Hyundai plant erstes Auto-Abo Österreichs

Hyundai plant erstes Auto-Abo Österreichs

Autos im Abo: Bald auch in Österreich.

Trend exklusiv: Hyundai will in wenigen Wochen erstmals in Österreich Autos im Abo anbieten. Wie lange die Mindestdauer-Abo ist, wonach abgerechnet wird, wann der Start geplant ist und welche Modelle im ersten Schritt angeboten werden.

Warum nicht ein Auto einfach abonnieren, statt kaufen oder leasen? In Deutschland gibt es das bereits. In wenigen Wochen soll es auch in Österreich erstmals soweit sein. Keine finanzielle Langzeitverpflichtung, kein Risiko das falsche Auto zu kaufen oder beim Wiederverkauf draufzuzahlen. Es ist auch anders als Carsharing. Man muss nicht jedes Mal das Auto irgendwo abholen, man hat es für den gewünschten Zeitraum ständig für sich. Das hat was für sich.

Autofahren all inclusive für Private und Firmen
Das erste Unternehmen, das diese Möglichkeit in Österreich anbieten will, ist Hyundai. Der koreanische Autobauer ist, wie Hyundai-Österreich-Geschäftsführer Roland Punzengruber erklärt, gerade in der Endphase der Vorbereitungen. „Bis auf den Sprit werden alle Kosten für das Auto mit dem Monatsabo abgedeckt“, erklärt der Automanager. „Im Vergleich zu den monatlichen Vollkosten eines Autos im Eigenbesitz, werden die monatlichen Pauschalberträge äußerst wettbewerbsfähig sein. Der Kunde wählt ein Modell und die geplante Kilometeranzahl pro Monat.“, erläutert Punzengruber. Danach richtet sich der Preis.Die Mindestdauer für das Abo beträgt drei Monate. "Abonnenten haben die Möglichkeit, unterschiedlichste Modelle zu erfahren, eventuelle Lieferzeiten für ein bestelltes Fahrzeug zu überbrücken oder aber einen gewissen Spitzenbedarf an Fahrzeugen zu decken. Das Modell eignet sich für private Kunden wie auch Firmenkunden“, so der Automanager.

Preise in Deutschland: Kleinwagen um 350 Euro, Premiumkombi 1.330 Euro
In Deutschland sind Autos im Abo schon seit längerem möglich. Einer der Anbieter ist der Autoverleiher Sixt. Um einen ungefähre Idee zu bekommen, was so ein Abo kosten kann, haben wir uns die Sixt-Preise angesehen. So kostet ein Abo monatlich für einen VW Polo, einen Ford Fiesta oder einen Opel Corsa beispielsweise 349 Euro, zuzüglich einer Einmalgebühr. Für einen BMW 3er oder eine Mercedes C-Klasse sind pro Monat 869 Euro hinzublättern. Wer ein noch größeres Premiummodell anstrebt, wie den Audi A6 Avant oder den BMW 530 Touring, zahlt 1.329 Euro. Charmant ist auch das Angebot, für jede Saison ein anderes Fahrzeug zu wählen. Im Sommer ein Cabrio, im Frühjahr ein Coupé oder im Winter ein Kombi, oder einen SUV. So oder anders können sich Kunden ihr Autojahr zusammenstellen. All das ist jedoch deutschen Kunden vorbehalten, liefert aber eine Ahnung, was es auch hierzulande bald geben könnte.

Bis 2025 Millionen Abonnenten in Europa und den USA erwartet
Für Autos im Abo erwartet Punzengruber ein dynamisches Wachstum. „Dieses Geschäftsmodell wird massive Bedeutung erlangen“, ist der Hyundai-Manager überzeugt. Der Bedarf an flexiblen, unkomplizierten Lösungen sei hoch. Je nach Tätigkeit, Saison oder Insassen ein anderes Modell zu wählen, kommt den Bedürfnissen vieler Kunden besser entgegen, anstatt ein Auto für alle Gebrauchsfälle zu haben, das den Bedürfnissen der Kunden nicht immer gerecht wird. Nur dann ein Auto zu haben, wenn man es auch braucht und das in der gerade passenden Größe, kommt auch der Umwelt zu gute. Laut den Marktforschern von Frost & Sullivan hat der amerikanische und europäische Markt für Auto Abos bis 2025 ein Potenzial von mehr als 16 Millionen Fahrzeugen.

Elektroautos sollen die Abo-Vorreiter sein
Hyundai will seinen Abonennten wie der Manager meint eine „bunte Palette an Fahrzeugmodellen“ anbieten. In einem ersten Schritt sollen zunächst Modelle mit Elektroantrieb wie der Hyundai Ioniq, eines der meistverkauften Elektroautos seiner Klasse im Vorjahr, angeboten werden. Das Modell hat eine tatsächliche Reichweite von über 200 Euro. Würde man das Modell kaufen, müsste man mindestens 35.690 Euro auf den Tisch legen.


Mit einem Abo kann die Frage, ob ein Elektroauto meinem Fahrprofil entspricht, am Besten geklärt werden

Am 1. April geht es los
„Gerade mit dem Abo-Modell kann der Kunde die oft gestellte Frage, ob ein Elektroauto für mein Fahrprofil darstellbar oder nicht, am Besten geklärt werden. Eine mehrstündige oder auch eintägige Probefahrt wird dies nicht für jeden Kunden beantworten können, das Abo-Modell hingegen tut das und das ohne finanzielles Risiko", erläutert der Hyundai-Chef.
Start für das Auto-Abo ist mit 1. April 2020 geplant. Über www.hyundai.at sollen die Abonnenten dann das verfügbare Angebot abrufen können.

Dass das Auto-Abo Zukunft hat, glaubt man auch bei Cluno. Das Mobility- und FinTech-Unternehmen, das in Deutschland seit zwei Jahren Auto-Abos anbietet, hat kürzlich ein herstellerübergreifendes Auto-Abo lanciert. Der nächste Schritt wäre damit, zumindest dort, bereits getan, um das noch junge Geschäftsmodell auf eine bereitere Basis zu stellen.

Auto & Mobilität

Gebrauchtwagenmarkt: VW Golf verdrängt 3er BMW an der Spitze

Auto & Mobilität

E-Mobility: Die Batteriepläne der deutschen Autoindustrie

Auto & Mobilität

Volvo: SUV-Boom sorgt für Absatzturbo

Auto & Mobilität

"Die Marktanteile der Autohersteller werden ab 2020 neu gemischt"