Schlaue Uhren, Brillen, Schuhe – die Zukunft ist tragbar

Schlaue Uhren, Brillen, Schuhe – die Zukunft ist tragbar

Hat man bislang über jemanden gesagt, er sei ein „smart dresser“, meinte man das als Kompliment für seinen Geschmack in Sachen Anzüge, Schuhe oder Krawatten. Doch das könnte sich jetzt ändern, denn 2014 ist das Jahr, in dem große Innovationen im Bereich Wearable Technology anstehen.

Am 15. April war Google-Glass-Day in den USA. Zum ersten Mal, wenn auch nur einen Tag lang, war die Innovation frei verkäuflich. Natürlich war das begrenzte Kontingent in kürzester Zeit ausverkauft. Allerdings: US-Medien wie das Technologie-Magazin „Wired“ sind skeptisch, was den langfristigen Erfolg der Datenbrille angeht. Doch ob dieses spezielle Produkt sich durchsetzt oder nicht: Der Siegeszug der Wearable Technology ist nicht mehr aufzuhalten.

Ein kleiner Überblick über geplante smarte Produkte

Neben Google Glass gibt es noch zahlreiche weitere Innovationen, die sich in verschiedenen Stadien der Entwicklung befinden:
- Smartgloves Sie sorgen dafür, dass man seine elektronischen Geräte per Handbewegungen steuern kann. Werden probeweise bei elektronischer Musik eingesetzt.
- Kopfhörer , die nicht nur Musik spielen, sondern beim Joggen gleichzeitig messen, wie schnell man ist und wie viele Kalorien man verbraucht. Für dieses Projekt sammelt das Münchner Start-up Bragi derzeit noch Geld.
- Smartband Bereits seit Anfang 2014 im Verkauf ist das Sony Smartband. In zig verschiedenen Farben ausgeliefert, ist das Armband nicht nur eine Augenweide, sondern ermöglicht es Nutzern, ihr Smartphone zu steuern.
- Smart Watch Nach dem jüngsten Samsung-Modell herrschte erst einmal Ernüchterung. Aber Experten sind sich sicher: Wenn Apple seine Smart Watch auf den Markt bringt, wird daraus ein Objekt der Begierde.
- Kleidung Hier sind die Möglichkeiten, Technologie zu integrieren, schier endlos. Ein Beispiel: Die US-Firma Hexoskin hat Kleidung entwickelt, die alle signifikanten Daten des Körpers misst und automatisch an eine App überträgt. Hexoskin-Produkte wurden bereits von einigen Sportlern beim Training für Olympia 2014 verwendet.
- Kontaktlinsen köbben Daten sammeln. Zum Beispiel können so Diabetiker eine Warnung erhalten, wenn ihre Werte zu hoch sind. Die Linsen, die die Tränenflüssigkeit überwachen, sind allerdings erst in der Entwicklung.
- Schuhe Auch sie können wichtige Daten sammeln. Oder sie passen sich durch Temperaturveränderung dem Fuß des Trägers noch perfekter an. Klingt toll, ist aber noch reine Zukunftsmusik.

In München, bei der Firma Wearable Technologies, ist man sich sicher: 2014 ist das Jahr der Wearables. Davon scheint auch Carsten Maschmeyer , der bei seinen Investitionen zunehmend auf Start-ups setzt, überzeugt und hat sich über die mic AG an Wearable Technologies beteiligt. Auf deren Homepage kann man sich übrigens sehr gut über neue Entwicklungen auf dem Wearables-Markt informieren.

Jüngster Eintrag: In den USA sind inzwischen mehrere Projekte in Arbeit, die eine Schnittstelle zwischen Schmuck und Technik bilden – Ringe, mit denen man zum Beispiel seinen Rechner bedienen kann, oder die als Ersatz für die elektronische U-Bahn-Karte dienen. Ob sie zum Must-have in der „Vogue“ werden? Warum nicht: So wie Google Glass mit renommierten Brillenherstellern wie Oakley zusammenarbeiten, könnten ja auch Smart-Ring-Hersteller Kooperationen mit Tiffany & Co eingehen. Sexy & smart, das wäre doch einfach unwiderstehlich.

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