10 beliebte Elektroautos mit der höchsten Reichweite

Elektroautos unterscheiden sich bei Reichweite und Effizienz erheblich. Der ADAC hat aktuell erhältliche Modelle unter die Lupe genommen und ihre Reichweiten und ihre Wirtschaftlichkeit bewertet.

10 beliebte Elektroautos mit der höchsten Reichweite

Selbst nach Jahren kann Tesla bei der Reichweite keiner das Wasser reichen. Bei der Effizienz ist aber noch Aufholpotential.

Der Kauf eines Elektroautos ist für die meisten noch Neuland. Besonders wichtige Parameter sind für die Kaufentscheidung die Reichweite und die Ladekosten, doch genau dafür gibt es seitens der Hersteller keine zufriedenstellenden Angaben. Wie weit ein Elektroauto mit einer Ladung kommt - also die effektive Reichweite - hängt zum Großteil von der Ladekapazität der Batterie und von der Effizienz des Elektromotors ab.

Daneben hängt die Reichweite von weiteren Faktoren ab. Dazu gehören die Witterung - die Temperatur und der Wind - sowie der Fahrstil oder die Art der Fahrstrecke - Flachland, hügeliges oder sogar bergiges Gelände und die Zuladung. Und dann gibt es noch erhebliche Unterschiede hinsichtlich der Effizienz der Stromnutzung, wie ein Test des deutschen Verkehrsclubs ADAC zeigt.

Meistens unbeachtet bleiben zudem die Ladeverluste. Diese zeigen sich erst, wenn die Verbrauchsangabe am Bordcomputer beim Aufladen an der Ladesäule dem realen Verbrauch gegenübergestellt wird. Die Tester des ADAC haben dafür 15 aktuelle Elektro-Modelle getestet und festgestellt, dass die Angaben je nach Fahrzeug um zehn bis 25 Prozent abweichen. Bei einem Benziner wäre das etwa so, als würde man bei jedem Mal Tanken ein paar Liter verschütten.

Elektrisch fährt günstiger

Trotz der Ladeverluste ist das Betanken von Elektroautos im Vergleich zu Benzinern und Dieselautos aber deutlich günstiger. Nimmt man beispielsweise beim Elektroautolade-Spezialist Smartirics den Tarif Smart.Plus Net - dieser ist für regelmäßige Nutzer konzipiert - mit einem monatlichen Grundtarif von 14,90 Euro und lädt die für den Tesla Model X nötige Stromzufuhr von 108 kWh und lädt mit 50 kW zahlt man pro Minute 0,23 Euro. Das würde bei einer Vollladung Kosten in Höhe von 27,60 Euro bedeuten. Rechnet man noch einen Anteil des Grundtarifs dazu, wären das ungefähr 30 Euro pro Tankfüllung.

Zum Vergleich: Eine Spritladung für ein Auto mit Dieselantrieb - der Sprit kostet derzeit rund 1,2 Euro pro Liter - würde bei einem angenommenen Verbrauch von im Schnitt sieben Liter pro 100 Kilometer, auf 100 Kilometer 8,81 Euro kosten. Legt dieser dann wie der Tesla 451 Kilometer zurück, würde der Sprit für dieselbe Reichweite 39,73 Euro kosten.

Weitere Vorteile der Stromer: Die Servicekosten sind deutlich geringer. So halten die Bremsen grob geschätzt drei Mal so lange, da die meisten Bremsungen mit der E-Motorbremse erfolgen. Außerdem müssen im Gegensatz zum Verbrenner etwa auch kaum Flüssigkeiten (Motoröl) gewechselt werden.


10 Elektroautos unterschiedlicher Kategorien mit Top-Reichweiten

Bei Elektroautos gilt im Grunde, dass die Größe entscheidet. Je höher die Batterieleistung und damit die Anzahl der kWh (Kilowattstunden), umso höher die Reichweite. "Derzeit wird eine hohe Reichweite häufig nicht durch Energieeffizienz erreicht, sondern durch große Batterien. Deshalb belegen die Tesla-Modelle und der Porsche Taycan die vorderen Plätze", betonen die ADAC-Experten.

Die Elektroautos von Tesla, Porsche und Kia führen beim Reichweite-Test des ADAC. Doch das Vergleich der Batteriegröße in kWh und die dafür benötigte Energie pro Voll-Ladung in kWh zeigt im Ecotest vielfach hohe Ladeverluste.

Bester Beweis ist der Tesla Model X 100D. Die Batterie ist mit 100 kWh die weitaus größte und kommt mit einer Ladung auch am weitesten: 451 Kilometer. Das Modell "verschüttet" jedoch auch viel Strom am Weg in den Tank und braucht laut dem ADAC-Ecotest dafür 108 kWh. Im Vergleich zur Konkurrenz benötigt der Tesla pro Energieladung am meisten Strom. Was natürlich zu einem Gutteil auch der Größe der Batterie und des Modells geschuldet ist.

Auf Platz zwei bei der Reichweite liegt der Tesla Model 3 Longe Range, der laut Ecotest mit 89 kWh Batteriespeicher 429 Kilometer zurücklegen kann. Mit Größe geht auch der Porsche Taycan erfolgreich in den Reichweitenkampf. Die Sportlimousine hatte im ADAC-Ecotest mit einer Stromladung eine Reiuchweite von 400 Kilometer. Weit kommt auch der Kia e-Niro mit einer Ladung. Dieser schaffte im Test 398 Kilometer und kommt damit knapp an den Elektro-Porsche heran, ist mit 72 kWh Batterie-Kapazität dabei aber deutlich effizienter als die drei Spitzenreiter.

Die rühmlichen Ausnahme bei der Effizienz bilden der Kia e-Niro und der Hyundai Kona. Sie kommen mit ihren relativ sparsamen Motoren und ihren nicht übertrieben üppigen Batteriegrößen (64 kWh) erstaunlich weit. Aber selbst ein kleiner Renault Zoe hat mit seiner 41-kWh-Batterie schon einen ganz ordentlichen Radius. Mit 52-kWh-Batterie fährt er sogar 335 Kilometer ohne Ladestopp.


10 Elektroautos mit geringerer Reichweite

Der Smart Forfour (der letzte auf der Liste) schafft mit einer Stromladung nur 100 Kilometer, mit dem Mini Cooper kommt man zwar beim ADAC-Reichweitentest mehr als 200 Kilometer. Weiter hinten im Ranking liegt auch der Madza MX-30 mit 170 Kilometer pro Ladung.

Wirklich magere Ergebnisse liefern im ADAC-Reichweitentest allerdings nur ganz wenige Modelle. Die kleinsten Sprünge lassen sich mit dem Smart forfour EQ Passion machen. Mehr als 100 Kilometer bei Temperatur von 23 Grad sind nicht drinnen - laut Herstellerangaben beträgt die Reichweite "bis zu" 152 Kilometer. Der Smart ist aber auch vor allem für kürzere Fahrten innerhalb von Städten konzipiert, weshalb die Batterie auch nur eine Ladekapazität von knapp 18 kWh hat, dafür aber auch in 40 Minuten wieder voll aufgeladen ist.

Mit einer Batterie um die 30 kWh kommt man mit dem richtigen Modell und entsprechender Fahrweise um die 200 Kilometer weit. Die Leistung der Batterie variiert jedoch von Modell zu Modell gar nicht so wenig. So weist der Mazda MX-30 zwar eine netto Batteriegröße von 32 kWh auf, kommt aber nur 170 Kilometer. Der VW e-up legt mit derselben Batterie-Leistung 220 Kilometer zurück, der Seat Mii eletric 215 Kilometer und der Mini Cooper 210 Kilometer. Der Hyundai Ioniq wiederum verspielt seinen Vorteil beim Verbrauch und schafft es nur ins Mittelfeld der getesteten Fahrzeuge. "Der Koreaner verschenkt sein Reichweiten-Potenzial, das er mit einer noch größeren Akkukapazität erreichen könnte", so die ADAC-Tester.

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