70 Jahre Porsche: Ein Porsche ohne Lenkrad? Niemals!

Oliver Blume, CEO Porsche

Oliver Blume, CEO Porsche

Der trend traf Porsche-Chef Oliver Blume in Stuttgart zum Exklusivinterview. Ein Gespräch über die Zukunft des Autofahrens und warum das letzte je gebaute Auto ein Porsche 911 sein wird.

Porsche, die erfolgreichste Sportwagenmarke der Welt, wird 70 Jahre alt und erfindet sich zum Jubiläum neu. Porsches Zukunft wird elektrisch sein. trend-Chefredakteur Andreas Weber traf Porsche-CEO Oliver Blume in der Stuttgarter Unternehmenszentrale zum Interview.

trend: Herr Blume, Sie wurden am 6. Juni 50 Jahre alt, Porsche am 8. Juni 70. Der berühmte Roadster 356/1 erhielt an diesem Tag die Betriebsgenehmigung mit dem Kärntner Kennzeichen K 45.286. Wann haben Sie in Ihrer Jugend Porsche zum ersten Mal wahrgenommen?
Oliver Blume: Wie so viele Buben habe ich gerne mit Matchbox-Autos gespielt, da war auch immer ein Porsche dabei. Auf die Performance aufmerksam wurde ich durch die Autoquartette. Porsche hat gut gestochen. Insofern war mir die Marke von Kindheit an ein Begriff.

trend: Sind Sie als Student oder am Beginn Ihrer Berufslaufbahn schon Porsche gefahren?
Blume: Das konnte ich mir nicht leisten. Ich habe mit einem VW Käfer angefangen. Den besitze ich heute noch.

trend: War es für Sie immer ein Traum, für Porsche zu arbeiten?
Blume: Porsche hat natürlich eine sehr große Strahlkraft. Ich habe meine Karriere aber bei Audi begonnen und meine einzelnen Karriereschritte nie geplant. Als ich dann - nach Stationen bei Seat und Volkswagen - gefragt wurde, ob ich zu Porsche wechseln wolle, war das eine große Freude und Ehre.

trend: Die Dieselaffäre hat nun auch Porsche erreicht. Razzien, Ermittlungen gegen ranghohe Manager, 60.000 Autos müssen wegen Softwaremanipulationen zurückgerufen werden. Kann die Dieselaffäre Porsche so lähmen wie VW und Audi?
Blume: Ich denke, das hält sich in Grenzen. Porsche entwickelt und baut selbst keine Dieselmotoren. Und unsere Zahlen sprechen für sich. Für uns war und ist aber wichtig: Sollte bei unseren Fahrzeugen etwas nicht in Ordnung sein, dann bringen wir es in Ordnung und übernehmen als Hersteller die volle Verantwortung gegenüber den Kunden. Wir stehen dafür gerade, ohne Wenn und Aber.

trend: Sie bekommen die Dieselmotoren von Audi. Ist das Vertrauensverhältnis zur Konzernschwester gestört?
Blume: Nein, wir arbeiten eng zusammen, schauen gemeinsam nach vorn. Es ist uns ein großes Anliegen, die Erwartungen unserer Kunden in Sachen Qualität, Integrität und Service zu erfüllen. Und das in vollem Umfang.

Porsche CEO Oliver Blume beim Interview mit Andreas Weber

Porsche CEO Oliver Blume beim Interview mit Andreas Weber

trend: Nur zwölf Prozent aller verkauften Porsche haben einen Dieselmotor. Wann schmeißen Sie den Diesel aus dem Programm?
Blume: Aktuell haben wir keinen Diesel im Angebot, perspektivisch planen wir aber noch mit einem Diesel. Zumal die heutige moderne Dieselmotoren-Technologie einen wertvollen Beitrag leistet, CO2-Emissionen zu reduzieren. Porsche setzt daher auf einen Mix aus Verbrennungsmotoren, Hybridantrieben und reinen Elektroantrieben.

trend: Sie haben 2017 wieder eine Rekordbilanz vorgelegt: 246.000 verkaufte Autos, 4,14 Milliarden Euro operatives Ergebnis, 17,6 Prozent Rendite. Gibt es für Porsche Grenzen des Wachstums?
Blume: Auch wenn unsere aktuelle Entwicklung den Anschein macht - "schneller, höher weiter", diese Devise gilt bei uns nur auf der Rennstrecke. Rekorde bei Auslieferungen und Umsatz sind nicht unser Ziel. Unseren wirtschaftlichen Erfolg messen wir bei Porsche anders. Für uns zählen in erster Linie begeisterte Kunden, eine gute Rendite und sichere Arbeitsplätze. Bei uns steht wertschaffendes Wachstum im Mittelpunkt. Das ist uns wichtig.
Nur so können wir die Marke Porsche zukunftsfähig machen und gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. Und das im Sinne eines ganzheitlichen Ansatzes, entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Um uns darüber hinaus noch stärker im sozialen und ökologischen Bereich zu engagieren, haben wir gerade erst die Ferry-Porsche-Stiftung gegründet. So helfen wir Menschen, denen es nicht so gut geht. Ganz wichtig ist uns dabei Bildung. Die Gründung der Stiftung soll dokumentieren, wie ernst wir das meinen.

trend: Porsche steht für schnelle, teure und luxuriöse Autos und nicht für Sozialprojekte.
Blume: Bei Porsche gehen wirtschaftlicher Erfolg und gesellschaftliche Verantwortung Hand in Hand. Das ist kein Widerspruch, sondern hat Tradition. Porsche hat eine besondere Unternehmenskultur, die fest verankert ist in unserer Strategie: Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt. Das gilt für die Mitarbeiter ebenso wie für den Umgang mit Kunden, Lieferanten oder Nachbarn. Wir wollen sympathisch sein.


Wir haben eine besondere Unternehmenskultur. Wir wollen sympathisch sein.

trend: Sie haben vor einem Jahr zu 650 Führungskräften gesagt, jeder im Konzern müsse sich ab sofort so verhalten, als wäre man in der Krise. Was genau haben Sie damit gemeint?
Blume: Der Begriff "Krise" ist definiert als Wendepunkt einer gefährlichen Lage oder als entscheidender Abschnitt einer schwierigen Situation. Und die Autoindustrie befindet sich gerade an einem solchen Punkt -mitten in der Transformation. Elektrifizierung, Digitalisierung und Konnektivität sind die großen Trends, die alles verändern werden. Dem müssen wir uns stellen, um unser Unternehmen weiterhin erfolgreich in die Zukunft zu führen.

trend: In den 80er-Jahren wäre Porsche wegen verfehlter Produktpolitik fast pleitegegangen. Ein weiteres Zitat von Ihnen lautet: "Die Automobilindustrie verändert sich in den nächsten fünf Jahren stärker als in den 50 Jahren zuvor." Warum brauche ich noch einen Porsche, wenn ich bald autonom fahren kann?
Blume: Für uns sind Digitalisierung und autonomes Fahren keine Bedrohung, sondern eine große Chance. Für einen Sportwagenhersteller geht es zunächst einmal darum, diese Technologien richtig einzusetzen. Wir müssen die neuen Technologien mit dem verbinden, was Porsche traditionell ausmacht. Deshalb entwickeln wir auch unseren ersten rein elektrischen Sportwagen. Der wird sich fahren wie ein Porsche und er wird aussehen wie ein Porsche. Denn: Er ist ein echter Porsche! Auch in Sachen Qualität wird er unseren Verbrenner-Modellen in nichts nachstehen. Und dann wird es unerheblich sein, ob das Fahrzeug elektrisch angetrieben ist oder ein digitales Feature mehr aufweist.

trend: Der Mission E kommt Ende 2019, soll über 600 PS und eine Reichweite von 500 Kilometern verfügen. Wie können Sie garantieren, dass man nicht wie mit einem Tesla 90 km/h auf der Autobahn fahren muss, um die angegebene Reichweite zu erreichen?
Blume: Den Mission E wird es in verschiedenen Leistungsstufen geben, mit Reichweiten über 500 Kilometer. Das Fahrzeug kann in 15 Minuten für eine Reichweite von 400 Kilometern aufgeladen werden. Dazu entwickeln wir mit unseren Partnern im Rahmen des Joint Ventures Ionity eine neue Schnellladeinfrastruktur für ganz Europa. Wir legen das Aggregat so aus, dass Sie das Fahrzeug zehnmal hintereinander von null auf 100 und viermal von null auf 200 beschleunigen können. Die Fahrdynamik wird typisch Porsche sein - da brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen.

Vergangenheit trifft Zukunft

Der Ur-Porsche und der Mission E

Porsche Roadster 356/1

Der erste Porsche hatte 35 PS und brauchte von null auf 100 km/h 23 Sekunden.

Porsche Mission E

Der rein elektrische Mission E wird über 600 PS verfügen.

trend: Sie haben selbst gesagt, dies sei das ehrgeizigste und riskanteste Projekt, das Porsche je in Angriff genommen hat.
Blume: Ja, das ist so. Wir gehen in ein neues Segment, setzen eine komplett neue Technologie ein, errichten hier am Stammsitz in Stuttgart für eine Milliarde Euro neue Fertigungsstätten, die wir so flexibel gestalten, dass wir gleichzeitig den neuen 911 und den Mission E bauen können. Wir schaffen 1.200 neue Arbeitsplätze. Gemeinsam mit den Arbeitnehmern haben wir ein tolles Zukunftspaket für den Standort entwickelt. Vom Vorstand angefangen zahlen alle Mitarbeiter einen sogenannten "Zukunftsbeitrag" - Führungskräfte 0,5 Prozent, alle anderen Arbeitnehmer 0,25 Prozent ihrer Gehaltserhöhung - in dieses Projekt ein. Rechnet es sich, erhalten alle Tarifbeschäftigten das Geld verzinst zurück. Dieses Projekt ist einmalig in der Automobilindustrie. Und wir spüren, dass alle Mitarbeiter hier in Zuffenhausen begeistert daran mitarbeiten.

trend: Wie hoch wird der Anteil von E-Porsches 2025 sein?
Blume: Wir rechnen damit, dass 2025 etwa ein Viertel aller neuen Porsche über einen Elektromotor verfügt. Für den Übergangszeitraum wird sich Porsche flexibel aufstellen, da sich die verschiedenen Märkte unterschiedlich entwickeln. Im kommenden Jahrzehnt werden höchstwahrscheinlich in den chinesischen Metropolen keine Verbrenner mehr verkauft werden. In anderen Regionen wird sich das ganz anders entwickeln.

trend: Bösartige Frage: Tesla hat gerade enorme Schwierigkeiten, den Tesla 3 von der Fabrik auf die Straße zu bringen. Kann Ihnen das auch passieren?
Blume: Ich will mich weder mit Tesla vergleichen, noch steht es mir von außen zu, die tatsächlichen Probleme zu beurteilen. Wir bereiten uns sehr detailliert auf den Mission E vor. Porsche hat große Erfahrung mit neuen Produktionsabläufen, wir machen das mehrmals im Jahr. Wir liegen komplett im Plan und sind sehr zuversichtlich.

Porsche in Zahlen
Umsatz 23,5 Mrd. Euro
Mitarbeiter 29.777
Verkaufte Autos 246.000
Operatives Ergebnis 4,14 Mrd. Euro
Rendite 17,6 Prozent
F&E-Ausgaben 2,3 Mrd. Euro
Modellreihen 5

trend: Das "manager magazin" hat in einer Titelgeschichte davor gewarnt, dass die deutsche Automobilindustrie in eine "Elektrofalle" tappen würde. Es gäbe nur zwei wesentliche Batteriehersteller, einen in China, einen in Südkorea. Die würden Preise und Mengen diktieren. Richtige These?
Blume: Die Koreaner haben im Moment die Nase vorne - das ist richtig. Wichtig ist aber - jetzt spreche ich mal für den gesamten Volkswagenkonzern -, dass auch wir in die Technologieentwicklung einsteigen, um die Batteriezellen weiterzuentwickeln. So lange können wir aber auf einen guten Lieferantenmarkt vertrauen. Dort herrscht Konkurrenz wie überall anders auch.

trend: Steht überhaupt schon fest, dass die Elektromobilität das Antriebssystem der Zukunft ist?
Blume: Derzeit ist die Elektromobilität technologisch am greifbarsten. Sie wird in jedem Fall in den nächsten Jahren die Automobilindustrie dominieren. Die Zukunft von Porsche wird elektrisch sein.

trend: Wie beurteilen Sie die Wasserstofftechnologie?
Blume: Da braucht es noch deutlich mehr Entwicklungsarbeit. Wir setzen jetzt - wie schon gesagt - auf die Weiterentwicklung von Verbrennungsmotoren, Plug-in-Hybride und eben reine Elektromobilität.

trend: Wie lange wird es Verbrennungsmotoren geben?
Blume: Ich kann nicht in die Glaskugel schauen. Das hängt auch sehr damit zusammen, wie sich die einzelnen Weltregionen entwickeln. In manchen Erdteilen wird es für Elektromobilität noch lange nicht die nötige Infrastruktur geben, die skandinavischen Länder dagegen sind heute schon sehr weit. In Norwegen werden bereits sechs von zehn neuen Panamera mit Hybridantrieb bestellt. Porsche wird künftig drei verschiedene Antriebskonzepte im Angebot haben und diese Porsche-typisch interpretieren. Eine durch die Politik festgelegte, starre Deadline für das Ende des Verbrennungsmotors sehen wir kritisch. Der Staat alleine kann da kein Innovationstreiber sein.


Derzeit ist die Elektromobilität am greifbarsten. Sie wird in den nächsten Jahren die Automobilindustrie dominieren. Die Zukunft von Porsche wird elektrisch sein.

trend: Von Ihrer Ikone, dem 911, verkaufen Sie nur noch etwas mehr als 30.000 Stück im Jahr. Ende des Jahres kommt der neue Elfer. Welche Erwartungen haben Sie an die neue Baureihe?
Blume: Eine Ikone lebt nicht davon, wie viele Exemplare verkauft werden. Beim 911 ist es die Kunst, absolute Alltagstauglichkeit mit extremer Sportlichkeit zu verbinden. Ferry Porsche hat einst prophezeit: "Das letzte Auto, das jemals gebaut wird, wird ein Sportwagen sein." Ich würde noch einen Schritt weitergehen: Es wird ein Porsche 911 sein. Ob mit Verbrennungsmotor oder mit Elektroantrieb, das wird sich zeigen.

trend: Autonomes Fahren, Fahrzeuge ohne Lenkräder - wer braucht da noch einen 911er?
Blume: Es wird immer Fans für diesen sehr puristischen Sportwagen mit hoher Leistung, hohem Drehmoment und tollem Design geben. Und so viel steht fest: Ein Porsche wird immer ein Lenkrad haben. Einen Porsche wird man auch in Zukunft selber fahren können - und wollen. Aber auch für Porsche-Fahrer gibt es Situationen - wie etwa im Stau -, in denen sie gerne auf Module des autonomen Fahrens zurückgreifen werden. Der Sportwagen der Zukunft wird ein "Car for Life" sein. Vergleichbar mit einem Smartphone: Intelligent vernetzt im "Internet der Dinge", wird es weit mehr Funktionen abdecken können als die reine Fortbewegung von A nach B. Beim Mission E werden wir erstmals Funktionen "on demand" anbieten. Der Kunde kann jederzeit neue Funktionen dazuerwerben - auch nach dem Kauf des Autos und temporär.

Porsche CEO Oliver Blume

Am Steuer bleiben: "Ein Porsche wird immer ein Lenkrad haben", meint CEO Oliver Blume.

trend: Die Porsche-Gene liegen im Motorsport. Wie wichtig ist der Rennsport noch?
Blume: Sehr wichtig. Dort liegen unsere Wurzeln. Die Rennstrecke ist für uns nach wie vor das ultimative Umfeld, um neue Technologien zu erproben, bevor wir sie in die Serie übertragen.

trend: Formel 1 oder Formel E?
Blume: Wir haben unseren Einstieg in die Formel E für 2019 angekündigt. Das passt perfekt zu unserer Produktstrategie. Auch wenn es viele gerne hätten: Ein Einstieg in die Formel 1 mit einem eigenen Werksteam ist für Porsche derzeit kein Thema.

trend: Sie haben mittlerweile wie alle in der deutschen Automobilindustrie Digital Labs, sind an Start-ups etwa in Israel beteiligt. Was sollen die liefern?
Blume: Die Gründerszene ist Treiber des digitalen Wachstums. Für die Industrie sind Start-ups wichtig, um voranzukommen. Wir verstehen sie als riesige Chance, Kontakt zu neuen Technologien zu bekommen, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und noch mehr Kreativität aufzunehmen. In einer Start-up-Kooperation entwickeln wir für den Mission E zum Beispiel gerade ein Beifahrer-Display, bei dem es dem Fahrer nicht möglich sein wird, in das Display zu schauen, der Beifahrer aber in Ruhe Videos ansehen kann. Gleichzeitig geht es bei unseren Start-up-Beteiligungen aber auch darum, Kontakt zu jungen Talenten zu knüpfen, Scouting zu betreiben und zu schauen, wo wir gute neue Leute für Porsche gewinnen können.

trend: Die Start-up-Szene hält die Automobilindustrie für verkrustet und mit einem Ablaufdatum versehen.
Blume: Das sehe ich anders. In der Automobilindustrie ist sehr viel in Bewegung. Wir bei Porsche öffnen uns daher ganz bewusst für Start-ups, lernen von ihrer Agilität und bieten im Gegenzug weitreichende Möglichkeiten, um die Mobilität von morgen zu gestalten.

trend: Sie sind vor Kurzem auch in den VW- Konzernvorstand berufen worden. Die Position eines Porsche-Chefs ist kein Frühstücksdirektoren-Job. Wie geht sich das zeitlich aus?
Blume: Neben meiner Hauptaufgabe bei Porsche verantworte ich als Mitglied des Konzernvorstands von Volkswagen nun die Konzernproduktion, das Design und den Motorsport sowie die Markengruppe Sport/Luxus. Ich sehe mich hier in einer koordinierenden Rolle. Den Ansatz der Quervernetzung halte ich für sehr positiv, um den Zusammenhalt noch weiter zu fördern und weitere Synergien zu erschließen. Das ist sicher eine anspruchsvolle Aufgabe und erfordert eine gute Organisation. Ich habe schon bei einigen Konzernmarken gearbeitet, kenne das ganze Produktionsumfeld und fast alle Fabriken. Das hilft mir.

trend: Wir betrachten Porsche eigentlich als österreichisches Unternehmen. Welche Beziehungen haben Sie als gebürtiger Braunschweiger zu Österreich?
Blume: Ich fahre im Winter viel Ski, in Obertauern, am Arlberg und in anderen Skigebieten. Mit einem Porsche durch die Alpen zu fahren, ob im Winter oder im Sommer, ist immer eine tolle Sache. Außerdem mag ich die österreichische Mentalität. Ich schätze das Bodenständige und Ehrliche.

trend: Wie viele Porsche besitzen Sie privat? Ihr Vorgänger hatte angeblich von jeder 911er-Generation einen.
Blume: Ich habe privat zwei Fahrzeuge in meiner Garage: den alten Käfer und einen puristischen 911 R. Den habe ich mir gekauft und der macht mir extrem viel Freude.

Herr Blume, wir danken für das Gespräch.


Zur Person

Oliver Blume

Der gebürtige Braunschweiger studierte Maschinenbau an der TU Braunschweig und startete seine Karriere als Trainee bei Audi. Er war für die Produktplanung von Seat und VW verantwortlich, 2013 wurde er in den Vorstand von Porsche berufen. Zwei Jahre später folgte er Matthias Müller an die Porsche-Spitze. Müller wurde Konzernchef von Volkswagen. Porsche legt unter Blumes Führung eine Rekordbilanz nach der anderen vor.


Das Interview ist der trend-Ausgabe 22/2018 vom 1. Juni 2018 entnommen.

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