Audi startet mit erstem Elektro-Auto in die Zukunft

Mit der Premiere des Oberklassen-SUVs e-tron schlägt Audi ein neues Kapital auf. Vom ersten elektrischen Allradantrieb bis zum virtuellen Außenspiegel: Audi hat sich für seinen erstes Elektroauto einiges einfallen lassen.

Audi startet mit erstem Elektro-Auto in die Zukunft

Die neue Hochvol-Technik im neuen Audi e-tron soll als erstes Serienfahrzeug künftig an Ladestationen mit 150 kW betankt werden können. In einer halben Stunden soll der Tank fast vollgetankt sein.

Der amtierende, kommissarische Chef von Audi tritt schon kräftig auf die Tube. So hat Bram Schot in San Francisco das erste rein elektrisch angetriebene Serienmodell der Marke vorgestellt.

Elektrischer Allradantrieb entwickelt

Zwei E-Maschinen treiben den Elektro-SUV an. Dafür wurde eigens eine neue Generation des quattro-Antriebs entwickelt: der elektrische Allradantrieb. Er regelt permanent und in Sekundenbruchteilen die ideale Verteilung der Antriebsmomente zwischen beiden Achsen. Insgesamt soll der erste Elektoaudi so mit einer Stromladung bis zu 400 Kilometer weit kommen.

Raffinierte Technik um Bremsenergie zu gewinnen

Damit sportliches Fahren auch beim E-Audi nicht flöten geht, wurden auf eine tiefe und zentrale Lage der Batterien wert gelegt. Aus den Batterien sollen das Maximum herausgeholt werden. Wie lange ein Elektroauto mit einer Stromladung auskommt, hängt unter anderem stark von der Rekuperationsfähigkeit ab - der Rückgewinnung der Bremsenergie. Die Leistungsdaten von Audi sind dazu beeindruckend. Bei weit mehr als 90 Prozent aller Verzögerungen rekuperiert der Audi e-tron allein über seine E-Maschinen. Unterstützt wird der Audi dabei durch ein elektrohydraulisch integrierten Bremsregelsystem, das Audi als erster Hersteller weltweit in einem elektrisch angetriebenen Serienautomobil einsetzt

Virtuelle Außenspiegel sparen Energie

Auch die ausgeklügelte Aerodynamik trägt stark dazu bei so effizent wie möglich unterwegs zu sein. Eine Besonderheit: Der virtuelle Außenspiegel – eine Innovation im Serien-Autobau.

Das Fahrzeug plant die Strecke und zeigt Ladepunkte an und kann vorausschauend den Bremsvorgang einleiten oder beschleunigen

Ein praktisches Detail ist der e-tron-Routenplaner. Dieser sucht auf Wunsch die passende Strecke mit den erforderlichen Ladepunkten. Die Abrechnung erfolgt automatisiert an der Ladesäule und kann vom Smartphone aus ferngesteuert werden. Zahlreiche Assistenzsysteme entlasten zudem den Fahrer. So unterstützt der Effizienzassistent durch Hinweise und die automatische Rekuperation bei der ökonomischen Fahrweise. Wählt der Kunde den adaptiven Fahrassistenten, kann das System den Elektro-SUV zudem vorausschauend bremsen und beschleunigen.

Audi-eigene Ladekarte vereinfacht Zugang zu mehr als 72.000 Ladepunkten

Mit dem e-tron beginnt für Audi auch aus einem anderen Grund eine neue Ära. Die Marke will sich damit nicht nur als E-Autoanbieter positionieren, sondern vom klassischen Automobilhersteller zum Anbieter für Premium-Mobilität wandeln. Dazu soll das sogenannte Audi e-tron Charging Service Teil eines Ladeangebots sein, das europaweiten Zugang zu öffentlicher Ladeinfrastruktur bietet. Die Audi-eigene Ladekarte bündelt mehr als 72.000 Ladepunkte von 220 Anbietern und ermöglicht damit Elektromobilität über Grenzen und Anbieter hinweg. Ob AC- oder DC-Laden, ob 11 oder 150 kW – eine einzige Karte genügt, um das Laden zu starten. Viele Säulen sollen sich auch über das Scannen eines QR-Codes per Smartphone freischalten lassen. Eine Ladestation kann auch vorab geplant werden. Die Planung erfolgt entweder vorab in der myAudi App oder direkt im Auto.

Audi kann als erstes Serienmodell an 150 kW-Ladestationen bedankt werden

Ab 2019 sollen es E-Audi-Fahrern dann noch leichter haben. Der Audi e-tron soll dann als erstes Serienautomobil mit bis zu 150 kW geladen werden können. Damit ist er in etwa einer halben Stunde bereit für die nächste Langstrecken-Etappe. Um diese Superschnellladestationen zu entwickeln, haben der Volkswagen-Konzern mit Audi und Porsche, BMW, Daimler und Ford das Gemeinschaftsunternehmen Ionity gegründet. Bis 2020 sind so 400 solcher Stationen geplant.

Weitere E-Autos geplant

Als nächstes sind 2019 der Audi e-tron Sportback geplant und 2020 folgt der Audi e-tron GT von Audi Sport.

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