modell MX-5 RF ist Ende März 2017. Preis: ab 31.390 Euro.

Kompakter, offener Roadster

Der MX-5 wiegt mit Hardtop nur 45 kg mehr als das Pendant mit Stoffdach.

Mazda ist im Vorjahr über dem Branchenschnitt gewachsen und will heuer in angestammten und neuen Bereichen weiter zulegen. Welche neuen Modellen 2017 das Wachstum vorantreiben sollen und wie Mazda auf das neue Verkaufsverhalten der Kunden durch das Internet reagieren will.

Mazda präsentierte gestern Abend in einem prunkvollen Rahmen den neuen Roadster MX-5 RF (siehe Slideshow im Aufmacherbild). Die neue exklusive Variante des traditionellen Modells mit Stoffdach, zählt zu einen von mehreren Neueinführungen "die 2017 hohes Wachstumspotential versprechen", so der seit einem Jahr amtierende Mazda-Österreich-Chef Heimo Egger.

Großer Hoffnungsträger: Neuer Mazda CX-5

Im Geschäftsjahr 2017/18 will Mazda Österreich den Absatz um zehn Prozent auf 11.000 Autos erhöhen. Die Steigerungen sollen vom sportlichen Neustart des Cabrios MX-5 kommen, aber vor allem vom neu überarbeiteten SUV, dem Mazda CX-5 - eines der bestverkauften Modelle seiner Klasse. Die Auslieferung der neuen SUV-Generation beginnt ab Juni. Zusätzlich sollen der Verkauf durch eine Steigerung der Firmenkunden erzielt werden. Bisher eine Schwäche von Mazda. "Wir wollen Klein- und Mittelbetrieb, Einzelunternehmer und Start-ups ansprechen. Diese Zielgruppen passen auch gut zu unserer Marke", argumentiert Egger. Im kommenden Geschäftsjahr will Mazda so die Stückzahl von 600 auf 1.000 erhöhen.

Neue Mazda CX-5

Händler und Importeur haben fünf Millionen Euro investiert

Die Bilanz des neuen Mazda-Chef nach dem erstem Jahr: Mazda bilanziert mit Ende März 2017 in Österreich mit 296,9 Millionen Euro Umsatz. Der neue Mazda-Boss machte 2016 zu einem Jahr des Umbaus. Sowohl in die Infrastruktur als auch in die Verbesserung betriebswirtschaftlicher Kennzahlen. So haben alle 110 österreichischen Mazda Vertriebsstandorte ihre Betriebe außen und innen renoviert. Insgesamt wurden von der ganzen heimischen Mazda Organisation im vergangenen Jahr fünf Millionen Euro investiert. Mazda Austria modernisierte seine am Klagenfurter Importeurssitz sein Büros und das Lager.
Zum anderen gelang es die Effizienz der Händler zu steigern. Die Umsatzrendite der Mazda-Händler ist so in 18 Monaten auf 1,9 Prozent gestiegen. Die Hälfte der heimischen Mazda-Betriebe erwirtschaftete sogar eine Umsatzrendite von vier Prozent. Im Schnitt beträgt die Händlerrendite in der Branche gerade einmal ein Prozent.

Neuer Klein-SUV Mazda CX-3 unter den Top-3 seines Segments

Schon im abgelaufenen Geschäftsjahr lieferten SUVs einen wichtigen Ergebnisbeitrag. Mit 2.338 Neuzulassungen war der Klein-SUV Mazda CX-3 2016 hinter Opel Mokka und Renault Captur das drittmeist verkaufte Modell in diesem Segment. Als weiterer Stückzahlbringer startet von Mazda heuer am 9. Juni der neue CX-5, der pro Jahr für 3.000 Verkäufe gut sein dürfte, so die Schätzung von Egger. Mazda weitet die Produktion für den neuen CX-5 deutlich aus. Statt bisher ein Werk soll das neue Modell künftig in zwei Werken vom Band rollen, um die Nachfrage ohne Lieferengpässe bedienen zu können.

Mazda-App und Händler mit neuen digitalen Tools

Als zweiten Pfeiler der Wachstumsstrategie plant Egger die Digitalisierung des Unternehmens voranzutreiben. "Wir müssen auf das geänderte Verhalten der Konsumenten reagieren." So würden laut einer aktuellen DAT-Report, der das Verbraucherverhalten von Autokäufern analysiert, potentielle Käufer durch Informationen im Internet 20 Prozent der Kunden ihr Auto nicht mehr bei ihrem Stamm-Autohaus kaufen, sondern dort wo ihnen Auftritt und Angebot im Netz besser zusagen. 20 Prozent der Befragten gaben an, dass sie durch Informationen im Internet ihr Kaufabsicht verändert hat. Und das Online-Testberichte eine wichtige Grundlage ihrer Kaufentscheidung ist.

Um im Bereich Digitalisierung besser mitspielen zu können, plant Mazda heuer eine App auf den Markt zu bringen. Damit sollen Kunden oder potentielle Käufer mit coolen Videos angesprochen werden, bestehende Kunden zusätzlichen Service erhalten. So sollen die Serviceintervalle per App abrufbar werden und Werkstatt-Termine so einfach koordiniert werden können. Darüber hinaus werden im kommenden Jahr die Händler-Showräume verstärkt mit digitalen Tools aufgerüstet.

Wirtschaft

Volkswagen investiert 44 Milliarden Euro in Zukunftstechnologien

Wirtschaft

Porsche-Holding Chef Schützinger fordert "fairere" Besteuerung

Auto & Mobilität

Reality-Check: Eignet sich Ihr Streckenprofil für ein E-Auto?