5 Kardinalfehler beim Fuhrpark-Management

5 Kardinalfehler beim Fuhrpark-Management

Unternehmen managen ihre Fahrzeugflotte oft so nebenbei und wissen auch beim Kauf oft nicht warauf es ankommt. Dabei geht es dabei um richtig viel Geld.

Der Fuhrpark ist bei vielen Unternehmen ein großer Kostenblock, bietet jedoch häufig auch großes Einsparungspotential. Trend.at traf Nikolaus Engleitner, Chef von fleet consulting getroffen, und bat den Fuhrparkprofi aus seiner Erfahrung die größten Fehler der Unternehmen beim Managen von Firmenwagen aufzuzeigen.

Der österreichische Fuhrparkspezialist Fleet consulting hat nun ein 200 Seiten starkes Fuhrparkhandbuch in überarbeiteter Form aufgelegt. Das Nachschlagewerk bietet Informationen von Fahrzeugauswahl bis hin zur Laufzeitoptimierung, Tipps und Tricks der Profis und viele nützliche Adressen. Trend.at hat Nikolaus Engleitner, Chef von fleet consulting, deshalb gebeten, die fünf größten Kardinalfehler von Unternehmen beim Fuhrparkmanagement zu verraten.

Fehler 1: Beim Kauf die Gesamtkosten über die Laufzeit nicht im Blick haben

Der erste Fehler beginnt laut Einschätzung von Engleitner schon damit, dass Firmen beim Kauf ihrer Fahrzeuge nur auf die Anschaffungskosten achtet, aber die Kosten über den gesamten Lebenszyklus außer Acht lassen. Diese Kosten machen aber, nach Erfahrung von fleet consulting, rund 80 Prozent der Gesamtkosten aus. „Nicht selten wird so über die Laufzeit betrachtet, aus einem billig gekauften Auto letztendlich ein teures.“

Fehler 2: Firmenautos werden zu lange gefahren

In so mancher Firma werden die Fahrzeuge quasi zu Tode gefahren. "Doch da werden die über die Jahre immer stärker steigenden Wartungskosten nicht berücksichtigt. Vermeintliche Einsparungen bei Abschreibung und Wertverlust lösen sich so in Luft auf", gibt der Fuhrparkprofi zu bedenken. Der wirtschaftliche Totalschaden eines Fahrzeuges ist daher nicht erst Zeitpunkt, wann man das Auto tauschen sollte.

Fehler 3: Nutzer von Firmenautos haben zu viele Freiheiten

Auch wenn die private Nutzung von Firmenautos in gewissen Funktionen schon fast zum Standard gehört, handelt es sich immer noch einen Wagen, der im Eigentum der Firma steht. Engleitner: „Erstaunlicherweise gibt es aber viele Unternehmen, die die Nutzung von Handys umfassender regeln, als die von Dienstfahrzeugen.“ Nur dass Fuhrparkkosten einen wesentlich höheren Anteil an den Betriebsausgaben verursachen als Handys. „Fahrer und ihr Verhalten haben den bei weitem größten Einfluss auf die variablen Kosten eines Fuhrparkes.“ Dazu zählen Kosten bei Schäden, Verbrauch und Verschleiß.

Fehler 4: Umweltbewusstsein als Lippenbekenntnis

Wer glaubt, dass der grüne Gedanke bei der Wahl des Autos nur für das Marketing relevant ist, befindet sich auf dem Holzweg. „Langsam aber sicher schlagen sich ökologische Kriterien in harten Euros auf der Kostenseite nieder“, weiß Engleitner. Um die angestrebten Klimaschutzziele und Emissionsbeschränkungen zu erreichen, werden sich Umweltsünder auf vier Rädern finanziell immer mehr rächen.

Fehler 5: Verwaltung vergessen, nebenbei und wenig strategisch

Firmen, die ihre Fahrzeuge nur nebenbei verwalten, stellt Engleitner ebenfalls ein schlechtes Zeugnis aus. „Da ist davon auszugehen, dass die betroffenen Fahrzeuge schlecht gemanagt sind.“ Administrative Ressourcen werden vielmehr ab dem ersten Fahrzeug benötigt. Nicht zu selten fehlt es laut fleet consulting auch an einem strategischen Weitblick. Bei der Betrachtung der Fuhrparkgesamtkosten sollen aber auch die internen Verwaltungskosten nicht unter den Tisch fallen. „Diese machen oft gleich große Positionen wie Wartung, Versicherung oder Treibstoff aus“, weiß Engleitner.

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