Gebrauchtwagen: Alt und gerade besonders begehrt

Corona und hat den Automarkt kräftig durcheinandergewirbelt. Eine Folge davon: Ein Boom bei gebrauchten Autos. Die Gründe für den Preisschub, die Höhe des Preisanstiegs, die begehrtesten Fahrzeugklassen und welche Entwicklung absehbar ist.

Gebrauchtwagen: Alt und gerade besonders begehrt

Im Schnitt müssen Käufer von Gebrauchtwagen um 2.000 Euro mehr ausgeben als noch vor einem Jahr.

In den vergangenen Monaten hat sich bei Gebrauchtwagen ein ordentlicher Preisdruck aufgebaut. Die Gründe dafür und welche Fahrzeugklassen besonders gefragt sind.

Warum die Preise steigen

  • Die Angst vor der Ansteckung mit Corona hat die Menschen von Bussen und U-Bahnen ins eigene Auto flüchten lassen. Das hat im Vorjahr den ersten Nachfrageschub nach Gebrauchtwagen ausgelöst.
  • Geringes Angebot an jungen GebrauchtwagenGleichzeitig wurde das Angebot junger Gebrauchtwagen immer geringer. So haben viele Werksfahrer ihre Fahrzeuge während der Lockdowns nicht erneuert, jene, die ein Auto geleast haben, haben den Vertrag oft verlängert und Mietwagenfirmen sahen keinen Bedarf, ihre Flotten wie üblich zu erneuern. Damit geriet der Markt für junge Gebrauchte erheblich ins Stocken.
  • Ein weitere erstaunliche Entwicklung, befeuert durch die Pandemie: "Der zunehmenden Online-Autohandel und der damit verbundene erhöhte Bedarf in der Lieferbranche", sagt Robert Madas, Chef der Abteilung Autobewertung beim Autodatendienstleister Eurotax.
  • Lange Wartezeiten auf Neuwagen.Die Covid-Pandemie hat auch als Beschleuniger gewirkt: Durch das monatelange Herunterfahren der Produktion und fehlender Container für die Verschiffung derselben werden nun zu guter Letzt die Rohstoffe knapp und die Lieferketten reißen, wodurch derzeit für so manchen Neuwagen Wartezeit von bis zu zehn Monate und sogar mehr gestiegen sind, was viele dazu zwingt, statt eines neuen, einen Gebrauchtwagen zu kaufen.

Diese vier Faktoren sorgten hauptsächlich dafür, dass diese Gebrauchtwagen zu einem höchst begehrten Gut annonciert sind und Verkäufer dazu veranlasst, die Preise kräftig zu erhöhen.

Die Käufer sind aber auch bereit, dafür tiefer in die Tasche zu greifen.

Preisanstieg von 2.000 Euro in einem Jahr im Schnitt
Im Schnitt sind die Gebrauchtwagenpreise laut dem AutoScout24-Gebrauchtwagen-Preis-Index in Österreich gegenüber April des Vorjahres um rund 2.000 Euro gestiegen. Im Vormonat kosteten Gebrauchtwagen damit durchschnittlich 22.039 Euro. Im Vor-Coronajahr 2019 lag der durchschnittliche Gebrauchtwagenpreis um dieselbe Zeit bei nur 19.727 Euro.

Gebrauchte Luxusmodelle begehrt
Beliebteste Fahrzeugsegmente im April waren die Obere Mittelklasse und Sportwagen. Gebrauchte Oberklasseautos werden aktuell um durchschnittlich 55.014 Euro angeboten. Für gebrauchte SUV sollten im Schnitt 29.780 Euro eingeplant werden. Die beliebte Obere Mittelklasse ist für durchschnittlich 25.268 Euro zu haben, Kleinwagen um 12.565 Euro. Sportwagen bewegen mit 59.356 Euro auf die 60.000 Euro-Marke zu.
Unterscheidet man nach Alterssegmenten, gab es keine nennenswerten Ausreißer bei der Preisentwicklung. Die Preise für Oldtimer sowie Jahreswagen und 1 bis 3 Jahre alten Gebrauchtwagen sanken im April geringfügig, alle anderen Altersklassen stiegen hingegen um niedrige Prozentpunkte an.

Sinkendes Angebot bei bis zu 5-Jährigen, mehr Angebot bei Old- und Youngtimern
Innerhalb dieser Fahrzeugsegmente ging das Gebrauchtwagenangebot weiterhin zurück. Und zwar um bis zu 5 Prozent zurück. Betroffen waren vor allem Vans bzw. Kleinbusse. Auch Kleinwagen und die Kompaktklasse wurden um mehr als 2 Prozent weniger angeboten als noch im März dieses Jahres.
Ähnliches war auch bei den Alterssegmenten zu beobachten. In allen Segmenten bei Gebrauchtwagen bis 5 Jahren gab es einen Angebotsrückgang. Bei den 1 bis 3 Jahre alten Gebrauchtwagen lag der Rückgang bei knapp 11 Prozent und auch die Interessenten für die 3 bis 5 Jahre alte Autos und Jahreswagen mussten mit einem um etwa zwei Prozent geringeren Angebot auskommen. Anders war dies lediglich bei Old- und Youngtimern. Dort stieg das Angebot um bis zu 12 Prozent an.

Zwölf Prozent mehr Nachfrage bei Oberer Mittelklasse
Das geringere Angebot korrelierte nicht mit der Nachfrage, die in den meisten Segmenten weiter anstieg. Vor allem bei der Oberen Mittelklasse stieg die Nachfrage um zwölf Prozent im Vergleich zum Vormonat. Aber auch Sportwagen wurden um 7 Prozent häufiger gesucht.
Auch innerhalb der Alterssegmente gab es einen Ausreißer nach oben: Bei Oldtimern stieg die Nachfrage um knapp 9 Prozent. Weitere Preisanstiege sind damit vorhersehbar..

Dienstauto: Mit diesen Methoden zahlen Sie weniger Pkw-Sachbezug

Privat genutzte Dienstwagen können den Nutzern teuer kommen. Doch eine …

Porsche Holding Salzburg, exklusiver Handelspartner der Volkswagen-Gruppe und größter Autohändler Europas.

Porsche Holding Salzburg - Europas größter Autohändler

Die Porsche Holding Salzburg ist der größte Automobilhändler Europas und …

So viel kostet Ihr Auto im Monat

Wie viel ein Auto im Monat inklusive Anschaffungskosten, Wertverlust, …

Arval: Bike- & E-Bike-Leasing für Unternehmen startet

Bei Arval Österreich können Unternehmen nun erstmals für ihre Mitarbeiter …