Zweiter Anlauf zur Vergabe von Photovoltaik-Fördungern

Zweiter Anlauf zur Vergabe von Photovoltaik-Fördungern

Beim ersten Versuch am 2. Jänner legten Hacker-ähnliche Angriffe die Website der Abwicklungsstelle OeMAG lahm. Ein neuerlicher Ansturm am 16. Jänner ist wahrscheinlich.

Wer zuerst kommt, malt zuerst. Nach diesem Prinzip funktioniert auch die Online-Vergabe für Photovoltaik-Fördergelder der Abwicklungsstelle für Ökostrom AG (OeMAG). Eigentlich hätten bereits am 2. Jänner Gelder vergeben werden sollen, doch die Website brach unter dem Ansturm an Antragstellern zusammen.

Am 16. Jänner gibt es die nächste Gelegenheit, an eine Förderung zu kommen. Allerdings sollte man wieder gut vorbereitet sein, denn OeMAG-Vorstand Magnus Brunner rechnet mit rund 10.000 Antragsstellern. Davon werden nur rund 3000 bis 4000 zum Zug kommen. Vergangenes Jahr waren 6000 Anlagen im Antragssystem gereiht, nach der Hälfte war das Förderkontigent erschöpft. In Summe stehen heuer acht Millionen Euro zur Verfügung. Finanziert wird der Fördertopf durch die Stromkunden. Wie Sie zu einer Photovoltaik-Förderung kommen lesen Sie im Artikel: "So kommen Sie zu einer Photovoltaik-Förderung."

Jeder, der sich eine neue Photovoltaik-Anlage zu Hause installieren will, kann eine Förderung beantragen. Geld gibt es zum einen für die eingespeiste Strommenge. Derzeit sind es 12,5 Cent pro Kilowattstunde bei einer Tariflaufzeit von 13 Jahren. Zum anderen gibt es auch eine Investitionsförderung von 200 Euro pro Kilowatt-Peak, also für die elektrische Spitzenleistung der Photovoltaik-Anlage.

Kollaps am 2. Jänner

Die Vergabestelle OeMAG geht von einem Hackerangriff bei der gescheiterten Vergabe vom 2. Jänner aus. Mit sogenannten "robots" versuchten sich Unternehmen Vorteile zu verschaffen und legten damit das System lahm. "Wir hatten kurzzeitig 80.000 Anfragen innerhalb von zehn Minuten", sagte OeMAG-Vorstand Magnus Brunner. Insgesamt wurde am 2. Jänner 1,5 Millionen Mal auf die Website der Abwicklungsstelle zugegriffen. Gutachter hätten viele dieser Anfragen als "hackermäßig" identifiziert, die Staatsanwaltschaft wird sich demnächst damit beschäftigen.

OeMAG-Vorstand Brunner will Manipulationen diesmal vermeiden, es wurden verschiedene Maßnahmen gesetzt, um einen neuerlichen Absturz zu verhindern. Konkrete Details wollte Brunner nicht nennen.

Kritik am Vergabe-System kommt vom Bundesverband Photovoltaic Austria (PVA). Vorstandsmitglied Hans Kronberger fordert, dass die Fördersummen vorgezogen werden, um die Photovoltaik-Anlagen marktfähig zu machen. "Das System gehört langfristig geändert, dazu braucht es eine Gesetzesänderung", so Kronberger.


Die Experten der EVN-Energieberatung stehen Ihnen unter der gebührenfreien Service-Hotline 0800/800333 zur Verfügung. Gerne beantworten Sie rasch und kostenlos Ihre Fragen zum Thema Energie.

PROMOTION der EVN

Energie & Wohnen

Fertighausbau: Welche Risiken jetzt ernstlich drohen

Energie & Wohnen

Stromanbieterwechsel: Sparen wie noch nie

Energie & Wohnen

Energiespender: Heizen mit Manner-Schnitten