Neuzulassungen: Autohandel hat Grund zum Jubeln

Ein Plus bei Neuzulassungen von mehr als fünf Prozent lassen den österreichischen Autohandel jubeln.

Ein Plus bei Neuzulassungen von mehr als fünf Prozent lassen den österreichischen Autohandel jubeln.

Zuletzt zählte der österreichische Autohandel, was Absatzzahlen betrifft, zu den Schlusslichtern in der EU. Doch seit Anfang des Jahres werden wieder mehr deutlich mehr Autos verkauft. Welches Segment plötzlich boomt.

Die österreichischen Autohändler haben drei erfolgreiche Monate hinter sich: Von Jänner bis März 2016 wurden laut Statistik Austria 78.455 Pkw neu zum Verkehr zugelassen - um 4,4 Prozent mehr als im gleichen Quartal des Vorjahres. Der Kfz-Handel insgesamt konnte sogar um 5,3 Prozent auf 99.891 Kraftfahrzeuge zulegen. Im März alleine wurden 43.453 Kfz neu zugelassen, um 3,3 Prozent mehr als im März 2015 und um 53,0 Prozent mehr als im Februar 2016. Die Pkw-Neuzulassungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 2,8 Prozent auf 31.941 Stück.

Motorradfahrer in Kauflaune

Steigender Beliebtheit erfreuen sich auch Motorräder. Die Anzahl der Neuzulassungen von Leichtmotorrädern stieg um 5,2 Prozent und Motorräder um 10,7 Prozent. (+10,7 Prozent). Die Zahl der Motorfahrräder nahm geringfügig ab (-0,4 Prozent oder 10 Stück) .

Österreicher halten an Diesel fest

Österreicher zählen, trotz VW-Dieselskandal, zu eingefleischten Fans dieses Antriebs. Dieselbetriebene Pkw haben in Österreich einen Anteil von 58,2 Prozent - und dieser Anteil ist zuletzt trotz des VW-Dieselskandals gestiegen. Die Diesel-Neuzulassungen legten im ersten Quartal um 5,3 Prozent zu, jene benzinbetriebener Pkw (Anteil: 39,3 Prozent) nur um 1,6 Prozent. Im Marken-Vergleich konnte VW mit +8,9 eine der stärksten Zunahmen bei den Neuzulassungen verzeichnen. Noch besser ging es unter den Top-Marken nur BMW (+19,8 Prozent), Renault (+19,5 Prozent), Audi (+14,7 Prozent) und Ford (+9,0 Prozent). Um ein Drittel eingebrochen sind die Neuzulassungen bei Hyundai, Skoda hatte einen leichten Rückgang um 3,2 Prozent.

Lange wurde über Elektroautos nur geredet, viel geworben, aber wenig gekauft. Doch mit der Zunahme an Modellen und der Aussicht auf steigende Reichweite wird auch das Segment beliebter. Denn im ersten Quartal 2016 gab es bei Elektroautos den mit Abstand stärksten Anstieg. Die Neuzulassungen sprangen auf das 2,5-Fache (+149,2 Prozent). In absoluten Zahlen ist der Anstieg allerdings nicht ganz so eindrucksvoll: Im 1. Quartal entschieden sich 868 juristische Personen, Firmen und Gebietskörperschaften (+186,5 Prozent) und 124 Privatpersonen (+30,5 Prozent) für ein steuerbegünstigtes Elektroauto.

Nutzfahrzeuge vereinzelt im Minus

Am Nutzfahrzeugmarkt gab es Rückgänge bei land- und forstwirtschaftlichen Zugmaschinen (-5,1 Prozent), Sattelzugfahrzeugen (-1,8 Prozent) und Lastkraftwagen (Lkw) der Klasse (Kl.) N2 (-18,3 Prozent). Zulegen konnten hingegen Lkw der Klasse N1 (+18,7 Prozent) und Lkw der Klasse N3 (+24,8 Prozent).

Volkswagen-Konzernchef Matthias Müller und der "Sedric", der vollelektrisch und autonom fahrende Minivan.

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