Schleichender Abschied von Facebook

Schleichender Abschied von Facebook

Ecowin-Verlagschef Hannes Steiner hat es getan, C-Quadrat-Vorstand Andreas Wimmer ist gefolgt, Politik-Strategieberater Daniel Kapp steht kurz davor – dem Ausstieg aus der Social Media-Plattform Facebook.

Die Argumente für diesen Schritt ähneln sich: Keine Lust auf Zeitverschwendung, ernste Bedenken gegenüber mangelndem Datenschutz, Langeweile über eitle Selbstporträts oder der täglichen Preisgabe von Alltags-Schrott.

Zumindest bei gut Ausgebildeten ist Facebook schon lange nicht mehr cool. Im Gegenteil: Der bewußte Verzicht auf die Teilnahme am Online-Schaulaufen ist schon zum Lifestyle-Unterscheidungsmerkmal geworden. Gerne wird betont, dass echte Freundschaften nur außerhalb des Internets stattfinden würden – diese hätten auch eine andere, tiefere Qualität.

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Einziger Hindernisgrund des Facebook-Ausstiegs: Die Angst etwas zu versäumen. Doch als Alternative steht immer noch Twitter zur Verfügung. In Österreich zugegebebermaßen eine geradezu konspirative Plattform von Journalisten und Polit-Adabeis. Immerhin wird man nicht von halblustigen Urlaubsbildern oder bizarren Schnappschüssen aus Gourmet-Lokalen belästigt und erhält darüber hinaus die eine oder andere Insiderinformation.

Übrigens: Der Autor ist selbst auf Facebook aktiv und begründet dies mit journalistischer Neugier. Man kann sich schließlich auch soziale Netzwerke schönreden.

- Florian Horcicka

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