Autokauf: „Rabatte gehen zurück“

Autokauf: „Rabatte gehen zurück“

Der durchschnittliche Rabatt beim Autokauf betrug im Vorjahr rund 5.300 Euro. Bei Jungwagen zeigten sich Opel und Mercedes am großzügigsten.

Die Zeiten für Schnäppchenjäger im Autohandel werden schlechter. Das Rabatt-Portal autogott.at, erklärt wie hoch derzeit die Nachlässe bei Neuwagen, Tageszulassungen und Jungwagen sind, welche Marken aufgrund der hohen Nachlässe besonders beliebt sind und wann die beste Zeit für die Rabatt-Jagd ist.

Messezeit ist für Autokäufer auch Zeit um zu Jahresbeginn auf Rabatt-Jagd zu gehen. Startet am Donnerstag den 12. Jänner 2017 doch die Vienna Autoshow. Rechtzeitig dazu präsentiert der Online-Rabattspezialist autogott.at die Trends der Händler bei Rabatten. Eines gleich vorweg: Für all jene, denen es beim Autokauf, um die Höhe des Rabatts geht, gab es im Vorjahr nicht anlässlich der Wiener Automesse die höchsten Nachlässe.

Frühling beste Zeit im Jahr für Rabatte

Die beste Zeit im Jahr, um ein Auto zu kaufen, waren im Vorjahr die Monate März, April und Mai. „Die Hersteller haben in diesen Monaten massiv Geld in den Markt gepumpt und die Rabatte binnen kurzer Zeit auf bis zu 21 Prozent bei Neuwagen und Tageszulassungen hinaufschnellen lassen“, so autogott.at-Geschäftsführer Stefan Mladek. Allerdings wurden die Rabatte rasch wieder zurückgefahren, nachdem deutlich wurde, dass die Nachfrage im Markt ohnehin da war. „Schließlich will keiner Geld verschenken“, resümiert der autogott-Boss. So ist im Vorjahr die Kaufbereitschaft für einen Neuwagen signifikant höher gewesen als noch im Jahr davor.

Messeboni würden die Nachfrage nicht so stark ankurbeln, hätten diese doch den Nachteil, dass vielfach bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden müssten, um die Nachlässe lukrieren zu können. Zudem würde die Vienna Autoshow, die größte Automesse Österreichs, hauptsächlich Kunden im Osten Österreichs ansprechen.

Rund 5.360 Euro im Schnitt Nachlass pro Auto

Der Durchschnittsrabatt betrug im Vorjahr auf der Autorabatt-Verlgeichplattform dennoch stattliche 18,2 Prozent oder 5.358 Euro. Für Jungwagen, also jene Modelle, die nicht älter als 18 Monate und maximal 25.000 Kilometer gefahren sind, gab die meisten Nachlässe. Sie lagen bei durchschnittlich 31 Prozent oder 13.311 Euro. Tageszulassungen gab es im Vorjahr bei der Plattform im Schnitt um 24 Prozent billiger, Lagerfahrzeuge waren um 19 Prozent günstiger. Bei Neuwagen ohne Tageszulassungen lag der Rabatt im Schnitt bei 14 Prozent oder 4.347 Euro.

Weniger Rabatt in der Oberklasse

Generell waren die Händler bei Preisnachlässen im vorigen Jahr weniger freigiebig als noch im Jahr davor. Am stärksten sind die Rabatte bei Oberklassen-Modellen zurückgegangen. "Das lag vor allem daran, dass 2015 die Rabatte besonders hoch ausgefallen sind, da der 7er BMW und die S-Klasse, wichtige Modelle dieser Kategorie, ausgelaufen waren und die Nachlässe deshalb in jenem Jahr überdurchschnittlich hoch waren", so der Rabatt-Spezialisten.

Bei Mittelklasse-Wagen winken die höchsten Preisnachlässe.

2015 lagen die Rabatte in nahezu allen Kategorien höher als im Vorjahr. Ausnahme: Neuwagen. Da zogen die Nachlässe leicht an. Die hellen Balken zeigen die Vorjahreswerte an.

Jungwagen: Wichtiger Absatzkanal auch für Premiumhersteller

Mercedes ist auf der Rabattplattform überproportional stark mit Jungwagen vertreten. „Ursprünglich wollten wir ausschließlich eine Plattform sein, die Neuwagen-Rabatte bietet“, erläutert autogott.at-Geschäftsführer Mladek. Aber nachdem zwei Händler an das Unternehmen mit dem Wunsch auch Jungwagen auf der Plattform anzubieten herangetreten waren, „möchten wir es nun nicht mehr missen, da sich dieses Segment zu einem lukrativen Geschäftszweig entwickelt hat." Vor allem im Premium-Segment seien Jungwagen stark vertreten. Mercedes ist auf autogott.at in diesem Bereich besonders präsent. Aber auch Marken wie Audi spielen am Jungwagen-Markt mit. „Manche Hersteller halten sich aber lieber bedeckt“, erzählt Mladek.

Steigende Nachfrage, sinkende Nachlässe

„In Summe gehen die Rabatte jedoch seit dem Vorjahr nach unten“, konstatiert Mladek. So sind im Vorjahr, seit der Gründung des Online-Portals autogott.at vor vier Jahren, 2016 die Rabatte erstmals die Rabatte beim Kauf eines Autos zurückgegangen. Aufgrund der guten Verkaufszahlen vor allem im ersten Halbjahr haben die heimischen Autohändler die Rabatte reduziert", so der Online-Autovermittler.

Die größten Preishammer 2016

Den Preishammer am stärksten geschwungen haben 2016 bei Jungwagen Opel und Mercedes. Den Astra gab es auf autogott.at um 53 Prozent billiger, Mercedes gab die M-Klasse ebenfalls um 53 Prozent günstiger her. Auch Audi ließ die Hosen kräftig runter. Allerdings gab es diese hohen Nachlässe vor allem bei ein Modellwechsel.

Die Jungwagen mit der größten Ersparnis

Die in absoluten Zahlen höchsten Preisreduktionen gewährt Mercedes. Wer im Vorjahr einen Jungwagen der M-Klasse von Mercedes erstanden hat, konnte sich über einen Diskont von bis zu 99.331 Euro freuen. Allerdings nur wenn der Gesamtwert des Autos beispielsweise 220.000 Euro ausgemacht hat. Aber immerhin. Für jene, die es sich leisten können, ebenfalls verlockend günstig: die Klassen C-, T-, CLS- und GLK. Für einen 5er BMW in der Top-Ausstattungsvariante gab es für Rabattjäger in der Maximalausbeute auch noch stattliche 36.745 Euro.

Am beliebtesten auf Autogott.at sind Modelle der Marke Opel, gefolgt von Skoda, Seat und Ford. Das liegt sowohl an der Beliebtheit der Modelle als auch an den attraktiven Preisen, mit denen die Händler auf der Online-Preisplattform locken.

Diskont-Kaiser Opel lockt mit seinen hohen Preisreduktionen kräftig Kundschaft an.

Gebrauchtwagen wieder stärker gefragt

Eine aktuelle Umfrage von autogott.at ergab, dass die Kaufbereitschaft für Gebrauchtwagen 2017 signifikant gestiegen ist.

Nachfrage nach Kombis überproportional gestiegen

Ein weiterer Trend in der Autobranche: Kombis erleben ein Revival. Schon jetzt ist Nachfrage auf der Plattform mittlerweile fast genauso hoch ist wie für SUVs, das beliebteste Segment auf autogott.at. Dazu beitragen würden unter anderem attraktive Angebote der Händler.

Leasing-Anteil steigt massiv

Kunden, die nachdem sie bei autogott.at ein Auto ausgewählt haben und beim Händler den Kaufvertrag unterschrieben haben, bevorzugen immer öfter ihr Auto zu leasen. Waren es vor 2,5 Jahren noch 23 Prozent, die eine Leasing-Variante gewählt haben, sind es nun bereits 32 Prozent. Neben mangelnder Kapitalkraft dürften vor allem die günstigen Leasing-Angebote für die Ratenzahlung sprechen.

Elektro-Autos und Hybrid-Modell: Anfragen verdoppelt, Käufe stagnieren

Elektro- und Hybrid-Autos kristallisierten sich auch beim Rabattportal 2016 als Ladenhüter heraus. Nur ein Prozent, der rund 2.000 im Vorjahr via Autogott vermittelten und letztlich vom Händler verkauften Stück, , waren mit einem alternativen Antrieb ausgestattet. Wenn sich auch die Zahl der Anfragen über Modelle mit alternativen Antrieben auf autogott.at verdoppelt haben. „Das Segment spielt im Markt keine Rolle“, stellt Mladek fest. Noch geringer als das Interesse an reinen Elektroautos, ist jedoch die Nachfrage nach Hybridmodellen. Dass sich nach Einführung der Prämie für Autos mit Elektroantrieb etwas ändert, glaubt Mladek nicht. „Auch wenn laut einer aktuellen Umfrage von autogott.at die Prämie als überproportional reizvoll empfunden wird und sich 25 Prozent vorstellen können ein solches Auto zu kaufen.“ Letztlich würden sich wieder kaum jemand dazu entschließen so ein Modell auch tatsächlich zu kaufen.

2,5 Millionen Besucher auf autogott.at

2,5 Millionen Besucher haben 2016 die Rabattplattform besucht. Davon stellten rund zehn Prozent tatsächlich eine Anfrage und von diesen kauft rund ein Prozent. "Einer von tausend kauft also. 70.000 der Plattform-Besucher gaben im Vorjahr ihre Daten ein, um herauszufinden, ob für ihre Vorstellungen ein Auto dabei ist. ,5 Prozent vom Nettoverkaufspreis verdient das Unternehmen, das auch Einnahmen aus der Werbung auf der Homepage und Benutzerdaten lukriert.

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