Autonomes Fahren: Volvo will Airlines Konkurrenz machen

Autonomes Fahren: Volvo will Airlines Konkurrenz machen

Die Zukunft von Volvo: Premium-Reisen wie in einem Privatabteil

Autonom fahrende Autos als Alternative zum Flugzeug: Volvo sieht Potenzial, als Autohersteller der Multimilliarden-Dollar-Airline-Industrie Konkurrenz machen zu können. Mit der Konzeptstudie 360c zeigen die Schweden, wie sie sich das vorstellen.

Das voll-autonome Fahren, bei dem Autos ohne menschliches Zutun Fahrgäste abholen und zu ihrem Wunschziel bringen ist heute noch im Versuchsstadium. In den USA sind jedoch bereits ganze Test-Flotten solcher Roboter-Autos unterwegs und die etablierten Hersteller der Branche zeigen mit ihren Zukunftsstudien immer wieder, dass auch sie sich intensiv mit den Möglichkeiten des autonomen Fahren auseinandersetzen.

Mit dem mit der neuen Konzeptstudie 360c zeigt nun der schwedische Volvo-Konzern eine weitere Variante: Ein Reise-Mobil, das Schlafstätte, mobiles Büro, Wohnzimmer oder Unterhaltungsraum sein kann und zumindest auf Kurzstrecke auch Flugzeugen Konkurrenz machen soll.

Presenting Our Vision Of The Future: The 360c

Bequem und entspannt von einem zum anderen Ort transportiert werden, ohne Sicherheitskontrollen, damit verbundene Warteschlangen, strikte Boarding-Zeiten, streikenden Piloten und Verspätungen. Statt in einem lauten, überfüllten Flugzeug ist man in einem Privatabteil wie in der ersten Klasse unterwegs, wird zuhause oder im Büro abgeholt und direkt zum Ziel gebracht. Menschliche Fahrer: Überflüssig.

"Unsere Schlafkabine bietet Premium-Komfort und ruhiges Reisen bei Nacht, sodass man erfrischt am Zielort aufwacht. Es könnte uns in die Lage versetzen, mit den weltweit führenden Flugzeugherstellern zu konkurrieren", erklärt Mårten Levenstam, Senior Vice President Corporate Strategy bei Volvo. Es ist eine Vision der Autohersteller, sich damit in der Multimilliarden-Dollar-Industrie mit Fluggesellschaften, Flugzeugherstellern und anderen Dienstleistern in Stellung zu bringen.

Einheitliche Standards

Autonomes Fahren oder besser Reisen wird dabei als Gesamtkonzept gedacht. Die Fahrzeuge sind nicht nur selbstfahrend, sondern auch vollelektrisch und untereinander vernetzt, weshalb Volvo auch für einen globalen Standard für die sichere Kommunikation zwischen autonomen Fahrzeugen und allen anderen Verkehrsteilnehmern plädiert - ähnlich den Übertragungstechnologien im Mobilfunk.

„Das Geschäft wird sich in den kommenden Jahren ändern“, sagt Håkan Samuelsson, Chef von Volvo Car. „Autonomes Fahren hilft uns, den nächsten Schritt bei der Sicherheit zu gehen, aber auch neue spannende Geschäftsmodelle zu eröffnen. Kunden können im Auto künftig das machen, was sie wollen.“ Und Robin Page, Senior Vice President Design bei Volvo, ergänzt: "Autonome Fahrzeugkonzepte neigen dazu, ein Schaufenster der Technik zu werden anstatt eine Vision dafür, wie Menschen sie nutzen. Wir stellen den Menschen in den Mittelpunkt.

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