Denzel: Mehr Geschäft - trotz erschwerter Bedingungen

2015 ein erfolgreiches Denzel-Vorstandsteam: Gregor Strassl (Sprecher) m., Hansjörg Mayr (l.) und Bernhard Stark.

Erfolgreiches Denzel-Vorstandsteam: Hansjörg Mayr (Vorstand Denzel Auto AG) (l.), Gregor Strassl (Sprecher der Denzel Holding) ( m.) und Bernhard Stark (CFO).

Trotz schwierigem Umfeld ist es dem Wiener Autohandelsriesen Denzel gelungen im Vorjahr Umsatz und Gewinn zu steigern. Wogegen der Händler ankämpft und in welchen Bereichen das Wachstum besonders groß war.

Über 40.000 Autos verkauft

Der österreichische Autohändler Denzel Auto AG machte im vergangenen Geschäftsjahr wieder mehr Umsatz als 2014. Auch die anderen Töchter der Denzel Gruppe (Bankhaus Denzel, Denzel Immobilien, und Autoplus Reifen und Zubehör Großhandel) waren 2015 erfolgreich und erzielten allesamt Ergebniszuwächse. Der Umsatz legte um vier Prozent auf 650 Millionen Euro zu. Über 40.000 Fahrzeuge wechselten den Besitzer, unterm Strich blieb ein Gewinn von 10,6 Millionen übrig. Gregor Strassl: "Mit 18 verschiedenen Automarken bieten wir unseren Kunden eine in Österreich einzigartige Auswahl, die unabhängige Beratung sichert.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit kletterte 2015 um knapp sechs Prozent auf 14,4 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss erhöhte sich von 10,2 auf 10,6 Millionen Euro. Die Denzel-Gruppe verfügt auch über eine stattliche Eigenkapitalquote von 23,6 Prozent, wenn diese auch im Vorjahr minimal gesunken ist. In der Automotivsparte beträgt die Eigenkapitalquote gar 40,2 Prozent, 2014 waren es aber noch 44,3 Prozent. Am Gesamtbetrag gemessen legte die Eigenkapitalquote von 120,4 Millionen Euro 2014 auf 129 Millionen zu. Euro erhöht, auch die Tochterfirmen hätten Ergebniszuwächse erzielt. "Das Bankhaus Denzel wies Ende 2015 mit einem Finanzierungsvolumen von 256 Millionen Euro ein neues Rekordniveau aus", hebt Denzel-Strassl.

- Schwer geeignetes Personal zu finden

Bei Denzel sind über 1.000 Mitarbeiter beschäftigt, jährlich werden etwa 70 Lehrlinge ausgebildet. Doch geeignetes Personal zu finden, gestalte sich zunehmend schwierig. "Wenn junge Menschen, die bei uns arbeiten möchten, weder richtig lesen noch die einfachsten Rechenaufgaben lösen können, haben sie es am Arbeitsmarkt schwer. Das ist sowohl für die Jugendlichen als auch für heimische Unternehmen eine bedrohliche Situation", sagt Strassl und appelliert an die Regierung und insbesondere an die Bildungspolitik.

Von der neuen Bildungsministerin erwarte man sich rasche Änderungen. Dass Bewerber nicht sinnerfassend lesen können oder die Grundrechenarten beherrschen, sei nicht nur in der Autobranche ein Problem, sondern auch in der Industrie und im Gewerbe.

- Gedämpfte Investitionsbereitschaft

"Herausfordernd" war laut Strassl auch die gedämpfte Investitionsbereitschaft aufgrund "außergewöhnlicher Rahmenbedingungen wie Flüchtlingskrise, globale Terroranschläge, Rekordarbeitslosigkeit, Bankenkrise sowie die medial omnipräsenten möglichen Grexit- und Brexitszenarien".

- Kfz-Steuer doppelt so hoch wie in Deutschland

Einen massiven Nachteil ortet Strassl für das Autogeschäft ortet Strassl aufgrund der hohe Steuerbelastung für Autofahrer. Strassl: “In Österreich gibt es im Gegensatz zu Deutschland eine Normverbrauchsabgabe mit bis zu 32 Prozent. Die KFZ-Steuer ist hierzulande durchschnittlich mehr als doppelt so hoch wie in Deutschland. Die ebenfalls höhere Umsatzsteuer und auch die PKW-Autobahn-Maut sind wesentliche Faktoren, die dazu beitragen, dass Österreich im internationalen Vergleich wirtschaftlich immer weiter zurückfällt.“

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