Erste ultraschnelle Ladestation Europas startet in Vorarlberg

Erste ultraschnelle Ladestation Europas startet in Vorarlberg

So stylisch sehen die Super-Schnelladestationen mit 350 kW aus. Die erste davon steht in Hohenems.

In Hohenems in Vorarlberg ist die europaweit erste ultraschnelle Lademöglichkeit für Elektroautos in Betrieb gegangen. Das Volltanken eines E-Autos ist so in wenigen Minuten möglich. So soll die 350 kW-Infrastruktur bis 2020 aussehen.

Bisher waren für das Gros der Autofahrer Ladestationen mit 50 kW das höchste der Gefühle. Telsa-Fahrern standen für das Beladen ihrer Modelle immerhin schon bis zu145 kW zur Verfügung. Die Anzahl der kW sind entscheidend dafür, wie schnell sich ein E-Auto mit Strom betanken lässt. Mit 50 kW lässt sich beispielsweise in einer halben Stunden rund 100 Kilometer Reichweite laden.

Superschnell-Ladestationen entlang der Hauptverkehrsrouten Europas geplant - Vorarlberg macht den Anfang

Nun hat Ionity die erste 350 kW Tankstelle Europas eröffnet. Standort ist eine Shell-Autobahntankstelle im vorarlbergischen Hohenems. An der Station an der A14 können nun vier E-Autos gleichzeitig laden. Bezahlt wird mit Kredit- oder Debitkarte direkt an der E-Ladesäule.

Das Ladeinfrastruktur-Unternehmen Inoity wurde vor einem Jahr als Gemeinschaftsunternehmen der Autohersteller BMW Gruppe, Daimler, Ford und dem VW-Konzern gegründet und soll in Europa ein Netz von Schnellladepunkten mit 350 kW Leistung entlang der Hauptverkehrsrouten aufbauen. So sollen auch Langstreckenfahrten mit einem batterie-elektrischen Fahrzeug komfortabel möglich sein.

In fünf Minuten volltanken

Die neuen Supercharger stellen einen erheblichen Leistungssprung beim Laden von E-Autos dar. Sie können nun Elektroautos in drei bis fünf Minuten vollbeladen werden - vorausgesetzt das jeweilige Modell ist für 359 kW ausgelegt. Die ersten davon sollen allerdings erst 2019 auf den Markt kommen. Um für die neue Generation der Hochleistungsbatterien der Autohersteller gerüstet zu sein, sind in europaweit 80 dieser leistungsstarken Ladesäulen geplant. Diese sollen jeweils an den größten Shell-Tankstellen entlang von Autobahnstationen stehen.

„Wir halten den Ausbau von Elektromobilität für sinnvoll und werden unseren Teil dazu beitragen, dieser Technologie den Weg zu bereiten. Elektromobilität ist ein Baustein im künftigen Kraftstoffmosaik, die dazu beitragen kann, Emissionen im Transportsektor zu senken,“ erklärt Astrid Adamek, Leiterin des Tankstellengeschäftes in Österreich.

400 Schnelllade-Stationen im Jahr 2020

Die nächsten 79 Schnelllader mit einer Leistung von bis zu 350 kW sollen Deutschland, Norwegen folgen, wobei der Abstand zwischen den einzelnen Stromzapfanlagen maximal 120 Kilometer betragen soll. Bis zum Jahr 2020 sollen rund 400 solcher Hochleistungsstationen bereitstehen. Ziel von Ionity ist es für diese Ladestationen ausschließlich Ökostrom, also Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu verwenden.

Um Stau an den Strom-Ladestationen zu vermeiden, sollen mehrere Ladepunkte entsteht. Beim Stecker setzt man auf das Combined Charging System (CCS).

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