Raiffeisen Bank International dreht Ergebnis ins Plus

Raiffeisen Bank International dreht Ergebnis ins Plus

Nach 617 Mio. Euro Verlust im Jahr 2014 hat die Raiffeisen Bank International (RBI) im Jahr 2015 wieder einen Gewinn geschrieben: 379 Millionen Euro standen unterm Strich. Die Nettodotierung der Kreditrisikovorsorgen ist um rund 28 Prozent gesunken. Der Verkaufsprozess der Polen-Tochter wird fortgesetzt.

Die Raiffeisenbank International (RBI) kann wieder Gewinne machen. Für 2015 weist sie einen Konzerngewinn von 379 Millionen Euro aus, nach einem Verlust von 617 Millionen Euro im vorangegangenen Geschäftsjahr 2014. Das Ergebnis vor Steuern betrug plus 711 Millionen Euro, nach minus 105 Millionen Euro Der Verkaufsprozess in Polen werde trotz Gegenwinds - Bankenabgabe und Frankenportfolio - fortgesetzt.

Im vierten Quartal lag das Konzernergebnis allerdings bei minus € 83 Millionen, was einem Rückgang um € 268 Millionen im Vergleich zum dritten Quartal 2015 in Höhe von € 186 Millionen entspricht.

RBI-Vorstandschef Karl Sevelda erklärte bei der Präsentation des Ergebnisses, er gehe davon aus, dass die Bank auch 2016 Gewinne schreiben werde. „Hinter der RBI liegt ein sehr arbeitsreiches, aber insgesamt auch ein sehr ordentliches Jahr. Wir sind in die Gewinnzone zurückgekehrt und mit unserem Strategieprogramm gut vorangekommen. Wir haben unsere Eigenkapitalquoten deutlich gestärkt und das Risikoprofil der Bank verbessert“, sagte Sevelda.

Dividende unwahrscheinlich

Trotz Rückkehr in die schwarzen Zahlen wird an die Aktionäre wird wohl keine Dividende ausgeschüttet. Auch 2014 war diese nach dem Megaverlust gestrichen worden Zu einer möglichen Dividende für das laufende Geschäftsjahr sagte Sevelda, er halte angesichts der geplanten Verbesserung der Kapitalquoten zum jetzigen Zeitpunkt eine Dividendenausschüttung für "eher unwahrscheinlich". Die RBI hat zuletzt für das Geschäftsjahr 2013 eine Dividende ausgeschüttet. .

Die mitten in einem Konzernumbau steckende Bank hält an ihren mittelfristigen Zielen fest. Bis Ende 2017 sei nach wie vor eine harte Kernkapitalquote (CET1 Ratio (fully loaded) von mindestens zwölf Prozent geplant. Die Eigenmittelquote soll bis dahin bei mindestens 16 Prozent liegen.

Die Nettodotierungen für Kreditrisikovorsorgen sanken um 27,8 Prozent auf 1,264 Milliarden Euro, teilte die RBI im Vorfeld der heutigen Bilanzpressekonferenz mit. Die Kernkapitalquote CET1 (fully loaded) stieg um 1,5 Prozentpunkte auf 11,5 Prozent. Eine Dividende ist für 2015 nicht geplant.

Die RBI-Aktie hat bis zum Mittag rund 1,08 Prozent auf 13,33 Euro verloren.

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Ausblick

Dem neuen Ausblick zufolge strebt die RBI bis Ende 2017 eine CET1 Ratio (fully loaded) von mindestens 12 Prozent und eine Eigenmittelquote (fully loaded) von mindestens 16 Prozent an.

Die Kostenbasis soll nach Umsetzung der Anfang 2015 festgelegten strategischen Maßnahmen um rund 20 Prozent unter dem Niveau von 2014 liegen. 2015 betrugen die Verwaltungsaufwendungen 2,9 Milliarden Euro, nach 3,02 Milliarden Euro 2014.

Mittelfristig strebt die Bank eine Cost/Income Ratio von 50 bis 55 Prozent an. Für 2016 wird erwartet, dass die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen unter dem Niveau von 2015 und die Verwaltungsaufwendungen leicht unter Vorjahresniveau liegen.

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