Hyundai: Die Zukunft ist elektrisch und luxuriös

Hyundai: Die Zukunft ist elektrisch und luxuriös

Wandlungsfähig: Das neue Modell von Hyundai, der Ioniq, soll als Hybrid, Plug-in-Hybrid und rein elektrisch angeboten werden.

Nach Jahren des rasanten Wachstums kämpft Hyundai seit knapp zwei Jahren mit schwachen Zuwächsen. Hyundai-Österreich-Chef Hansjörg Mayr erklärt im Gespräch mit trend.at wie man mit ersten elektrifizierten Modellen und qualitativ hochwertigen SUV die Reiseflughöhe wieder steigern möchte.

Ein Modell, viele Möglichkeiten: Hybrid, elektrisch und Plug-in-Hybrid

Am Genfer Autosalon wird die Zukunft von Hyundai neu erfunden. Sie kommt in Form des neu entwickelten Modells, dem Ioniq, daher - das erste elektrifizierte Modell der Marke aus Südkorea. Es wird gleich in drei verschiedenen Antriebsvarianten erhältlich sein. Als Hybrid mit 141 PS Systemleistung, als Plug-in-Hybrid, dieses soll 50 Kilometer rein elektrisch fahren (105 PS) und als reines Elektroauto (120 PS), mit bis zu 250 Kilometer Reichweite. Die Markteinführung soll schrittweise erfolgen. Im dritten Quartal soll die Hybrid-Version des Ioniq in den Schauräumen stehen, im vierten Quartal das Elektro-Modell und 2017 die Plug-in-Variante, ein Auto mit Steckdosen-Anschluss.

In China schwach, in Österreich stark

Innovative und vor allem zugkräftige Modelle sind auch notwendig, denn der fünftgrößte Hersteller der Welt muss sich auf ein schwieriges Jahr einstellen. Dabei ist ausnahmsweise nicht Europa das Problem. So kämpfen die Südkoreaner mit einer sinkenden Nachfrage in China und anderen wirtschaftlichen Turbulenzen in Asien. Auch in den USA läuft es nicht reibungslos. Dort bremsen fehlende große SUV das Wachstum. Dem Autobauer ist es zwar im Vorjahr gelungen den Umsatz zumindest leicht zu steigern, der Gewinn schrumpfte aber dennoch um 15 Prozent. Schuld daran sind Währungsverluste und der steigende Konkurrenzdruck von Hauptkonkurrent VW.

Viertgrößte Marke in Österreich

Doch die Koreaner bleiben ehrgeizig - zumindest in Europa. Ihr Ziel ist es hier der größte asiatische Hersteller zu werden. Hyundai-Österreich-Chef Hansjörg Mayr: „In Österreich haben wir die Vorgaben sogar bereits übererfüllt.“ Unter allen Marken hat sich Hyundai hierzulande in wenigen Jahren mit rund 21.000 Neuzulassungen im Jahr 2015 auf Platz vier vorgearbeitet.

Im Vorjahr betrug der Zuwachs bei Neuzulassungen knapp sechs Prozent, wenn Hyundai auch stets zu jenen Herstellern mit überdurchschnittlich vielen Tageszulassungen zählt. Weltweit will man heuer über acht Millionen Autos verkaufen. Das ist allerdings weniger als geplant. Das Jahresziel lag ursprünglich bei 8,2 Millionen Stück.

Eigenes Luxuslabel

Hyundai will zudem auch im Geschäft mit hochwertigen Modellen mitmischen. Ab 2016 sollen unter dem Label Genesis weltweit Nobelautos vermarktet werden. Geplant sind sechs neue Modelle bis 2020. Diese sollen sich sowohl technisch als auch optisch deutlich von bisherigen Hyundai-Modellen unterscheiden. Möglich wären klassische Limousinen für Mittel-, Business- und Oberklasse und ein SUV. Marktstart ist zunächst in Asien und den USA geplant. Europa steht als letzte Region auf der Liste.

Tuscon für gehobenere Ansprüche

Dieses Jahr ruhen die größten Hoffnungen jedoch nach wie vor bei einem klassischen Modell. So setzt Hyundai-Österreich-Boss Mayr heuer stark auf den neu überarbeiteten Tuscon, der 2016 das erste volle Jahr erhältlich ist. Hyundai will mit diesem Modell den neuen Premiumanspruch unterstreichen. Der Preis in der Basisausstattung: 22.900 Euro. In der aktuellen Premium-Leasingaktion zahlt man monatlich ab 159 Euro.

Schnelles Klein-Coupé mit vielen Extras um 12.000 Euro

Auf hohes Interesse stößt, laut Mayr, neben dem Tuscon, das neue i20 Coupé aktiv. Der koreanische Polo-Konkurrent ist mit einem komplett neuen Motor ausgestattet und verfügt über einen 3-Zylinder-Motor mit Turbodirekteinspritzer. Das Mini-Coupé ist mit 120 PS eine echte Rakete. Mayr: "Vor allem im unteren Drehzahlbereich, also zwischen 1.500 und 4.000 Umdrehungen, entfaltet das Modell bereits seine volle Kraft. Mit zahlreichen Extras kostet das Modell im Schnitt nur rund 12.000 Euros."

Zukunftshoffnung II: Selbstfahrende Wasserstoff-Elektro-Auto

Besonders große Aufmerksamkeit widmet Hyundai jedoch dem ix35 Fuel Cell, dem ersten Wasserstoff-Auto von Hyundai. Das im Vorjahr erstmals in Österreich zugelassene Modell wurde hierzulande bisher zehn Mal verkauft. Die Reichweite von 600 Kilometer ist, verglichen mit vielen Elektroautos, überdurchschnittlich hoch. Unternehmen profitieren auch davon, weil die Mitarbeiter für dieses Modell keinen Sachbezug zahlen müssen. Derzeit forscht Hyundai am nächsten Entwicklungsschritt und testet erste selbstfahrende X35 Full Cell.

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