BMW Vision Next 100: Das lernfähige Auto der Zukunft

Der BMW Vision 100, das Zukunftsmodell des bayrischen Herstellers, soll auf Wunsch vollautonom Fahren können und wie ein Concierge fungieren.
Der BMW Vision 100, das Zukunftsmodell des bayrischen Herstellers, soll auf Wunsch vollautonom Fahren können und wie ein Concierge fungieren.

Der BMW Vision 100, das Zukunftsmodell des bayrischen Herstellers, soll auf Wunsch vollautonom Fahren können und wie ein Concierge fungieren.

Wie das Auto der Zukunft uns zu besseren Fahrern macht, wie wandlungsfähig Autos sein werden, wie ein digitaler Freund, ausgestattet mit künstlicher Intelligenz, ständig dazulernt und wie die Städte sich bis zum Jahr 2050 verändern werden und die Mobilität beeinflussen. Dazu stellt BMW die Studie BMW VISION NEXT 100, vor.

BMW feiert sein 100jähriges Bestehen und nimmt das zum Anlass, um seine mobilen Zukunftsvisionen vorzustellen. Unter dem Motto „Die nächsten 100 Jahre“ hat der Autohersteller zum Auftakt der Feierlichkeiten das Visionsfahrzeug BMW Vision Next 100 präsentiert.

Das Basisszenario der Bayern: Stark wachsende Ballungsräume, Megacities und Globalisierung: Mobilität wird vielseitig. Ein wesentliches Merkmal des Wandels sind, nach Einschätzung von BMW, stark wachsende Ballungsräume. Experten schätzen, dass 2050 in Europa mehr als 75 Prozent, in den USA fast 90 Prozent aller Menschen in Städten leben werden. BMW-Chef Harald Krüger: „In nicht allzu ferner Zukunft wird wahrscheinlich die Mehrheit der Autos komplett autonom fahren. Und das in Städten, in denen weitaus mehr Menschen als heute leben werden.“ Vor diesem Hintergrund hat BMW Mitte letzten Jahres das Kompetenzzentrum Urbane Mobilität von BMW ins Leben gerufen. Das dort zusammengeführte Expertenteam entwickelt gemeinsam mit Städten und Interessengruppen Konzepte für zukünftige Mobilität in urbanen Räumen.

Technik lernt vom Mensch zu lernen

„Die Technik wird lernen, vom Menschen zu lernen", so BMW-Vorstand Krüger. „Eine lernfähige künstliche Intelligenz wird viele unserer Wünsche antizipieren und von uns delegierte Aufgaben im Hintergrund erledigen. Dadurch ändert sich die Interaktion von Mensch und Technik grundlegend", so Krüger. Bildschirme oder Touchscreens sollen ersetzt werden und durch intuitivere Formen der Kommunikation und Interaktion zwischen Mensch und Maschine verdrängt. Die Technologie soll dadurch menschlicher werden und einfacher zu bedienen. Die Mobilität der Zukunft wird alle Lebensbereiche verbinden. Wir sehen darin neue Chancen für die Premiummobilität“, sagt Krüger, der Vorsitzende des Vorstands der BMW AG.

Auf Fahrer abgestimmtes Fahrzeug

Umgesetzt wurden diese Visionen von BMW in der Studie BMW Vision Next 100. Bei dieser Mischung aus sportlichem Coupé und eleganter Limousine steigt der Fahrer nicht in ein anonymes Transportmittel ein – sondern in ein persönliches, auf ihn abgestimmtes Fahrzeug.

Zukunftsvision von BMW: Der "Next 100"

Erfahrungen verbessern die Fähigkeiten des sogenannten digitalen Freundes laufend und gibt Empfehlungen ab

Das Fahrzeug bietet zwei verschiedene Fahrmodi. Im Ease-Modus kann sich der Fahrer zurücklehnen und wird gefahren. Fährt das Auto autonom, können sich Insassen im Ease-Modus einander zuwenden. Eine wichtige Rolle in der Kommunikation zwischen Fahrer und Fahrzeug übernimmt beim Visionsfahrzeug der sogenannte Companion. Dieser "digitale Freund" wird durch eine dreidimensionale Skulptur symbolisiert – die Verbindung zwischen Fahrer und Automobil. Der Companion sorgt für einen stetigen Austausch von Daten. Krüger: „Etwas, das man so im Automobil noch nie gesehen hat.“ Durch immer neue Erfahrungen mit seinem Besitzer und dessen Mobilitätsgewohnheiten verbessert er sich ständig. Dadurch erledigt er alltägliche Dinge für ihn irgendwann von selbst und gibt passende Empfehlungen. Unabhängig vom eigentlichen Fahrzeug soll er so für seinen Besitzer ständig wertvoller werden.

Digitaler Freund macht Lenker zu einem besseren Autofahrer

Im Boost-Modus fokussiert sich das Fahrzeug auf den Piloten und unterstützt ihn beim Fahren, zeigt ihm Ideallinie, Einlenkpunkte und optimale Geschwindigkeit und macht ihn so zum perfekten Piloten, zum Ultimate Driver. Mit Hilfe sensorischer und digitaler Intelligenz lernt das Fahrzeug den Fahrer immer besser kennen. Das Auto der Zukunft wird so zum digitalen Freund.

Eine wichtige Rolle spielt der Companion auch beim Übergang vom Boost- in den Ease-Modus. So lange im Boost die volle Konzentration des Fahrers der Straße gehört, verharrt der Companion flach in der Instrumententafel. Bei der Übergabe der Verantwortung vom Fahrer an den BMW Vison Next 100 erhebt er sich und verbindet sich mit der Windschutzscheibe. Ein entsprechendes Lichtsignal zeigt dem Fahrer die Bereitschaft zum vollkommen automatisierten Fahren.

Companion gibt Fußgänger per Lichtsignal Hinweise

Eine wichtige Funktion übernimmt der Companion auch gegenüber der Fahrzeugumgebung und anderen Verkehrsteilnehmern. Diese erkennen an seiner Beleuchtung in Verbindung mit der Lichtinszenierung des Fahrzeugs den voll automatisierten Fahrmodus. In bestimmten Verkehrssituationen signalisiert der Companion Verkehrsteilnehmern beispielsweise Fußgängern durch einen grünen Licht in der Front, in welcher Richtung sie gefahrlos die Straße überqueren können.

Vom Cockpit zum Wohnzimmer

Je nach Wahl des Modus verändert sich der Innenraum des Autos: Im Ease-Modus verändert sich der Innenraum: Lenkrad und Mittelkonsole ziehen sich zurück, die Kopfstützen schwenken zur Seite, Sitze und Türverkleidung bilden eine Einheit, damit Fahrer und Mitfahrer sich einander zuwenden können. Das Fahrzeug bietet ihm dabei einen Rückzugsort an, mit viel Platz, angenehmem Licht und einer ansprechenden Haptik. Lenkt der Fahrer selbst, unterstützt ihn das Auto im "Boost"-Modus.

Die Windschutzscheibe wird zum Display, zeigt zum Beispiel ein Videobild des Menschen, mit dem der Fahrer jetzt telefoniert.

Optisch sticht das Zukunftsauto von BMW etwa mit abgedeckten Rädern. Der Luftwiderstand ist so geringer, das spart Energie. Riesige Flügeltüren erleichtern das Einsteigen. Der nierenförmige Kühlergrill bleibt als Markenzeichen, enthält jetzt aber Sensoren und Kameras.

In rund 30 Jahren Wirklichkeit

„Wenn man sich als Designer etwas vorstellen kann, dann besteht eine große Chance, dass es irgendwann Wirklichkeit wird“, sagte Adrian van Hooydonk, Leiter BMW Group Design. „Deshalb haben wir mit dem Vision Next 100 versucht, ein Zukunftsszenario zu entwerfen, in das man sich gerne hineindenkt.“ Konkret erwartet BMW eine Serienreife einer derartigen Zukunftsvision in den nächsten 20 bis 30 Jahren.

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