Autosteuern: Was sich bei NoVA, Versicherung und Sachbezug ab 2020 ändert

Autosteuern: Was sich bei NoVA, Versicherung und Sachbezug ab 2020 ändert

Was sich bei NoVA, motorbezogener Versicherungssteuer und Sachbezug für Dienstautos ab 2020 schrittweise ändert.

Es war ein langes Ringen und Zittern, wie und ob die Normverbrauchsabgabe (NoVA), die motorbezogene Versicherungssteuer und der Sachbezug für Dienstautos künftig steigen wird oder nicht und wenn um wieviel. Schließlich sind die gemessenen C02-Emissionen seit der Einführung des neuen realistischeren Abgaseprüfverfahren WLTP bei vielen Modellen merklich gestiegen. Das neue Prüfverfahren löst das bisherige Verfahren, NEFZ, aus steuerlicher Sicht nächsten Jahr endgültig ab. Eine nicht unwesentliche Änderung, denn daran bemisst sich die Kaufsteuer NoVA und die motorbezogene Versicherungssteuer. Teilweise sind nach der neuen Messtechnik die C02-Emissionen um bis zu 50 Prozent gestiegen. Nun hat man sich in der Übergangsregierung auf eine neue Steuerbemessungsgrundlage geeinigt.

Aufkommensneutrale Steuerlösung gefunden
Das schlimmsten Befürchtungen der Autobranche sind nicht eingetreten. "Letztendlich ist es gelungen, Rechtssicherheit zu schaffen und eine aufkommensneutrale Lösung zu finden. Ansonsten hätte eine durchschnittliche Steuererhöhung von 20 Prozent für die Autofahrer gedroht“, so Günther Kerle, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure.

So wird die NoVA ab 1. Jänner 2020 künftig berechnet
(CO2-Emission [g/km] – 115) : 5 = Steuersatz [%]
Zero-Emission-Fahrzeuge wie Elektroautos sind somit weiterhin von der NoVA ausgenommen.
Der Höchststeuersatz bleibt bei 32 Prozent, ein Fixbetrag in der Höhe von 350 Euro ist abzuziehen. Für besonders verbrauchsstarke Pkw mit CO2-Emissionen über 275 g/km erhöht sich die NoVA um 40 Euro je g/km über dem Grenzwert. Beginnend ab 1. Jänner 2021 wird der Wert 115 jeweils um den Wert drei jährlich abgesenkt.

Was sich ab Oktober 2020 bei der Versicherungssteuer ändert
Die motorbezogene Versicherungssteuer wird mit 1. Oktober 2020 geändert und soll nun erstmals aus ökologischen Gründen auch den Faktor CO2-Ausstoß berücksichtigen. Auch hier soll der Abzugsbetrag (CO2-Ausstoß) jährlich um 3 g/km bzw. für die Motorleistung jährlich um 1 kW ab 2021 absinken.

Die neue Formel:
(kW – 65) * 0,72 + (CO2 – 115) * 0,72 = monatliche Steuer

Für beide Werte wird ein Mindeststeuersatz von 7,20 Euro pro Monat festgelegt. Der Zuschlag für die monatliche, vierteljährliche oder halbjährliche Zahlweise entfällt künftig.

Was für den Sachbezug ab April gilt

Sachbezug-Grenzwert steigt von 118 auf 141 g/C02
Änderungen gibt es auch bei der Autosteuer auf privat genutzte Dienstwagen, dem Sachbezug. Ab 1. April 2020 gilt der neue Grenzwert von 141 Gramm/C02-Ausstoß auf 100 km nach WLTP, bis 31. März 2020 gilt allerdings weiterhin der Grenzwert von 118 g nach NEFZ. Dieser Wert verringert sich beginnend ab dem Kalenderjahr 2021 bis 2025 um jährlich 3 Gramm.

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