Dienstfahrt mit Tesla: Carsharing-Anbieter Eloop startet Firmenservice

Das Wiener Carsharing Start-up Eloop erweitert seine Elektro-Autoflotte und stockt sein Angebot mit über 200 Tesla Model 3 auf. Für Unternehmen werden Businessaccounts mit einfacher Abrechnung eingeführt. Eloop-Gründer Leroy Hofer über das neue Firmen-Service.

Dienstfahrt mit Tesla: Carsharing-Anbieter Eloop startet Firmenservice

Carsharing-Anbieter Eloop startet mit 200 Teslas in Wien.

Das Wiener Carsharing Start-up ELOOP erweitert seine e-Mobility Flotte und bringt bis zum Sommer 2021 über 200 Tesla Model 3 auf Wiens Straßen. Schon bisher zählen nicht nur private Kunden zu den Nutzern der E-Autoflotte, sondern auch Unternehmen. „Wir waren selbst von der hohen Nachfrage der Unternehmen überrascht“, sagt Eloop-Firmengründer Leroy Hofer gegenüber trend.at.

Genutzt wird das Carsharing neben Privaten vielfach von Ärzten für Hausbesuche, Architekten und Maklern, die zu Besichtigungen fahren müssen, bis hin zu Vertriebsmitarbeitern für Fahrten zu Kunden. „Jeder, der viel in der Stadt unterwegs ist, schätzt es, mit einem Elektroauto auch in Kurzparkzonen stehen bleiben zu können und kein Parkpickerl für den jeweiligen Bezirk zu benötigen“, nennt Hofer einen der Vorteile der Elektroautos.

Neue Businessaccounts für Unternehmen

Noch müssen Rechnungslegung und Abbuchungen für jede Fahrt einzeln durchgeführt werden, was für die Buchhaltung der jeweiligen Unternehmen aufwendig ist. Eine neue Softwarelösung die das Anlegen von Businessaccounts und eine monatliche Abrechnung ermöglicht wird das ändern. „In wenigen Wochen sind wir soweit", sagt Hofer.

Über die Businessplattform können die Unternehmen eigene Accounts für ihre Mitarbeiter anlegen. Jedem einzelnen kann dann auch ein bestimmtes monatliches Fahrbudget zugewiesen werden. Derzeit kostet eine Stunde Tesla-Fahren bei Eloop in der ersten Stunde 16,56 Euro, dann sinkt der Preis um gut einen weiteren Euro. Vielfahrer, die ein monatliches Abo um neun Euro nehmen, erhalten zehn Prozent Rabatt. "Für Firmenkunden können wir eigene Pakete anbieten", so Hofer. Details zu den Preisen finden Sie hier.

Tesla bei Kunden am beliebtesten

Doch warum setzt Eloop auf Tesla, wo in Wien doch kurze Wege dominieren und auch kleinere und günstigere Modelle mit geringerer Reichweite für die Fortbewegung reichen würden? In einem ersten Anlauf ist das Unternehmen auch mit Modellen wie dem Renault Zoe oder dem Smart gestartet, „doch die meisten Kunden wollen lieber Tesla fahren“, erzählt Hofer, „es dürfte eine Mischung aus einem Hype um die Marke sein, aber auch weil es das technisch fortgeschrittenste Elektroauto ist. Und bei der Reichweite kommt kein anderes Modell an den Tesla herankommt.“

Die große Reichweite wissen Eloop-Kunden zu schätzen, denn diese fahren mit den Autos oft auch mehrere Stunden lang oder behalten das Auto auch gleich mehrere Tage. „So mancher nutzt das Auto, um beispielsweise einen Tag an den Neusiedler See zu fahren oder macht einen Ausflug nach Niederösterreich. Selbst der BMW i3 schafft nur rund 220 Kilometer, bei Tesla ist die Reichweite doppelt so hoch“, sagt Hofer.

Geteilte Autos

Bisher war so manches Carsharing-Unternehmen nicht gerade mit wirtschaftlichem Fortune gesegnet. Die Nachfrage hinkt den Erwartungen nicht selten deutlich hinterher, die Betreiber hatten mit stark verschmutzten Autos mit hohem Reparaturbedarf zu kämpfen. Ein Schicksal, das Eloop-Gründer nicht fürchtet. „Wir sind nach einer kurzen Anlaufphase bereits, was den Skaleneffekt betrifft, hochgradig positiv. Die Abnutzung der Fahrzeuge ist zwar auch bei uns hoch, aber hoher Verschleiß wie bei Verbrennern gibt es bei uns nicht. Eine Kupplung oder Getriebe kann nicht kaputtgehen, da es sie bei einem E-Auto nicht gibt.“ Das spart Kosten. Eloop-Manager: "Im Gegensatz zu Autoherstellern, die mit Carsharing auch andere Interessen verfolgen, wie Produktionsspitzen abdecken und mit den Autos später den Gebrauchtwagenmarkt zu bestücken, konzentrieren wir uns nur auf das Carsharing." In anderen Ländern gäbe es ebenfalls Beispiele von erfolgreichen Anbieter, die keinem Autohersteller gehören.

Angebote von Mitbewerbern wie WienMobil, das Fahrzeuge an sechs fixen Standorten anbietet oder die ÖBB mit ihrem Rail & Drive-Angebot, mit Einstiegsmöglichkeiten an bestimmten Bahnhöfen, sieht Hofer skeptisch: „Wir glauben nicht an das Konzept des stationären Carsharings. Die Kunden wollen nicht von A nach A, sondern von A nach B. Niemand will das Auto wieder an den Ausgangspunkt oder einer vorgegebenen Stelle zurückbringen.“ Eloop ist als reines Freefloating-Geschäftsmodell konzipiert. „Wenn die 200 neuen Telsas in Wien stationiert sind, wird das nächste Fahrzeug für die Nutzer nicht mehr als fünf Minuten entfernt sein“, verspricht Hofer.

Ausreichende Lade-Infrastruktur

Der oft geäußerten Kritik der zu geringen Anzahl an Ladestationen kann der Eloop-Manager nicht zustimmen - zumindest nicht, was Wien betrifft. „Die 1.000 Ladestationen reichen derzeit. Selbst in der Innenstadt kommt man jederzeit leicht an einen freien Ladepunkt.“

Die hohen Gebühren für das Parken in Wien stoßen Hofer allerdings auf: „Pro Fahrzeug müssen wir als Carsharing-Unternehmen 212 Euro pro Monat zahlen. In München zahlen Carsharer pro Auto eine monatliche Pauschale von nur 70 Euro und in Moskau ist das Parken für sie überhaupt gratis. Unser Service, das den Privatautoanteil reduzieren hilft, wird von der Stadt Wien nicht gefördert.“

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