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Artikel vom Freitag, 10. Oktober 2014

Deutsche Börse muss auf Schulterschluss mit Börse Shanghai warten

(Reuters) - Die Deutsche Börse muss sich noch etwas gedulden, bis die geplante Kooperation mit der Shanghai Stock Exchange in trockenen Tüchern ist. Bei den deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen in Berlin wurde eine entsprechende Vereinbarung noch nicht unterzeichnet. Inhaltlich gebe es zwischen den beiden Börsenbetreibern aber keine Differenzen, sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis die Kooperation formell auf den Weg gebracht werde. Deutsche-Börse-Chef Reto Francioni war am Freitag der einzige Vorstandschef aus der deutschen Finanzindustrie, der beim Mittagessen mit Chinas Ministerpräsident Li Keqiang, Bundeskanzlerin Angela Merkel und diversen Ministern aus beiden Ländern mit von der Partie war.

US-Finanzinvestor Blackstone gliedert Beratungssparte aus

(Reuters) - Der US-Finanzinvestor Blackstone gliedert seine Beratungssparte aus, um Interessenkonflikte zu vermeiden. Die Bereiche, die für Übernahmen (M&A), Umstrukturierungen und Beratung zuständig sind, sollen zusammengelegt werden mit dem Beratungsunternehmen des Ex-Morgan Stanley -Bankers Paul Taubman, wie der Konzern am Freitag mitteilte. Blackstone-Chef Stephen Schwarzman sagte, das Beteiligungsgeschäft habe in den vergangenen Jahren zugelegt. Deshalb habe man aus Sorge vor potenziellen Interessenkonflikten das Beratungsgeschäft nicht so "aggressiv" wie geplant vorantreiben können. "Die Trennung unserer Bereiche Beteiligungen und Beratung wird für beide Sparten neue Wachstumschancen eröffnen."

Deutschland und China wollen Marktzugang erleichtern

(Reuters) - Deutschland und China wollen ihren Banken einen besseren Marktzugang gewähren. Beide Seiten stimmten zu, den Finanzinstituten der jeweils anderen Seite die gleichen Bedingungen zu gewährleisten, heißt es in einer Erklärung, die bei den dritten deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen am Freitag beschlossen wurde. Vereinbart wurde zudem ein Finanzdialog auf hoher Ebene, der auch Kontakte der Zentralbanken einschließt. Zudem wird ein zügiger Abschluss des Investitionsschutzabkommens zwischen China und der EU angemahnt. Beide Seiten bekennen sich zu einer größeren Rolle der chinesischen Währung im internationalen Finanz- und Wirtschaftssystem.

Airbus verkauft 70 Flugzeuge der A320-Familie an China

(Reuters) - Airbus hat einen Vertrag über den Verkauf von 70 Flugzeugen der A320-Familie an China unterzeichnet. Der Auftrag habe ein Volumen von etwa 5,5 Milliarden Euro, sagte Airbus-Chef Fabrice Bregier nach der Unterzeichnungszeremonie am Rande der deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen am Freitag in Berlin.

Wirtschaftsflaute in Deutschland alarmiert IWF

(Reuters) - Die Konjunkturschwäche in Deutschland alarmiert den Internationalen Währungsfonds (IWF). "Wir sind ziemlich besorgt über die Abkühlung in Deutschland", sagte der Europa-Experte des Fonds, Mahmood Pradhan, am Freitag in Washington. Nach dem Schrumpfen der Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal deute einiges auf eine anhaltende Schwäche hin. Die Erholung in der Euro-Zone falle offenbar viel schwächer aus als im Frühjahr erwartet. Der IWF hat seine Prognose für Deutschland jüngst kräftig nach unten revidiert. Er erwartet für dieses Jahr nur noch ein Wachstum von 1,4 Prozent und damit einen halben Prozentpunkt weniger als ursprünglich veranschlagt.

Lidl sperrt in Serbien auf

Belgrad/Salzburg (APA) - Der deutsche Lebensmittel-Diskonter Lidl will bis Jahresende seine ersten Supermärkte auch in Serbien eröffnen. Der deutsche Lebensmitteldikonter will gleichzeitig 15 Supermärkte aufsperren.

Grasser klagt ORF wegen Novomatic-Bericht

Grasser klagt ORF wegen Novomatic-Bericht

Österreichs Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser bestreitet vehement vom österreichischen Glücksspielkonzern Novomatic Zahlungen von zwei Millionen Euro erhalten zu haben. Der ORF wurde nun von Grasser aufgrund der Berichterstattung auf ORF.at und Teletext geklagt - wegen der Verletzung der Unschuldsvermutung. Ermittlungen in der "Causa Novomatic" sind noch anhängig.

Lufthansa lastet Flugzeuge besser aus

(APA/dpa) - Trotz der fortgesetzten Pilotenstreiks hat die AUA-Konzernmutter Lufthansa im September deutlich mehr Passagiere geflogen als ein Jahr zuvor. Ihre Zahl stieg im Konzern um 3,5 Prozent auf knapp 10,3 Millionen, wie das Unternehmen am Freitag in Frankfurt mitteilte.

Resultate des Banken-Checks kommen am 26. Oktober

(APA/Reuters) - Der Tag der Wahrheit für Europas Banken fällt auf einen Sonntag. Wie die Europäische Zentralbank (EZB) und die Bankenaufsicht EBA am Freitag mitteilten, wollen sie die mit Spannung erwarteten Ergebnisse ihrer seit Monaten laufenden Überprüfung der 130 größten Banken des Kontinents am Sonntag, dem 26. Oktober, um 12 Uhr mittags veröffentlichen.

SAP-Chef McDermott: Geschäft läuft gut wie nie

(APA/Reuters) - SAP-Chef Bill McDermott ist Zweifeln an einer guten Auftragslage im traditionell starken vierten Quartal entgegengetreten. "Unser Geschäft war noch nie stärker", sagte der Vorstandsvorsitzende des Walldorfer Softwarekonzerns am Freitag im Gespräch mit Reuters Insider. Er reagierte damit auf eine Frage zu einem Bericht von "Börse Online" in dieser Woche.

Russland bestätigt neue Gasgespräche mit EU und Ukraine in Berlin

(Reuters) - Zur Lösung des Gasstreits mit der Ukraine hat Russland einer neuen Gesprächsrunde in Berlin zugestimmt. Man werde an den Verhandlungen am 21. Oktober unter Vermittlung der EU teilnehmen, teilte das russische Energieministerium am Freitag mit. Die Ukraine hatte bereits zuvor signalisiert, dass sie mit dem neuen Termin einverstanden sei.

EU-Handelskommissar: Freihandelsabkommen mit China nicht sinnvoll

(Reuters) - EU-Handelskommissar Karel de Gucht lehnt Verhandlungen mit China über ein Freihandelsabkommen ab. "Ein solches Abkommen wäre derzeit nicht sinnvoll", sagte de Gucht am Freitag vor Journalisten in Berlin. "Es würde nur die laufenden Gespräche über ein EU-Investitionsschutzabkommen mit China weiter verzögern." Diese seien schon kompliziert genug. Zudem seien in China viele Voraussetzungen für ein Freihandelsabkommen nicht vorhanden, fügte der scheidende EU-Kommissar hinzu. Dies betreffe etwa die chinesische Praxis, eigenen Firmen Subventionen oder Exporthilfen zu zahlen.

Industrie in Griechenland weiter im Niedergang

(Reuters) - Die Industrie in Griechenland ist weiter auf Talfahrt. Die Produktion fiel im August zum Vorjahr um 0,9 Prozent, wie das Statistikamt am Freitag mitteilte. Die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe, zu dem auch Minenbetreiber sowie Strom- und Wasserversorger zählen, sank sogar um 5,7 Prozent. Es war bereits der sechste Monate in Folge.

Großes Rätseln um Pleite von Apple-Zulieferer

(Reuters) - Die überraschende Pleite eines Apple -Zulieferers wird immer rätselhafter. Die Firma GT Advanced Technologies schweigt auch vor Gericht hartnäckig zu den Gründen ihres Insolvenzantrages. In einem äußerst ungewöhnlichen Schritt beantragte sie bei einer ersten öffentlichen Anhörung am Donnerstag sogar, dass wichtige Dokumente unter Verschluss bleiben. Damit werden die Aktionäre des börsennotierten Unternehmens, das besonders kratzfestes Saphirglas für iPhones und andere Apple-Produkte produzieren sollte, zunächst nichts über dessen Probleme und Sanierungsplan erfahren. Ein Anwalt begründete dies mit einem mit Apple vereinbarten Vertraulichkeitsabkommen. Dadurch wären GT Advanced die Hände gebunden.

Ausverkauf am Aktienmarkt - Angst vor Bilanzsaison

(Reuters) - Aus Furcht vor einbrechenden Unternehmensgewinnen sind Anleger am Freitag in Scharen aus den internationalen Aktienmärkten geflohen. Dies drückte den Dax zeitweise auf ein Zwölf-Monats-Tief von 8788,21 Punkten. "Es graut jedem vor der anstehenden Quartalssaison", sagte ein Börsianer. "Von Panik sind wir aber noch weit entfernt", betonte ein anderer Aktienhändler. Der deutsche Leitindex büßte bis zu 2,4 Prozent ein. Das ist der größte Tagesverlust seit der Krim-Krise im Frühjahr. Der EuroStoxx50 büßte am Freitag 1,3 Prozent auf 3004 Zähler ein.

Ebola-Angst beflügelt Schutzkleidungsanbieter Lakeland

Die Furcht vor einer weiteren Ausbreitung der Seuche Ebola hat Lakeland am Freitag erneut beflügelt. Die Aktien des Spezialisten für Schutzbekleidung bauten ihr gut 50-prozentiges Vortagesplus im vorbörslichen US-Geschäft um acht Prozent aus. Damit hat sich der Kurs der Papiere binnen vier Wochen fast verdreifacht.

Deutsche-Bank-Co-Chef als Vermittler bei Media-Saturn im Gespräch

(Reuters) - D eutsche-Bank -Co-Chef Jürgen Fitschen ist im Dauerstreit bei Europas größter Elektronikhandelskette Media-Saturn als Vermittler zwischen Mehrheitseigner Metro und Minderheitseigner Erich Kellerhals im Gespräch. Fitschen könnte eine Rolle als Friedensstifter einnehmen, berichtete das Wirtschaftsmagazin "Bilanz". Bislang sei Fitschen aber nicht in dieser Rolle aktiv, sagten mehrere Insider. Sprecher des Handelskonzerns und Kellerhals' wollten die Angaben nicht kommentieren, von der Deutschen Bank war keine Stellungnahme zu erhalten. Fitschen kennt den Düsseldorfer Handelsriesen gut, bereits seit 2008 sitzt er im Metro-Aufsichtsrat. Kellerhals wiederum schätzt nach Angaben eines Sprechers seiner Investmentgesellschaft Convergenta Fitschen "als integre und kompetente Persönlichkeit".

US-Steuerfahnder haben Deutsche Bank in der Schweiz am Haken

(Reuters) - Zu den unzähligen Rechtsstreitigkeiten der Deutschen Bank gesellt sich ein Steuerzwist mit den US-Behörden. Die Schweizer Tochter von Deutschlands größtem Geldhaus räumte eine Selbstanzeige ein. Weitere Angaben wollte eine Sprecherin nicht machen, auch am Hauptsitz in Frankfurt hieß es am Freitag: kein Kommentar.

Malala Yousafzay: 17jährige erhält Friedensnobelpreis

Der Friedensnobelpreis 2014 geht an die Kämpfer für die Rechte von Kindern und Jugendlichen, Malala Yousafzai und Kailash Satyarthi. Die Pakistanerin ist die bisher jüngste Friedensnobelpreisträger; Kailash Satyarthi ist der erste Inder, der die prestigeträchtige Auszeichnung erhält. Künftig wollen die beiden Preisträger gemeinsam für ein friedlicheres Südasien arbeiten - ihre Heimatländer lieferten sich diese Woche wieder blutige Gefechte.

OMV: Post-Chef Pölzl als Roiss-Nachfolger gehandelt

OMV: Post-Chef Pölzl als Roiss-Nachfolger gehandelt

Das Personalkarrussel um den OMV-Chefsessel dreht auf. Finanzvorstand-Davies wird als interimistischer CEO gehandelt. Und wieder einmal werden auch Post-Vorstandschef Georp Pölzel beste Chancen eingeräumt, die OMV als Vorstandschef zu übernehmen. ÖIAG-Chef Kemler steht unter Druck.

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