Ford Austria: Neuer Kleinwagen und Luxus-Schauräume

Die neue Modellkreation von Ford, der Ka+, kostet weniger als 10.000 Euro und soll der Marke zum nächsten Rekordabsatz in Österreich verhelfen.

Die neue Modellkreation von Ford, der Ka+, kostet weniger als 10.000 Euro und soll der Marke zum nächsten Rekordabsatz in Österreich verhelfen.

Ford geht beim Verkauf neue Wege. Statt funktionaler Zweckbauten sollen in Österreich neue Luxus-Tempel Schwung in den Verkauf der ebenfalls neuen Premium-Linie des US-Traditionsherstellers bringen. Welche Modelle den Handel noch ankurbeln sollen und was Sparmaßnahmen auf der einen und Investitionen auf der anderen Seite gebracht haben.

Ford Österreich hat derzeit wohl das was man einen guten Lauf nennt. So polierte im Vorjahr ein Plus von 15,5 Prozent und damit 25.563 Neuzulassungen die Bilanz des Ford-Importeurs kräftig auf. Das sind rund 3.500 mehr verkaufte Autos als im Jahr davor. „Es war das beste Jahr seit langem“, resümiert Danijel Dzihic, Generaldirektor von Ford Österreich.

Galaxy und Fiesta als Quotenhits

Den Absatzturbo zündete der Ford Galaxy, dessen Nachfrage um 61 Prozent auf 3.721 Stück kletterte. "Das Modell ist vorsteuerabzugsberechtigt und unser Zugpferd“, so Dzihic. Die meisten Neuwagenverträge wurden jedoch für den altbewährten Quotenhit, dem Fiesta, im Vorjahr unterzeichnet, der 3.863 Mal verkauft wurde.

Beste Gewerbejahr in der Geschichte

Zufrieden zeigt sich Dzihic auch was den Verkaufserfolg bei Nutzfahrzeugen angeht. Insgesamt hat Ford Österreich im Vorjahr 6.284 Neuzulassungen in diesem Segment verbucht, ein Plus von 1.500 Einheiten. Dzihic: „Das war das beste Gewerbejahr in der Geschichte von Ford Österreich."

Ford Ka+ um 2.000 Euro billiger als der Fiesta

Heuer will Dzihic dem Rekord noch eines drauf setzen und um 1.500 Stück mehr verkaufen als 2016. Betritt mit dem Ford Ka+ einer neuer potentieller Verkaufsschlager die Schauraum-Manage. Der Ka+ um nur vier Zentimeter kürzer als der Fiesta wird zwar ohne den knackigen Dreizylinder-Turbo des Fiesta angeliefert, dafür ist er um 2.000 Euro billiger als dieser. Einstiegspreis für den Ka+ ist 9.950 Euro. Das Modell soll qualitativ hochwertiger sein als der Ecosport. Federn, Dämpfer, Dämmung oder Dichtungen sollen gegenüber dem Kompakt-SUV verbessert worden sein. Nur weder Radio noch Klimaanlage sind standardmäßig an Bord. „Wir wollen mit dem Modell mehr Lifestyle bieten und mit diesem sportlich, gediegenen Modell verschiedene Zielgruppen ansprechen", so Dzihic.
Für steigende Nachfrage soll auch der neue Ford Kuga sorgen.

Bang & Olufsen für den neuen Fiesta

Große Hoffnung setzt Ford-Manager Dzihic auch auf den Ford Fiesta. Die achte Modellgeneration soll Mitte des Jahres bei den Händlern stehen. Als erste Baureihe erhält die neue Fiesta-Generation zudem das neue High-End-Soundsystem Bang & Olufsen Play. Das Auto ist technisch komplett neu. Größerer Radstand, stärker modellierte Motorhaube, waagrechte Rückleuchten inklusive.

Moderne Schauräume, spezielle Ford Stores im Premiummarken-Ambiente

Für den Erfolg von Ford Österreich sind nach Einschätzung von Dzihic auch Investitionen der Händler in ihre Schauräume verantwortlich. Die Kosten lagen im Schnitt bei rund 100.000 Euro. Sechs Ford-Händler haben sogar deutlich mehr investiert. Sie bieten Kunden mit dem von diesen umgesetzten neuen Schauraum-Konzept "Ford Store" ein neue Erlebniswelt Kunden, die diese Stores betreten, sollen das Gefühl haben den Schauraum eines Premiummarken-Anbieters zu betreten. Ein solcher Luxus-Verkaufsraum bietet etwa eine Videowall mit lebensgroßem Fahrzeugkonfiguratior, Touchscreens an denen die Premiummodelle des Herstellers, die sogenannten Ford Vignale Modelle, in Augenschein genommen werden können. Erst Mitte vergangenen Jahres eröffnete MVC Motors in der Wiener Brünner Straße den jüngsten Store. Über diese Verkaufsschiene sollen vor allem Premium- als auch Sportwagenmodelle wie der Mustang offeriert werden. Derzeit sind mit dem Mondeo und dem neuen SUV Edge und dem neuen Kuga drei Luxusversion erhältlich. Künftig sollen auch der S-Max als Ausstattungslinie Vignale angeboten werden. Die neuen Ford-Premiumhändler sind in Neusiedl, Klagenfurt, Salzburg und Wien zu finden. In Linz laufen bereits die Planungen für einen weiteren Store. Insgesamt soll es in Österreich künftig mindestens zehn solcher Nobel-Schauräume geben.

Einer der größten Händlernetze Österreichs

Doch es wurde bei Ford nicht nur ausgegeben, sondern auch gespart. Sparmaßnahmen haben laut Ford-Österreich-Boss Dzihic die Handelsspannen der Händler erhöht. So nähert sich die Umsatzrendite der Ford-Händler der zwei Prozent-Marke. Der Branchenschnitt liegt bei einem Prozent. Ziel ist es die Händlererträge in den nächsten Jahren noch weiter zu steigern. Bei steigender Nachfrage macht sich auch das große Händlernetz von Ford in Österreich bezahlt. „Wir sind mit 200 Standorten, davon 60 Haupthändler, einer der größten Autohändler Österreichs“, so Dzihic. Je größer die Nachfrage nach Ford-Modellen, umso größer der Hebel bei Erträgen und Umsatz bei einer großen Anzahl von Ford-Händlern. Ziel von Dzihic ist ein Marktanteil von acht Prozent. Das sollte möglich sein, betrug dieser doch im Vorjahr bereits sieben Prozent.

Elektro-Ford ab 2019

Die neuen Ford Stores sollen dann auch ab 2019 die neuen Elektro-Modelle von Ford flächendeckend verkaufen. Der US-Traditionshersteller plant dafür in den nächsten vier Jahren 4,5 Milliarden Dollar in Elektromobilität zu investieren. Bis 2020 sind 13 neue E-Fahrzeuge vorgesehen. Das Flaggschiff der Elektrooffensive soll ab 2019 das Ford Model E darstellen. Die Strategie für das Model E soll der des Hyundai Ioniq ähneln, der als erster Serien-Pkw als Elektroauto, Plug-in-Hybrid sowie herkömmlicher Hybrid angeboten wird. Das neue E-Modell soll mehr als 300 Kilometer am Stück zurücklegen können. Der aktuelle Ford Focus Electric kommt gerade einmal um die 160 Norm-Kilometer weit.

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