Autofahrer überprüfen zu selten ihre Reifen

Nur wenige prüfen einmal im Monat den Reifendruck.

Nur wenige prüfen einmal im Monat den Reifendruck.

Bridgestone hat in einer Studie herausgefunden, dass die meisten Autofahrer ihren Reifendruck viel zu selten prüfen. Lesen Sie wie oft man den Reifendruck überprüfen sollte, wann Reifen am besten ausgetauscht werden sollten, wie man erkennt wann man sie schon vorher tauschen sollte und wie man Reifen am besten lagert.

Auch Reifen haben ein Haltbarkeitsdatum. Laut des Bundesverbandes für Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk sollten Autoreifen nach spätestens zehn Jahren ausgetauscht werden. Grundvoraussetzung: Sie wurden sach- und fachgerecht gelagert. Sind vorher bereits Risse oder Schnitte erkennbar, sollte in jedem Fall ein Fachmann befragt werden.

Einfacher Profiltiefentest mit 1-Euro-Münze

In der Regel beginnt der Verschleiß an der Lauffläche. Damit einer sicheren Fahrt nichts im Weg steht, braucht der Autoreifen ausreichend Profil. Laut Sebastian Grimm, Chef für das technische Service des weltweit größten Reifenherstellers Bridgestone, sollte dieses mindestens bei jedem Reifenwechsel geprüft werden. Einer Befragung des Unternehmens zufolge[1] tun dies aber weniger als die Hälfte aller Autofahrer. Dabei nimmt die Haftung bei Nässe bereits bei einer Profiltiefe von vier Millimetern deutlich ab. Gesetzlich sind mindestens 1,6 Millimeter Profiltiefe für Sommerreifen vorgeschrieben. „Ein grober Richtwert bietet der schnelle Test mit einer 1-Euro Münze“, empfiehlt der Bridgestone Experte. Die Münze wird einfach in eine der Hauptprofilrillen in der Mitte des Reifens gehalten. Wenn der goldene Rand der Münze verschwindet, ist mehr als 1,6 Millimeter Profiltiefe vorhanden – wenn nicht, ist ein baldiger Wechsel empfehlenswert.

Bedeutung korrekten Luftdrucks wird unterschätzt

Nach einer neuen Studie von Bridgestone1, prüfen nur 24 Prozent der Befragten den Reifendruck monatlich, rund fünf Prozent verzichten komplett darauf. Ein Zeichen dafür, dass die Bedeutung des korrekten Luftdrucks häufig unterschätzt wird. Vielmehr hält sich hartnäckig der Mythos, dass ein erhöhter Reifenluftdruck Kraftstoff spart. Das stimmt zwar in der Theorie, allerdings führen schon geringe Überschreitungen des empfohlenen Luftdrucks zu einem größeren Verschleiß und Aquaplaning Gefahr. Bei zu geringem Luftdruck wird die Seitenführung des Reifens schlechter, der Bremsweg verlängert sich, der Schulterverschleiß ist höher. „Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte der Luftdruck alle vier bis sechs Wochen geprüft werden“, so Grimm.

Viele Autofahrer möchten im Sommer auf größere Felgen umrüsten, ohne jedoch die passende Reifengröße zu kennen. Dass pro Fahrzeug nur eine Reifengröße passt, stimmt nicht: „Die meisten Fahrzeuge werden mit mehreren Reifengrößen homoligiert, also zugelassen. Auf der Bridgestone Homepage kann die Reifenfreigabe ganz bequem online angefragt werden“, empfiehlt Grimm.

Auto & Mobilität

Autonomes Fahren: Jaguar Land Rover will den Takt vorgeben

Gebrauchte Dieselautos: Der große Preisverfall droht

Auto & Mobilität

Gebrauchte Dieselautos: Der große Preisverfall droht

E-Autos in China: "Es wird ein enges und teures Rennen"

Wirtschaft

E-Autos in China: "Es wird ein enges und teures Rennen"