Extreme Kälte: Das sollten Sie bei Ihrem Auto auf keinen Fall tun

Extreme Kälte: Das sollten Sie bei Ihrem Auto auf keinen Fall tun

Batterie im Eimer, Scheibe zugefroren und weit und breit keine Hilfe in Sicht? Besser man weiß, was zu tun ist.

Wer bei extremer Kälte sein Auto starten möchte, kann unangenehme Überraschungen erleben. Ob vereiste Scheiben, ein zugefrorenes Autoschloss oder -Tür, bei der Lösung des Problems kann man einiges falsch machen. Was man unbedingt vermeiden sollte und wie man es richtig macht.

Österreich erwartet die kälteste Woche des Jahres. Was Autofahrer, deren Auto aufgrund der frostigen Phase Probleme macht, tun sollten und was sie unbedingt meiden sollten. Das sagen Experten wie der Arbö.

Vereiste Scheiben: Kein heißes Wasser verwenden

No-Go: Zugefrorene Scheiben mit heißem Wasser enteisen. Durch die extremen Temperaturunterschiede können die Scheiben nämlich springen und im schlimmsten Fall sogar einen Scheibentausch unumgänglich machen.

Tipp: Autolenker, deren Autoscheiben zugefroren sind, sollten Eiskratzer oder spezielle Sprays zum Enteisen der Scheiben verwenden. Wichtig ist, dass die gesamte Scheibe gereinigt wird, und nicht nur ein Guckloch, denn das kann zu Strafen und im Schadensfall zu Problemen mit der Versicherung führen. Damit die Scheiben während der Fahrt nicht einfrieren, sollte das Heizungsgebläse für die Windschutzscheibe eingeschalten werden und die mit Frostschutz befüllte Scheibenwaschanlage regelmäßig verwendet werden. Darüber hinaus kann während des Parkens durch eine Frontscheibenabdeckung vorgesorgt werden.

Eingefrorenes Schloss: Nicht mit dem Feuerzeug anwärmen

No-Go: Den Schlüssel mit dem Feuerzeug anwärmen. Durch die extreme Hitze des Feuers können der Schlüssel oder der Transponder (Chip zur Startfreigabe) kaputt werden.
Tipp: Autolenker sollten Türschlossenteiser mit dabei haben, allerdings in der Jackent- oder Handtasche und nicht im Auto. Solche Sprays tauen ein
eingefrorenes Schloss schnell wieder auf, und die Fahrt kann begonnen werden.

Zugefrorene Türdichtungen: Nicht mit Gewalt Tür aufreißen

No-Go: Zugefrorene Türdichtungen mit Gewalt aufreißen, da so die gesamte Dichtung aus der Verankerung gerissen werden kann.
Tipp: Am besten im Vorfeld die Türdichtungen mit Fettcremen oder speziellen Türdichtungscremen einreiben. So kann dieses Problem leicht vermieden werden. Wenn die
Türe aber tatsächlich eingefroren ist, so bleibt nur der Einstieg über eine andere Fahrzeugtüre oder die Benutzung von Enteisungssprays. Allerdings sollten dabei nur
Produkte verwendet werden, die den Gummi der Türdichtung nicht angreifen.

Motor nicht warmlaufen lassen

No-Go: Nicht nur, dass dadurch die Umwelt unnötig belastet wird, drohen auch Geldstrafen.
Tipp: Moderne Motoren müssen nicht minutenlang warmlaufen, sondern sind sofort einsatzbereit. Wichtiger ist, dass schon vor Ausbruch der Kältewelle die Batterie auf ihre Leistungsfähigkeit überprüft wird, damit böse Überraschungen ausbleiben.

Auf unnötige Stromfresser wie Sitzheizung- oder Lenkradheizung verzichten

No-Go: Sämtliche Verbraucher wie Heckscheibenheizung, Sitzheizung- oder Lenkradheizung ständig laufen lassen
Tipp: Sobald die Hände warm sind oder die Heckscheibe enteist ist sollten Stromverbraucher auch wieder ausgeschalten werden, da es die Batterie unnötig belastet. Durch den hohen Stromverbrauch kann besonders bei Kurzstrecken die Lichtmaschine nicht ausreichend nachladen, wodurch die Leistungskapazität der Batterie eingeschränkt ist.

Heikle Starthilfe

Wenn die Batterie kollabiert und sich das Auto nicht mehr starten lässt, ruft man am besten den Verkehrsclub zu Hilfe. Die Mitarbeiter von Öamtc oder Arbö sind im Schnitt innerhalb von 40 Minuten vor Ort und können Starthilfe geben. Man kann der Batterie zwar, wenn sich ein hilfsbereiter Autofahrer findet, mit Hilfe eines Starterkabels auch von einem anderen Fahrzeug wieder Energie einhauchen, doch es besteht immer ein Restrisiko, dass dadurch sowohl die Elektronik des eigenen als auch die des fremden Autos beschädigt wird. So ein Schaden kann schon mal an die 2.000 Euro ausmachen. Gerade bei neueren Modellen ist die Elektronik im Auto bereits äußerst komplex und anfällig gegen solche außertourlichen Einsätze.

Mobilitätsservice der Hersteller mit Tücken

Das Mobilitätsservice, das viele Hersteller ihren Kunden anbieten, ist dagegen, wie die Praxis immer wieder zeigt, für schnelle Einsätze nur bedingt geeignet. Bis ein Mitarbeiter eines Autohauses Zeit hat und sich auf den Weg macht, kann das schon mal Stunden dauern. Und wenn gerade ein Wochenende oder Feierabend ist, kann es sich auch Tage handeln, bis Rettung für das Auto naht.

Die letzte Version des Volkswagen Beetle bei der Präsenttion 2015

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