Arbeit als Chance, für Österreich und für Migranten

Arbeit als Chance, für Österreich und für Migranten

Der aus Damaskus geflohene Basas zeigt Fotos der Schulkinder, die er in Syrien betreut hat.

Sollen Migranten möglichst rasch und möglichst viel arbeiten, um das Sozialsystem nicht über Gebühr zu belasten? Oder sollten vom Arbeitsmarkt ferngehalten werden, um andern nicht den Arbeitsplatz wegzunehmen? Die Fronten laufen quer durch Parteien und Interessenvertretungen.

Die Frage, ob und ab welchem Zeitpunkt Asylanten arbeiten dürfen ist ein politisch heißes Eisen. Die Lage ist verworren: 425.000 Menschen waren im April in Österreich arbeitslos, abertausende Asylberechtigte drängen auf den Arbeitsmarkt, gleichzeitig haben viele Staatsbürger Angst um Ihren Job. Dennoch fnden viele Unternehmen keine Facharbeiter. In etlichen Branchen fehlen Arbeitskräfte, vor allem solche, die am Wochenende, in der Nacht oder zu Tagesrandzeiten Hilfsarbeit verrichten sollen.

Die „Mittelstandsstudie“ des Beratungsunternehmens Ernst & Young zeigt, dass österreichweit mindestens 31.000 Unternehmen grundsätzlich bereit sind, Flüchtlingen unabhängig eines Asylbescheids einen Arbeitsplatz zu bieten. In der Praxis machen aber mangelnde Deutschkenntnisse, unklare bürokratische Bedingungen oder ein ungeklärter Asylstatus die Beschäftigung von Migranten schwierig. E&Y-Geschäftsführer Helmut Maukner klar: „Wir wollen doch keine dauerhaften Almosenbezieher. Und die Migranten selbst wollen rasch auf eigenen Beinen stehen. Viele nehmen auch Jobs unter ihrem Qualifikationsniveau an, nur um in Arbeit zu kommen.“

Arbeit als Chance

Peter Boucz, Direktor der Wiener Schick Hotels findet etwa „speziell für Küche und Service gar keine Österreicher. Die meisten träumen vom freien Wochenende und anfangs ist der Verdienst in der Branche auch nicht so gut.“ Hassan Ghasemi aus Afghanistah hat kein Problem damit, für Boucz am Wochenende zu „hackeln“.

Auch die Hilton-Gruppe hat mit Migranten gute Erfahrungen gemacht. Im Wiener Stammhaus sind 56 Nationalitäten an der Arbeit. „Bei uns sind alle willkommen“, sagt Daniela Wakefield, Chefin der Personalabteilung von Hilton Österreich. Ihre Assistentin Denise Smelter sucht auf Messen und in Tourismusschulen und nun auch über "10.000 Chancen“ geeignete Bewerber.

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