Homöopathie soll sinnlos sein: Globuli-Gegner heute mit Aktion in Wien

Homöopathie soll sinnlos sein: Globuli-Gegner heute mit Aktion in Wien

Bei einer öffentlichen Aktion in Wien wollen heute Homöopathie-Skeptiker wie der Wissenschaftler Heinz Oberhummer die Wirkungslosigkeit dieser Alternativmedikamente beweisen – und nehmen eine Überdosis solcher Mittel zu sich.

Für die Anhänger der Homöopathie ist das, was heute ausgerechnet vor dem Stephansdom in Wien stattfinden wird, sicher eine Form von Ketzerei: Eine Gruppe von Homöopathie-Gegnern wird um 18 Uhr eine „Überdosis“ entsprechender Präparate einnehmen. Konkret werden sie hoch verdünnte Globuli – das sind homöopathische Heilmittel in Form von Kügelchen – einnehmen, darunter Mittel wie "Phosphorus" (Phosphor), "Arsenicum" (Arsen) und "Strychnos nux vomica" (Brechnuss).

“Wer mitmachen will: Bitte ein Fläschchen beliebiger Globuli einer Hochpotenz (C12 bzw. D24 oder höher) mitbringen!“ lautet die Aufforderung der Wiener Regionalgruppe der “Skeptiker - Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften" (GWUP). Motto der ungewöhnlichen Veranstaltung: „Nichts drin, nichts dran“. Die Aktion in Wien ist Teil einer weltweiten Kampagne gegen Homöopathie. Unter den Unterstüztern findet sich etwa der Physiker Heinz Oberhummer, der durch seine Mitgliedschaft bei den Science Busters bekannt wurde.

Argumente der Skeptiker

Die Aktion nennt sich 10:23, was sich darauf bezieht, dass ab einer bestimmten Verdünnung (nämlich eben 1 zu 10 hoch 23) kein einziges Molekül der jeweiligen Substanz mehr vorhanden ist. Die Skeptiker wollen damit einen Pfeiler der Homöopathie erschüttern – bei dieser Behandlungsmethode wird nämlich davon ausgegangen, dass sich die Wirksamkeit eines Mittels nicht verringert, sondern erhöht, wenn es immer weiter verdünnt wird.

Die Aktion hat bereits vor zwei Jahren einmal stattgefunden – sehr
zum Missfallen von Befürwortern wie Michael Frass – der Internet und Intensivmediziner ist Leiter der Leiter der Spezialambulanz „Homöopathie bei malignen Erkrankungen“ im AKH Wien. Auf seiner Website listet er seine Argumente auf. Auch das Datum 10. April erzürnt die Globuli-Verteidiger: An diesem Tag würde Samuel Hahnemann Geburtstag feiern. Der 1843 verstorbene Hahnemann gilt als Erfinder der Homöopathie.

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