Zu Weihnachten blüht der Online-Handel

Zu Weihnachten blüht der Online-Handel

Immer mehr Weihnachtsgeschenke werden online gekauft. Österreichs Männer geben dabei deutlich mehr aus als die Frauen. Der Hintergrund ist allerdings nicht, dass Männer generell spendabler wären, sondern dass Frauen schlichtweg weniger verdienen. Plus: Tipps für sicheres Online-Shopping.

Wie schenken die Österreicher zu Weihnachten? Wofür geben sie Geld aus und wie viel? Dieser Frage ist der Zahlungsspezialist Paysafecard nachgegangen. Das Ergebnis der in mehreren europäischen Ländern durchgeführten Erhebung zeigt, dass die Österreicher durchaus spendabel sind. Es ist keine Seltenheit, dass 500 Euro oder mehr für Weihnachtsgeschenke ausgegeben werden.

Der online ausgegebene Anteil nimmt dabei weiter zu. Nur noch jeder siebte (14,5 Prozent ) kauft gar nicht online, 26,7 Prozent ein Viertel ihrer Geschenke, 31 Prozent bis zur Hälfte. Insgesamt ein Viertel der Befragten kauft schon mehr als die Hälfte der Weihnachtsgeschenke online ein, und immerhin knapp fünf Prozent tun das überhaupt nur mehr online. Wenig überraschend ist, das das Online-Shopping unter den Jüngeren erheblich weiter verbreitet ist als in den älteren Generationen. Bücher sind dabei, gefolgt von Spielzeug, Spielen und Events, beziehungsweise Eintrittskarten dafür und Gutscheine die am öftesten online gekauften Geschenke.

372 Euro für Geschenke

Aufgrund der Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen sitzt dabei der Euro bei Männern erheblich lockerer als bei den Frauen. Während erstere durchschnittlich 405 Euro ausgeben, sind es bei den Frauen um rund 20 Prozent weniger (338 Euro). Ähnliche Unterschiede zeigen sich auch in anderen Ländern. Insgesamt sind die Briten am großzügigsten: 484 Euro wollen sie heuer im Schnitt für Geschenke aufwenden, gefolgt von Schweizern mit 380 Euro und Österreichern mit 372 Euro. Generell etwas sparsamer scheinen die Deutschen zu sein. Ihr Geschenke-Budget liegt bei nur 291 Euro.

In Österreich geben rund 60 Prozent der Befragten bis zu 300 Euro für Weihnachtsgeschenke aus, knapp 20 Prozent bleiben sogar unter der Schwelle von 100 Euro. Umgekehrt gibt ein gutes Viertel zwischen 300 und 500 Euro aus, und 15 Prozent gar mehr als 500 Euro. Dabei nehmen die Ausgaben mit dem Alter stark zu. Während 16- bis 19-jährige Österreicher im Schnitt nur ein Budget von rund 172 Euro haben, gibt die Generation 60+ bereits 472 Euro aus.

Online sicher einkaufen

Wer seine Geschenke online einkauft, sollte dabei einige wichtige Regeln beachten und vor allem den gesunden Menschenverstand nicht vergessen. So wimmelt es etwa gerade in der Vorweihnachtszeit im Internet regelrecht von Angeboten, die zu schön oder zu günstig sind, um wahr zu sein. Der Internet Security Spezialist Kaspersky hat erhoben, dass in der Zeit außerdem Phising-Attacken, mit denen in betrügerischer Absicht Passwörter, Konto- oder Kreditkarteninformationen erschlichen werden, erheblich häufiger sind als im Gesamtjahresvergleich. Die Betrugsfälle rund um E-Shops, E-Banking und E-Payment häufen sich in dieser Zeit ebenfalls.

Es gibt mehr Attacken gegen Online-Shops, deren Bezahlsysteme und Kassensysteme. Cyberkriminelle nutzen außerdem spezielle Aktionstage, um Kunden zu täuschen. "Banken vertrauen auf Algorithmen, um verdächtige Muster beim Geldausgeben ihrer Kunden erkennen zu können. Allerdings ist diese Methode zu den verkaufsintensiven Zeiten wie zu Weihnachten nicht mehr so einfach möglich, denn Nutzer geben in dieser Zeit viel mehr Geld aus als im restlichen Jahr. Das ist die perfekte Umgebung, um Online-Shopper anzugreifen und gestohlene Finanzdaten in Bares umzuwandeln, bevor die Opfer und ihre Bank etwas davon mitbekommen“, warnt Holger Suhl, General Manager DACH von Kaspersky Lab.


Sieben Tipps für sicheres Online-Shopping

Hirn einschalten beim Online-Shopping: Ratschläge für ein sicheres Online-Shopping

  1. Online Shop überprüfen. Wer bei noch unbekannten Shops einkauft, sollte zumindest das Impressum und die dort angegebenen Informationen überprüfen. Wenn zum Beispiel als Adresse nur ein Postfach angegeben ist, dann sollte zumindest Vorsicht geboten sein.
  2. Preise vergleichen. Aktuelle Markenprodukte gibt es sehr selten zu wirklichen Diskontpreisen. Wenn zum Beispiel neue iPhones um 30 Prozent oder noch mehr unter ihrem üblichen Verkaufspreis angeboten werden, kann es sich kaum um legale Angebote handeln.
  3. Bezahlen. Vorsicht beim Bezahlen. Kreditkartenunternehmen aber auch Anbieter wie PayPal bieten Käuferschutzprogramme mit Geld-zurück-Garantien. Bei Online-Händlern, die nur gegen Vorkasse verkaufen, sollte man aufpassen und sich näher erkundigen.
  4. Datenübertragung. Achten Sie darauf, dass bei der Eingabe und Übertragung Ihrer persönlichen Daten eine sichere, verschlüsselte Verbindung besteht. Eine solche erkennen Sie mit der Kennzeichnung "https://" sowie einem Vorhangschloss-Symbol in der Browser-Zeile.
  5. Bewertungen beachten. Aus den Bewertungen vorheriger Käufer können Sie viel über die Seriosität eines Anbieters herauslesen.
  6. Rücknahmebedingungen. Beachten Sie auch, wie und unter welchen Umständen erworbene Produkte zurückgegeben werden können. Im Idealfall gibt es einen kostenlosen Rückversand und eine Geld-zurück.Garantie.
  7. Lieferfristen. Wenn vom Verkäufer feste Liefertermine angeboten werden, dann müssen diese auch eingehalten werden. Andernfalls besteht ein Rücktrittsrecht aus dem Geschäft.

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