Tesla baut Standort in Graz - und sucht Mitarbeiter

Tesla baut Standort in Graz - und sucht Mitarbeiter

Tesla Model S: Das stilvolle E-Auto soll künftig öfter über Österreichs Straßen rollen.

Der Elektroauto-Pionier Tesla bestätigt offiziell, dass ein Produktionsstandort in Graz geplant ist. Interessant ist dies auch, weil es dann mit AVL, Magna und der TU Graz Nachbarn gibt, die ebenfalls an der Mobilität der Zukunft forschen. Zudem brodeln Gerüchte, laut denen eine Fabrik in der Slowakei entstehen soll.

Der Elektroauto-Pionier Tesla (ISIN: US88160R1014) plant eine Fabrik in Graz – das bestätigt das Unternehmen in einem Bericht der „Steirischen Wirtschaft“. „Weitere Auskünfte dazu können wir im Moment leider nicht geben“, heißt es weiter in einer kurzen Mitteilung der Konzernkommunikation. Die Gerüchteküche brodelt dennoch: So ist nun von einer 2000 Quadratmeter großen Halle in Graz-Messendorf die Rede, sowie von 300 Quadratmetern Bürofläche.

Auf der Recruiting-Seite von Tesla sind außerdem diverse Stellen angeführt, die neu besetzt werden sollen - neben Graz auch in Linz, Salzburg und Wien. Gesucht werden Techniker und Mechatroniker, aber auch Verkäufer, Store Manager und Sachbearbeiter. Derzeit sind an den vier österreichischen Standorten insgesamt 38 Jobs ausgeschrieben.

Interessant dürften für das Unternehmen auch die künftigen Nachbarn sein; denn dazu zählen neben der TU Graz als Forschungsinstitution auch Unternehmen wie Magna oder AVL. Hier wären – zumindest theoretisch – Synergien im Bereich der Forschung und Entwicklung möglich. Im Bereich der energieeffizienten Autos hat etwa Magna den mit dem „CULT“ ein Konzeptfahrzeug zu bieten, das rund 300 Kilogramm (also ein Drittel) leichter ist als vergleichbare Fahrzeuge. Zudem wird es mit Erdgas betrieben und stößt somit 25 Prozent weniger CO2 aus.

Produktion in der Slowakei?

Erst vergangene Woche hatte format.at von Gerüchten berichtet, dass Tesla außerdem eine Fabrik in der Slowakei plane, um die europäische Nachfrage besser bedienen zu können. Einem Bericht des „Slovak Spectator“ zufolge wurden diese Gerüchte vom slovakischen Wirtschaftsminister bestätigt; von Tesla selbst wurde der Artikel aber nicht kommentiert. Knackpunkt bei den Plänen ist vor allem, dass sich eine eigene Fabrik für Mitteleuropa nur bei entsprechender Nachfrage lohnt: Konkret müsste der Absatz auf 160.000 Fahrzeuge im Jahr steigen, wie das US-Onlinemedium autoblog.com berichtet – in den ersten vier Monaten habe Tesla in Europa aber nur 3500 E-Autos verkauft.

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