BWM Werk Steyr investiert 340 Millionen für Dieselmotoren

BMW macht für Motorenfabrik in Steyr Millionen locker.

BMW macht für Motorenfabrik in Steyr Millionen locker.

Bei BMW in Steyr, der größte Dieselmotoren-Zulieferer der BMW-Gruppe weltweit, setzt man weiterhin auf den Diesel und modernisiert die Fertigungslinie nun gleich in Form von drei Großprojekten. Die Bayern lassen dafür in Österreich Millionen springen.

„Wir werden noch auf lange Sicht sehr effiziente Verbrennungsmotoren brauchen und bauen“, ist Gerhard Wölfel, Geschäftsführer des weltweit größten Motorenwerks der BMW Gruppe, überzeugt. Mit fast 1,3 Millionen Motoren hat das Werk im Jahr 2016 einen neuen Produktionsrekord erreicht – 860.000 Diesel- und 390.000 Benzinmotoren in mehreren 100 Varianten. Die nächste Motorengenerationen steht schon in den Startlöchern.

100 Millionen in den Ausbau des Entwicklungszentrums für den Dieselmotor investiert

Rund 70 Prozent der im Werk Steyr produzierten Motoren sind Dieselmotoren. Um diese in Zukunft noch emissionsärmer und effizienter zu machen, werden derzeit 100 Millionen Euro in den Ausbau des Dieselmotoren-Entwicklungszentrums investiert. Konkret handelt es sich um 30 neue Prüfstände, von denen 15 bereits in Verwendung sind. Unter anderem inkludiert das Projekt einen Höhen- und einen Klimaprüfstand, die Motorentests von Meeresniveau bis 5.000 Meter Höhe beziehungsweise einem Temperaturbereich von minus 40 °C bis plus 50 °C erlauben.

180 Millionen für flexiblere Produktion

In der mechanischen Fertigung und in der Motorenmontage läuft dafür aktuell die Umstellung der Produktionslinien. Ein 180 Millionen Euro Umbau soll die Fertigungslinien für neue Motoren anpassen und eine flexiblere Produktion ermöglichen.

63 Millionen für neue Kurbelwellen-Fertigung

Ein Investition fließt in eine Fertigunglinie für Kurbelwellen. Kosten: 63 Millionen Euro. Diese Investition kommtzum bereits geplanten Umbau der Fertigungslinie bis 2021 hinzu, bei dem unter anderem 28 neue Maschinen installiert werden. Die älteste Maschine des Werks, ein Nitrier-Ofen, der seit Produktionsbeginn 1982 im Härtungsprozess im Einsatz ist, kommt ins Museum – künftig wird stattdessen induktiv gehärtet.

In 35 Jahren sechs Milliarden Euro investiert

Das BMW Werk Steyr, das heuer sein 35. Produktionsjubiläum feiert, hat während dieser Zeit über sechs Milliarden Euro investiert, umgerechnet 460.000 Euro pro Tag. Wölfel: "Damit leistet BMW einen wesentlichen Beitrag zum nachhaltigen Erfolg und vor allem zum Wachstum des Standorts." Und der BMW-Steyr-Boss setzt nach: „Wir bekennen uns zu Österreich und werden auch in den nächsten 35 Jahren weiter investieren – in unser Entwicklungszentrum, in die Modernisierung unserer Produktionsanlagen und in digitale Innovationen. Unser erklärtes Ziel dabei: Das weltweit führende Produktionssystem im Automobilbereich zu werden.“ so Wölfel.

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