Anfragen für Gebrauchtwagen steigen um 30 Prozent

Der Autohandel liegt nach wie vor am Boden, doch es gibt erste Hoffnung. Welcher Bereich bereits wieder stärker nachgefragt ist und warum Autokäufe von Firmen anspringen könnten. Wie Händler die Lage einstufen.

Anfragen für Gebrauchtwagen steigen um 30 Prozent

Die Händler setzen große Hoffnung in den Herbst. Firmenkunden könnten wegen der neuen Investitionsprämie verstärkt wieder Autos kaufen.

Corona hat den Österreichern die Lust auf einen Autokauf verdorben. Von Jänner bis Juli wurden um 33 Prozent weniger Neuwagen gekauft. Dass der Wunsch nach einem Auto aber da ist, beziehungsweise wieder kommt, zeigt nun eine Untersuchung von Autoscout24.at, wonach zwischen Mai und Juli, die Nachfrage nach Gebrauchtwagen bei Autohändlern um 31 Prozent gestiegen ist.

Juli: Absatz von Gebrauchten steigt merklich
Der Wunsch nach individueller Mobilität, gerade in Zeiten von Corona, lässt sich auch an der steigenden Zahl von Neuzulassungen von Gebrauchtwagen ablesen. Im Juli legten die Käufe gebrauchter Autos um neun Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres zu.
Dass es vielmehr am Geld und nicht am Wunsch nach einem Auto liegt, zeigen die Rückgänge im selben Monat von 21 Prozent bei Zulassungen von Neuwagen. Was auch noch einmal ein Minus von rund sieben Prozent gegenüber dem Juni bedeutet.

Hoffnung, dass Investitionsprämie für E-Autos und Plug-In-Hybride, bei Firmen gut ankommt
Nun liegt die Hoffnung der Händler auf dem Herbst, wo auch vermehrt Firmen Elektro und erstmals auch Hybrid-Modelle kaufen könnten, nachdem für diese nun eine Investitionsprämie von 14 Prozent gilt, sofern die vollelektrische Reichweite von Plug-In-Modellen mehr als 40 Kilometer beträgt. "Derzeit macht die Nachfrage nach Elektroautos von Firmenkunden rund ein Fünftel aus", stellt Christian Eibisberger, Verkaufsleiter von Peugeut Edelsbrunner in Graz fest. Die Nachfrage nach Plug-In-Hybride sei bisher deutlich geringer und im einstelligen Prozentbereich. Die Nachfrage nach reinen E-Autos werde aufgrund der weiterhin höheren Förderung seiner Einschätzung nach auch höher als bei Hybriden bleiben. "Aber das Interesse von Firmenkunden, die nun zu uns in den Schauraum kommen und sich wegen der Investitionsprämie nach Plug-In-Hybriden erkundigen, steigt. Erst gestern hat sich ein Kunde explizit danach erkundigt. Im Herbst wird das Interesse, nach dem traditionell ruhigen August, speziell für diese geförderten Modelle bestimmt merklich anziehen", meint Eibisberger.

Diesen Extraservice bieten online Gebrauchtwagen-Börsen
Um den Absatz anzukurbeln, bieten Gebrauchtwagenbörsen nun teilsweise neue Servicetools an. Autoscout24.at etwa unterstützt die Gebrauchtwagenhändler damit Modelle mit reduziertem Preis hervorzuheben. Nutzer können so die Modellauswahl konkret nach den Sonderangeboten filtern. Zudem können Interessenten mit einem Klick alle wichtigen Informationen für den Autokauf direkt an den Händler schicken: Von der Reservierung über Leasing, Lieferung oder Inzahlungnahme eines alten Fahrzeugs. Details zum Kaufvertrag, Bezahlung und Übergabe machen sich Händler und der neue Autobesitzer direkt aus. Mit Service-Labels wird für den Kunden auf einen Blick sichtbar, was der Händler ihm beim Autokauf anbietet: Erreichbarkeit, Online-Beratung, Online-Vertrag, Reservierung, Lieferung oder Zulassung gehören zu den Service-Kategorien, die angezeigt werden können.
Bei dasweltauto.at können Interessenten das Modell ihrer Wahl online reservieren. Bei willhaben.at praktisch sind Rubrike, die eine Auswahl etwa nur von Vorführwagen oder Pickups direkt auf der Startseite bieten. Letzeres Auswahltool is, gerade für Firmen aufgrund der Möglichkeit des Vorsteuerabzugs, interessant.

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