Big Bike-Parade 2014

Benelli BN 600 R Good-News für Italo-Fans: Mit der 600 R hat Benelli ab sofort ein neues „Naked Bike“ in der Mittelklasse feilzubieten. Der Vierzylinder-Reihenmotor des Streetfighters aus Pesaro bringt 82 PS auf die Straße - das reicht für 197 km/h Top-Speed. Motor: 4-Zylinder Reihe, 6-Gang, Kette Hubraum: 600 cm³ Leistung: 82 PS Spitze: 197 km/h Preis: € 7.990.
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BMW C evolution: Fahrspaß ist keine Frage des Antriebs: BMWs neuer Elektroroller hängt punkto Beschleunigung so manche 600er ab. Spätestens nach 100 Kilometern muss die C evolution allerdings wieder für 3 Stunden an die Steckdose. Motor: Permanent-Synchronmotor, Automatik Leistung: 47,5 PS (35 kW) Spitze: 120 km/h Reichweite: 100 km Preis: € 15.400. Weitere Infos

Einem gängigen Vorurteil zufolge ist Motorradfahren ein teures Hobby. Die „Big Bike“-Neuheiten des Jahres 2014 beweisen das Gegenteil.

Nackt, futuristisch oder retro - die Big Bikes des Jahres 2014 sind vielseitig wie selten zuvor. Mit dem flott designten Naked Bike MT-07 bietet Yamaha ab sofort eine ausgewachsene 700er zum Einführungspreis von 5.599 Euro an. Ähnlich ist die Situation in der neuen Mittellasse der 300-Kubikzentimeter-Roller. Hier prescht der taiwanesische Hersteller SYM mit einem überkomplett ausgestatteten Komfort-Scooter samt ABS für 4.990 Euro vor.

Es geht natürlich auch anders. Mit der nur in limitierter Stückzahl produzierten „ 1199 Superleggera “ beweist Ducati , dass ein Zweirad auch richtig Geld kosten kann. Mit dem atemberaubenden Preis von 74.995 Euro ist die HighEnd-Ducati ein wirklich edles Gefährt.

In der Garage fühlt sich die Super-Duc wahrscheinlich neben einem 7er-BMW, S-Klasse-Mercedes oder Audi A8 am Wohlsten – die kosten nämlich ungefähr genauso viel. Ganz abwegig ist die Freundschaft zu Oberklassen-Automobilen auch aus einem anderen Grund nicht: Die italienische Traditions-Motorradschmiede ist inzwischen nämlich ein Tochterunternehmen von Audi.

Ausgesprochen nobel unterwegs ist man 2014 auch mit dem neuen BMW Top-Modell K 1600 GTL Exclusive (€ 34.800,-) oder Harleys Super-Cruiser Electra Glide Ultra Limited (€ 33.450,-).

Big Bikes im Diskont

Am anderen Ende des Preisspektrums zeigen Yamaha mit seiner MT-07 oder SYM mit der GTS 300i ABS , dass man für relativ wenig Geld mindestens genauso viel Fahrspaß haben kann. Speziell Führerschein-Neulinge in der neuen Klasse A2 (für Motorräder und Roller unter 35 kW / 48 PS) finden in der Preis-Range unter 6.000,- heuer eine Reihe neuer Midi-Scooter-Angebote.

Viel Spaß verspricht darüber hinaus auch ein - für den A2-Schein maßgeschneidertes Funbike - „made in Austria“: Die KTM 390 Duke ABS (€ 5.355) wiegt ganze 139 Kilo und bringt trotzdem flotte 44 PS auf‘s Hinterrad. Besitzer von A-Führerscheinen „ohne Limit“ werden in der Preisklasse unter 6.000 Euro beim chinesischen Newcomer CFMOTO und bei Yamaha fündig.

Technisch und optisch geht der Big-Bike-Trend 2014 in durchaus gegensätzliche Richtungen. Mit dem kühn designten Future-Bike NM4 Vultus (€ 12.990,-) demonstriert Honda, wie Motorräder wohl in Zukunft aussehen könnten. Ebenfalls einen Schritt in die Zukunft, wenn auch vor allem technisch, wagt BMW mit dem neuen Maxi-Scooter C evolution (€ 15.400,-). Der Bruder der benzinbetriebenen 600er-Roller C 600 und C 650 GT fährt rein elektrisch. Punkto Beschleunigung lassen sich mit BMWs großem Elektro-Roller auch Fahrer von Mittelklasse-Bikes frustrieren, allerdings muss der flotte E-Scooter nach 100 Kilometern wieder an die Steckdose.

Sozusagen die Antithese zu „Future“ hat Yamaha mit der neuen SR400 in petto. Yamahas Retro-Bike sieht nicht nur aus wie das legendäre Modell SR500 aus den 1970er-Jahren, sondern ist tatsächlich eine Art originalgetreue Neuauflage. Das merkt man, sobald man das Ding starten will und den Elektro-Startknopf sucht. Den wird man allerdings nicht finden. Die SR400 wird - wie zu Vaters Zeiten - mit dem Kickstarter angeworfen.

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