Apple Uhren ticken nach der Idee von "Knight Rider"

Apple Uhren ticken nach der Idee von "Knight Rider"

Apple-CEO Tim Cook präsentiert Uhren die anders ticken, telefonieren, surfen, Musik spielen und bezahlen.

Apple hat mit der Apple-Watch eine Art digitales Schweizermesser präsentiert, das in drei unterschiedlich teuren Varianten verkauft wird. Das Edel-Model aus 18 Karat Gold ist ab 10.000 Dollar zu haben. Die Massenware gibt es schon ab 349 Dollar. Und einen extra-leichten Laptop hat Apple auch noch neu im Portfolio.

Cupertino. Wenn Apple-CEO Tim Cook die Apple Watch in eine Reihe stellt mit dem Mac Computer, Mac Book Pro, iPad und iPhone stellt, dann wird die Bedeutung des neuen Produkts als neue Erlösquelle besonders bedeutend. Der US-Konzernchef und seine Mitarbeiter haben die neue Apple Watch samt unzähliger Funktionen präsentiert. Und das Gerät ist eine Art digitaler Alleskönner.

Die Uhr ist Computer, Uhr, Geldbörsel und Telefon zugleich. Neben dem Abruf von E-Mails, SMS, Zugriff auf Twitter, Facebook, der Nutzung von Fitness-Apps, als Pulsmesser und Musikabspielgerät werden auch unzählige Apps mitgeliefert. So können Nutzer über die Apple Watch ihren Terminkalender aufrufen, per Uber-App ein Taxi bestellen, den Boarding-Pass auf die Uhr laden oder auch per Siri-Spracherkennung die Funktionen der Uhr aufrufen. Ein Hauch von "Knight Rider" nach der gleichnamigen US-Serie mit David Hasselhoff umgibt die Computeruhr: Die Uhr kann auch als Handyersatz, also als Mobiltelefon genutzt werden. Und über die Computer-Armbanduhr können auch per Video Garagentore in der Ferne geöffnet und geschlossen werden, wie in der Präsentation gezeigt wurde.

Doch damit nicht genug: Die Uhr kann auch als bargeldloses Zahlungsmittel verwendet werden. In der Apple Watch integriert ist das neue Zahlungssystem Apple Pay. An Supermarktkassen kann die Uhr als Ersatz für Kredit- und Bankomatkarte verwendet werden. Allerdings: Apple Pay ist außerhalb der USA derezit noch nicht nutzbar.

Massenware, Mittelklasse und Luxus

Die Sportedition ist ab 399 Dollar zu haben, Die Mittelklasse, stählerne Version, kostet je nach Ausführung zwischen 499 und 1099 Dollar.Wer's ganz luxeriös will, ist mit beim 18-Karat-Modell ab 10.000 Dollar dabei. Letzteres ist nur auf Vorbestellung erhältlich.

Ab dem ab 24. April sind die Uhren, die in jeweils zwei unterschiedlichen Größen pro Modell angeboten werden, in vorläufig neun Ländern erhältlich. Österreich zählt nicht dazu und bleibt noch auf der Warteliste.

Nicht ganz so komfortabel ist die Betriebsdauer. Die Batterie der Computeruhr hat eine Betriebsdauer von 18 Stunden. "Genug für die meisten Menschen", meint Apple CEO Tim Cook. Die Intensivnutzer dürfen gespannt sein, ob das ausreicht, wenn sie aus der Uhr die ganz Breite der Anwendung herausholen und unentwegt surfen.

Doch Apple-Chef Cook präsentierte mit seinen Männern nicht nur das teuerste Produkt aller Zeiten, das der IT-Konzern jemals auf den Markt gebracht hat, sondern auch ein neues, besonders düenne und leichtes Notebook - so dünn und leicht, mit noch nie dagewesener Batterielaufzeit und vor allem extra scharfen Display wie keines der zuvor präsentierten Geräte. Das billigste Mac Book aller Zeiten ist's zwar nicht. 1299 Dollar wird das neue Laptop kosten - um einiges mehr als die Produkte der Konkurrenz. In Europa kommt das 13,1 Millimeter dünne und weniger als 1 Kilo schwere Mac Book ab 1449 Euro ab 10. April in den Handel.

Wenn Eindruck an der Börse

Die Spekulanten sind während der Präsentation der Apple-Novitäten aufgesprungen: Die Aktie notierte bis zum Schluss der Vorstellung mit bis zu 1,25 Prozent im Plus. Danach ging's in die andere Richtung: Ein gutes Prozent zum Schluss am Freitag hat die Aktie schwächer notiert. Gegen 20:15 MEZ notierten die Apple-Papiere bei 126,90 Dollar mit 0,27 Prozent im Plus.

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